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Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont

Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. ©ONACVG

Das Beinhaus von Douaumont beherbergt die nicht identifizierten Überreste von 130.000 französischen und deutschen Soldaten aus der Schlacht um Verdun...

Die Einrichtung der nationalen Nekropole von Douaumont in der Meuse ist mit dem Beinhaus von Douaumont verbunden: Es hat hier während des Ersten Weltkriegs nie einen Frontfriedhof gegeben.

Geschichtliche Daten

Nach der Festlegung des Ortes wird ab 1923 von der Abteilung für Kriegsgräber und dem Pioniercorps aus Metz eine Geländeparzelle von mehreren Hektar geebnet, auf der bedeutende Arbeiten durchgeführt wurden, um dort zurückgelassenes Material sowie gefährliche Munition zu bergen. Auf dem so geebneten Gelände werden die Alleen und Gräber angelegt. Ab August 1925 werden die Leichen, die von verschiedenen kleinen Friedhöfen um Verdun stammen auf den rechten Teil umgebettet. Im November kommen dann die Körper vom Friedhof Fleury, der aufgegeben wird. Im Oktober 1926 erreichen die Toten des Friedhofs von Fontaine de Tavannes die Nekropole. In den folgenden Jahren bestattet man hier die Körper, die in der "Roten Zone" gefunden werden - bis zu 500 pro Jahr - davon über die Hälfte identifiziert. Auch die Toten des Friedhofs von Le Bois Contant wurden hierher umgebettet.

 

Die Nekropole wurde am 23. Juni 1929 in Anwesenheit des Präsidenten der Republik Gaston Doumergue eingeweiht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg werden 1949 hier auch die Leichen vom alten Friedhof La Batterie de l'Hôpital begraben.

 

Von 1960 bis 1965 tragen bedeutende Renovierungs- und Umbauarbeiten zur Verschönerung der Nekropole bei. 1984 befestigt der Minister für Kriegsveteranen eine Gedenktafel, die an die Begegnung zwischen dem französischen Präsidenten François Mitterrand und dem deutschen Kanzler Helmut Kohl erinnert, und 70 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs für die Versöhnung der beiden Länder steht. Ein Denkmal für die Muslime, die zwischen 1914 und 1918 "für Frankreich gefallen sind" wurde 1959 errichtet und 1987 restauriert. Von den 1781 muselmanischen Gräbern, die in Rechtecken oder Reihen auf sechzehn Friedhöfe verteilt sind, zählen die von Douaumont mit 592 Gräbern, die von Bras mit 254 Gräbern und die von Dugny mit 201 Gräbern zu den bedeutendsten Parzellen. Jedes Grab schmückt eine muselmanische Stele auf der in arabischer Sprache "hier ruht", gefolgt vom Namen des Toten gemeißelt ist.

 

Nach Beendigung der Kriegshandlungen erwies es sich als unmöglich, hunderttausenden von im Gebiet von Verdun gefundenen Knochenteilen einen Namen oder eine Nationalität zuzuweisen. Aus diesem Grund wurde in der Gemeinde Fleury ein gigantisches Denkmal errichtet, das in seinen 46 Beinkammern (eine für jeden Hauptsektor des Schlachtfelds von Avocourt bis Eparges) die Überreste von ungefähr 130.000 unbekannten französischen und deutschen Soldaten beherbergt. Sein Bau geht auf eine Initiative von Mgr Ginisty, dem Bischof von Verdun zurück, der zahlreiche Fonds aus Frankreich und dem Ausland als Spenden erhielt. Die Umsetzung des Projekts wurde offiziell am 9. April 192 durch ein Dekret des Präsidenten Alexandre Millerand betätigt. Der Grundstein des Gebäudes wurde am 22. August 1920 gelegt. Die Einweihung fand am 8. August 1932 in Anwesenheit des Präsidenten Albert Lebrun und einer großen Menge Kriegsveteranen, Pilger sowie Familien der Toten und Vermissten statt.

 

Das Werk der Architekten Azéma, Edrei und Hardy präsentiert sich in Form eines 137 Meter langen kirchenschiffartigen Gangs, an dessen Seiten sich die Gräber aus Granit in Alveolen über den Beinkammern aufreihen. Das Gebäude beherbergt auch eine katholische Kapelle und in der Mitte ragt der Glockenturm 46 Meter weit in den Himmel. Er trägt eine 2,3 Tonnen schwere Glocke, "Bourdon de la Victoire" genannt, die während der Zeremonien geläutet wird. In der Kappelle liegen der Abt Noël, ehemaliger Militärgeistlicher und erster Kaplan des Beinhauses und Mgr Ginisty, die 1944 bzw. 1946 verstarben. Ein Vorführraum mit 120 Plätzen zeigt den Film "Das Heldentum der Soldaten von Verdun".
 

 

Beinhaus von Douaumont

55 100 Douaumont

Tel.: +33.329.84.54.81

Fax: +33.329.86.56.54

E-Mail: infos@verdun-douaumont.com

 

Comité départemental du tourisme

Tel.: +.33.329.45.78.40

 

Service des Nécropoles Nationales de Verdun

3, rue du 19ème BCP 55100 Verdun

Tel.: +33.329.86.02.96

Fax: +33.329.86.33.06

E-Mail: diracmetz@wanadoo.fr

 

Öffnungszeiten

Die nationale Nekropole von Douaumont ist ganzjährig geöffnet.

Der Eintritt zum Beinhaus von Douaumont ist kostenlos - von September bis November:

9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 / 18.00 Uhr - Dezember: 14.00 bis 17.00

- Geschlossen vom 1. Februar bis zu den Schulferien im Februar

- März: 9.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.30 Uhr - April bis August: 9.00 bis 18.00 / 18.30 Uhr

  • Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. ©ONACVG

  • Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. ©ONACVG

  • Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. ©ONACVG

  • Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. ©ONACVG

  • Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. ©ONACVG

  • Die Kapelle

    Die Kapelle "Notre Dame de l'Europe" wurde nach dem Krieg auf dem Platz der ehemaligen Dorfkirche errichtet. © JP le Padellec

  • Nekropole von Douaumont

    Nekropole von Douaumont. © JP Le Padellec

  • Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont.

    Die nationale Nekropole und das Beinhaus von Douaumont. © JP Le Padellec