Abzeichen, die das Gedenken vermitteln

Häufig wird anlässlich der Würdigung von Soldaten, die bei Operationen gefallen sind, die Erinnerung des Einsatzes der französischen Soldaten gepflegt und vermittelt. Aber auch durch das Lesen und Verstehen der Abzeichen der Auslandsoperationen, die das Gedenken an die Frauen und Männer bilden, die seit mehr als 50 Jahren auf die Auslandsschauplätze geschickt werden.

Seit den 1960er-Jahren haben sich die französischen Streitkräfte an zahlreichen Auslandsoperationen beteiligt, sowohl zur Verteidigung nationaler Interessen und französischer Staatsbürger als auch in friedenserhaltenden Operationen. Die Kämpfer wollten die Erinnerung an ihre Aktion bewahren, indem sie Abzeichen schufen. Diese wurden oft erstellt, ohne offiziell anerkannt worden zu sein und zeugen von den Marscheinheiten, die für den Anlass rund um einen Kern gebildet wurden, der aus einem Regiment hervorgeht, zu dem manchmal einzelne Elemente kommen.

 

Aus diesem Fundus der Abzeichen lässt sich eine Typologie erstellen, die mehrere Kategorien hervorhebt.

 

Das allgemeine Abzeichen der Operationen

 

Dieses Abzeichen ist das häufigste. Zumeist aus Stoff ergänzt es das französische Abzeichen, welches das Militärkontingent kennzeichnet.

 

So kann das Abzeichen des französischen Expeditionskorps in Ägypten, das auf 1963 zurückgeht, in diese Kategorie eingeordnet werden, ebenso wie jenes der Operationen „Sperber“ im Tschad (Februar 1986 bis August 2014), „Einhorn“ an der Elfenbeinküste (September 2002 bis Januar 2015), „Serval“ in Mali (Januar 2013 bis August 2014), dann „Barkhane“ in der Sahel-Zone seit August 2014 oder auch „Sangaris“ in Zentralafrika (Dezember 2013 bis Oktober 2016). Diese Abzeichen haben als Gemeinsamkeit ein Wappen, das an den Namen der Mission erinnert, der häufig aus der Tierwelt stammt.

 

Diese Art von Abzeichen wird oft für den Generalstab der entsandten Truppe in einer Version aus Metall abgewandelt, wie zum Beispiel jenes der Operation „Boali“ in Zentralafrika (Oktober 2002 bis Ende 2013).

 

Die Regeln für die Herstellung der Abzeichen sind jedoch flexibel. Bei der Operation „Manta“ im Tschad (August 1983 bis Februar 1986) ließen die Soldaten ein allgemeines Abzeichen der Operation herstellen, nur in einer Version aus Metall. Eine große Mehrheit dieser Objekte, die das Symbol der Operation abbilden, das heißt einen Mantarochen, sind jedoch nicht anerkannt.

 

Die Abzeichen der Kommandoeinheiten

 

Diese Einheiten bilden eine andere Kategorie zur Unterstützung der entsandten Truppe. Sie leiten oft Maßnahmen zur Anerkennung ein, indem sie ihr Ersuchen auf ein Symbolsystem begründen, das mit dem Namen der Truppe verbunden ist. Für Ex-Jugoslawien gab es zahlreiche Abwandlungen, zum Beispiel bei der Division „Salamander“ wie auch der Operation „Trident“ im Kosovo (zwischen 1999 und 2014).

 

Die anderen Fälle

 

Andere Abzeichen von Einheiten, die sich auf die lokale Geographie beziehen, verweisen auf die Umgebung und den Ort der Operation: dies ist der Fall für das Logistikbataillon der Operation „Pamir“ (Dezember 2012 bis Dezember 2014), das auf das Gebirgsmassiv hinweist, das sich über Afghanistan erstreckt.

 

Diese Abzeichen, die nicht immer die Regeln der Heraldik oder Symbolik einhalten, stellen jedoch eine große Bedeutung für das Gedenken dar, indem sie an den Einsatz der Soldaten für Frankreich erinnern.

  • Abzeichen des französischen Expeditionskorps in Ägypten

  • Abzeichen der Operation Épervier

  • Abzeichen der Operation Licorne

  • Abzeichen der Operation Serval

  • Abzeichen der Operation Barkhane

  • Abzeichen der Operation Sangaris

  • Abzeichen der Operation Boali (Gewebe)

  • Abzeichen der Operation Boali (Metall)

  • Abzeichen der Operation Manta

  • Abzeichen der Operation Salamandre

  • Nationales Unterstützungsabzeichen Salamandre

  • Nationales Unterstützungsabzeichen Trident

  • Nationales Unterstützungsabzeichen Trident

  • 46/5000 Abzeichen des logistischen Bataillons der Operation Pamir

  • 46/5000 Abzeichen des logistischen Bataillons der Operation Pamir

  • 35/5000 Essayez avec cette orthographe : Insigne du 5e régiment d'infanterie Abzeichen des 5. Infanterieregiments BATESC BIHAC FORPRONU

  • Lufttrennzeichen (DETAIR) Sarajevo

  • Lufttrennzeichen (DETAIR) Douchanbé

  • Lufttrennzeichen (DETAIR) Kandahar

  • Abzeichen der Nationalen Gendarmerie in Afghanistan

  • Insignien des Dupleix-Kreuzers Operation Olifant

Besondere Abzeichen der einzelnen Streitkräfte

 

Alle Streitkräfte, die an den Auslandsoperationen teilgenommen haben, haben ebenfalls Abzeichen geschaffen. Der Wunsch, alle Bestandteile der Mission in die Symbolik des Abzeichen zu bringen, ermöglicht die Erkennung des Regiments, das Truppen für die Mission gestellt hat. So ermöglicht das folgende Abzeichen, den Standort der Einheit in Ex-Jugoslawien zu erkennen und die Herkunft der Truppen festzustellen, die vom 5. Infanterieregiment und der 2. Panzerdivision gestellt wurden.

 

Die Luftstreitkräfte haben eine gewisse Zahl von Abzeichen der Flugentsendung (DETAIR) anerkannt, sei es jenes von „Sarajewo“ in Bosnien (1992-2002), jenes von „Duschanbe“ in Tadschikistan (2001-2014) oder jenes von „Kandahar“ in Afghanistan (2007-2012). Diese DETAIR sollen insbesondere eine logistische Unterstützung für die in den verschiedenen Gebieten durchgeführten Luftoperationen sein.

 

Die nationale Gendarmerie übernimmt seit jeher die Amtsaufgaben für die Streitkräfte. Um zu vermeiden, dass es zu viele Abzeichen gibt, hat das Gendarmeriekommando (COMGEND) in Afghanistan 2010 ein einheitliches Abzeichen vom historischen Dienst der Verteidigung anerkennen lassen, das für alle Einheiten egal welcher Herkunft, Mission oder Art des Personaleinsatzes gilt. Dieser Wunsch der Vereinheitlichung äußert sich in der Verwendung der Inschrift „FORCES DE GENDARMERIE“ (Gendarmeriekräfte), die einzigartig im symbolischen Korpus der Institution ist. Dieses Metallabzeichen ist mit einem gestickten Abzeichen aufgedoppelt und wird auf den Kampfuniformen getragen.

 

Auch die Marinesoldaten ließen Abzeichen anfertigen, welche an die Auslandsoperationen erinnern sollen, insbesondere für den Kreuzer Dupleix bei der Operation „Olifant“ im Libanon seit 1981. Es lässt sich auch das Abzeichen der Seeüberwachung der Mission „Artimon/Daguet“ erwähnen, das weder anerkannt noch getragen wird, um die Traditionen der Marine zu respektieren.

 

Kommandant Éric Benard, Luc Binet & Gardist Sébastien Horner

Leiter der Abteilung für Verteidigungssymbolik, Büro Symbole Landstreitkräfte und Büro Symbole Gendarmerie