1918 : les Belges à la reconquête de la Belgique

1918 : die Belgier erobern Belgien zurück In der Zeit zwischen dem Ende des Bewegungskrieges im Jahr 1914, dem Stellungskrieg mit den immer wiederkehrenden deutschen Gasangriffen an der Yser während des Jahres 1915 und der Teilnahme an der zweiten Schlacht in Flandern an der Seite der Engländer und Franzosen von Juli bis Oktober 1917 hört die belgische Armee unter Seiner Majestät Albert I., dem "Soldatenkönig", nicht auf zu kämpfen. Im April 1918 planen die Deutschen eine Großoffensive im Norden von Ypern, um die belgischen Linien zu durchbrechen, Dünkirchen zu erreichen und die alliierten Truppen von hinten zu überrollen. Die Belgier leisten Widerstand und lassen dem Oberkommando Zeit, die Gegenoffensive vorzubereiten, die den Aktionsradius der königlichen Armee von Ypern bis an die Nordseeküste ausdehnt, so dass die Frontlinie der alliierten Streitkräfte entlastet wird.
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    Majestät Albert I. Quelle : Wikimedia



Die belgische Armee muss eine Logistik hinter der Front aufbauen (Verbindungswege, Quartiere, Auffanglager für die Verwundeten und Vertriebenen usw.), um dem Dauerfeuer, den Bombardierungen und unentwegten Angriffen der deutschen Truppen standzuhalten. Um ihre Überlegenheit zu erhalten, gehen sie so weit, dass sie stark gefährdete Bereiche, Riegersvliet und Oud-Stuyvekenskerke, zwischen dem 6. und dem 18. März 1918 unter Wasser setzen.

Ihren ersten wirklichen Sieg erringt die belgische Armee während der Schlacht von Merckem am 17. April 1918. Als ihre hinteren Linien am Mont Kemmel in Gefahr sind, schlagen die belgischen Truppen, deren Frontlinie sich von Langemarck bis zur südlichen Umgebung von Ypern und dem Mont Kemmel und von Locre zu dem Dorf Meteren (westlich von Bailleul), erstreckt, den gemeinsamen Angriff der Kaiserlichen im Südwesten und Norden von Ypern zurück. Die 3. und 4. königliche Division hält die Armee des Reichs, die zahlenmäßig überlegen ist, vor Merckem und im Westen von Langemarck auf. Die 4. Division hält das Terrain und die 3. kehrt nach einem kurzen Rückzug südlich von Kippe die Situation durch einen blutigen Bajonettangriff um, bei dem sie in wenigen Stunden 800 Gefangene macht. Am 18. Juli beginnen die alliierten Streitkräfte unter dem Oberkommando von Foch mit der Gegenoffensive, dem Vorspiel für die Rückeroberung Belgiens.

Die britischen Truppen, deren eroberte Stellungen zwischen Ypern und dem Mont Kemmel von hinten bedroht sind, beschließen, den Bereich des Waldes von Houthulst (wo 1917 ihre schrecklichen Kämpfe stattgefunden hatten) zu räumen, wo im Lauf des April ein Niemandsland entstanden war. Seine Majestät König Albert I. muss nun die Aufstellung seiner Truppen überdenken, um die Verbindung zu den englischen Truppen aufrecht zu erhalten. Die belgische Beteiligung an den Kämpfen wird im September 1918 intensiver. Die belgische Armee, die aus 12 Divisionen (170 000 Mann) besteht, die nach französischem Vorbild organisiert sind, bildet ein Kernstück des Foch - Plans zur Rückeroberung des Nordens. Nach der Verfassung des Königreichs kann sie nur von ihrem König geführt werden. Aus diesem Grund wird Albert I. am 7. September bei einem Treffen mit Clemenceau und General Mordacq in La Panne zum Befehlshaber der Streitkräfte zur Befreiung von Belgien ernannt. Die Vereinbarung wird zwei Tage später nach der Zustimmung von Foch unterzeichnet. Hiermit ist die Heeresgruppe Flandern (G.A.F.) gegründet. Sie steht unter dem Kommando des belgischen Königs und des französischen Generals Degoutte, der die Stellung des Chefs des Generalstabs innehat. Ihnen unterstellt sind General Gillain (belgische Armee), General Plumer (2. englische Armee) und General de Boissoudy (6. französische Armee). Im Zusammenhang hiermit steht der Operationsplan, der die Wiedereinnahme der Gebiete im Norden der Leie vorsieht, wobei zunächst die Kontrolle über den Sektor zwischen dem Bergkamm von Clercken und dem Kanal von Comines zurück gewonnen werden soll, bevor die Offensive in Richtung Brügge und Courtrai fortgesetzt wird.

Vom 28. bis zum 30. September 1918 sind zehn der zwölf Divisionen, über die die belgische Armee verfügt, an der Schlacht um die Bergkämme von Flandern beteiligt. An ihrem rechten Flügel werden sie von der 2. britischen Armee und einigen französischen Reserveabteilungen unterstützt. Unter dem Kommando des "Soldatenkönigs" geht die Offensive in zwei Phasen vonstatten. Bei dem hauptsächlichen Angriff soll der Wald von Houthulst und der Bergkamm von Flandern von Houthulst - Stadenberg - Westroosebeke - Passchendaele - Broodseinde eingenommen werden. Während des zweiten soll ausgehend von den eroberten Stellungen, die sumpfige Zone zwischen Dixmude und dem See von Blankaart durchquert und der Bergkamm eingenommen werden, der Essene und Clercken verbindet, um nach einem Einkesselungsmanöver Dixmunde zu nehmen. Nach der Vorbereitung durch Dauerfeuer der Artillerie in der Nacht vom 27. zum 28. September durchbrechen die belgischen Armeen die deutschen Linien, überrollen ihre Batterien und drängen die Frontlinie auf 18 km Tiefe zurück, durchschnittlich 6 km auf die gesamte Länge. Der Wald von Houlthust, die Orte Passchendaele, Zonnebeke und Poelcappelle fallen. 150 Geschütze werden erobert und 6 000 Gefangene gemacht. Am 29. September rückt die königliche Armee weiter vor, nimmt Dixmude, den Bergkamm von Essene bis Passchendaele, erreicht die Straße von Roulers nach Menin und nimmt schließlich das letzte deutsche Widerstandsnest in Westroosebeke ein.

Am 30. September und in den ersten Oktobertagen greift Seine Majestät der König der Belgier mit französischer Hilfe die Linie zwischen Zarren und Hooglede-Roulers an und zwingt die deutschen Armeen zum Rückzug auf 14 km. Vom 14. bis zum 30. Oktober beginnt der belgische Generalstab die zweite Phase seiner Offensive in Flandern. Bekannt unter dem Namen der Schlacht von Thourout-Thielt handelt es sich um eine gemeinsame französisch - belgische Operation, an der das 7. und das 34. Armeekorps und ein französisches Panzerkorps beteiligt sind. Im Zentrum haben zwei französische Korps die Aufgabe, die Stadt Roulers einzunehmen, indem sie den Kanal der Mandel überqueren.

Im Norden soll eine belgische Gruppe den Kanal von Handzaeme einnehmen und auf Thourout vorrücken. Im Süden soll eine andere belgische Gruppe die Front zwischen Roulers und Ledeghem durchbrechen und das rechte Ufer mit der Armee an der Leie decken. Im Morgengrauen des 14. Oktober beginnt nach einer Vorbereitung durch die Artillerie der Angriff der Landstreitkräfte mit Unterstützung der Geschütze der englischen Marine. Die französische Infanterie erfüllt ihre Mission nach langen Kämpfen Mann gegen Mann und erreicht die Straße von Roulers nach Thourout, greift weiter südlich den Sektor von Beveren an und stellt die Verbindung zu dem belgischen Angriff im Norden her, durch den das Gebiet von Handzaeme und das Dorf Cortemarck eingenommen werden.

Im Süden von Roulers rückt die königliche Armee 8 km in das Gebiet von Poelcappelle und Langemarck vor, nimmt Rumbeke ein und stößt bis in die Umgebung von Iseghem und Lendelede vor. Unter Ausnutzung der Ergebnisse ihres Vormarsches am Abend dieses Tages und angesichts einer deutschen Armee auf dem Rückzug setzen sich die belgischen Truppen, die an der überschwemmten Front von Dixmude-Nieuport stehen, in Marsch und erreichen die Yser am 16. Oktober, wo sie die Verbindung mit den britischen Truppen herstellen. Am folgenden Tag ziehen sich die Deutschen nach Osten zurück. Die Belgier erreichen Ostende und die Umgebung von Brügge, während die Franzosen vor Thielt stehen. Die Schlacht in Flandern ist beendet. Die Deutschen, die sich an der Leie und am Kanal von Deynze zusammengezogen haben, leisten den französischen und belgischen Kämpfern erbitterten Widerstand, als diese ab dem 20. Oktober ihre Linien angreifen. Die Situation löst sich im Lauf der Leieschlacht (31. Oktober - 3. November). Den alliierten Truppen gelingt es, den Fluss zu überqueren, und sie rücken auf die Schelde oberhalb von Gent vor. Die Belgier fassen am östlichen Ufer der Leie Fuß und bemächtigen sich des Kanals von Terneuzen, sie erreichen die westlichen Vororte von Gent und stellen die Verbindung mit den Franzosen an der Schelde südlich von Eecke her. Auf dieser Linie beziehen sie Stellung bis zur Unterzeichnung des Waffenstillstands vom 11. November. In demselben Jahr lobt der französische Abgeordnete Louis Marin den Mut und das Durchhaltevermögen der belgischen Nation (L'effort belge (Die belgische Gegenwehr), Paris, Bloud & Gay) : "Das Martyrium, das Belgien auszuhalten hatte gibt ihm das geschichtliche Recht auf eine Gloriole, die umso bewegender ist als dieses Martyrium nicht nur das des Leidens der Schwäche unter der Brutalität der Barbaren war, sondern der Schwäche, die sich für Recht und Ehre aufopfert. Deshalb wird das universelle Bewusstsein es bis zu den fernsten Zeiten als eine geheiligte und rührende Erinnerung bewahren". Am 22. November kehrt König Albert I. an der Spitze seiner Truppen nach Brüssel zurück.

Allerdings zahlt die belgische Armee einen hohen Preis: ab dem 4. Oktober 1918 hat sie über ein Fünftel ihrer kämpfenden Truppe verloren. Während der Schlussoffensive erleiden die Belgier ein Drittel der gesamten im Krieg erlittenen Verluste. Im Lauf des Konflikts verliert Belgien 44 000 Soldaten, die im Kampf fallen oder an Verwundungen oder Krankheiten sterben, und fast 9 000 Zivilisten, zwei Drittel davon bei der Invasion von 1914. Am 5. Dezember werden König Albert I., Königin Elisabeth und Erbprinz Leopold von den Parisern bei einem Staatsbesuch als Helden empfangen.

Die belgischen Orden des Ersten Weltkrieges zeugen von den vier Jahren des Kampfes, der Besetzung und der internationalen Solidarität: [list] Ab dem 18. Mai 1915 zeichnet der Bürgerorden Zivilisten aus, die sich für ihr Vaterland einsetzen ; [list] Am 15. September 1915 ehrt die Medaille der Königin Elisabeth die Belgier, die verletzte Zivilisten und Soldaten in den Krankenhäusern pflegen; [list] Albert I. führt am 25. Oktober 1915 ein Kriegsverdienstkreuz ein ; [list] Am 21. Februar 1917 belohnt die Gedenkmedaille der Feldzüge in Afrika 1914-1917 die Truppen in Belgisch Kongo, Kamerun, Rhodesien, Tanganjika und Deutsch Ostafrika; [list] Am 18. Oktober 1918 ehrt die Medaille der Yser die Frontsoldaten, die die deutsche Armee 1914 aufgehalten haben ; [list] Am 1. April 1919 ehrt der König die Belgier und Ausländer, die der ausgebombten Bevölkerung zu Hilfe gekommen sind, mit der Medaille des Ausschusses für Hilfe und Ernährung und der Medaille des nationalen Wiederaufbaus ; [list] Die belgische Gedenkmedaille für den Ersten Weltkrieg wird am 21. Juli 1919 geschaffen ; [list] Am 22. November 1922 wird den Belgiern das Verdienstkreuz der Deportierten verliehen, die zur Zwangsarbeit für die Deutschen herangezogen wurden; [list] Das Kreuz des Kriegsfreiwilligen wird am 17. Juni 1930 eingeführt ; [list] Die Medaille der politischen Gefangenen wird am 26. Dezember 1930 den Personen verliehen, die als Mitglieder des Widerstands im Gefängnis waren ; [list] Am 6. Februar 1934 wird allen Inhabern der Feuerkarte (Frontkämpferkarte) das Kreuz des Feuers verliehen; [list] Die koloniale Gedenkmedaille 1914-1918 wird vom 20. Juni 1934 an verliehen.
Source : MINDEF/SGA/DMPA