Fort Libéria

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Das Fort Libéria wurde im Jahre 1681 erbaut und bietet einen wunderschönen Blick über das Tal der Têt.

Eine befestigte Stadt in einem Talkessel Auf dem Weg zu den Gipfeln der Pyrenäen entstand durch Guillem-Ramon, den Grafen der Cerdagne Ende des 11. Jahrhunderts das kleine befestigte Städtchen Villefranche-de-Conflent am Zusammenfluss der Flüsse Têt und Corneilla.

  • Das Fort Libéria

    Das Fort Libéria. Quelle: Photo ECPAD

Quelle: MINDEF/SGA/DMPA

Ab dem 12. Jahrhundert verstärken acht Ecktürme die ersten Festungsanlagen der Stadt, die im 14. Jahrhundert aufgrund des Konflikts zwischen dem Königreich Mallorca und Aragon ein neues Verteidigungssystem erhalten. Villefranche-de-Conflent wird mit dem Vertrag zum Pyrenäenfrieden im Jahre 1659 endgültig mit dem Roussillon an das Königreich Frankreich angebunden. Die Stadt, die inmitten eines Talkessels liegt, hat von ihrer glanzvollen Vergangenheit als Hauptstadt des Conflent ein außergewöhnliches und monumentales Ensemble von Bauwerken aus rosafarbenem Marmor erhalten. Villefranche-de-Conflent versteckt hinter seinen Festungsmauern ein wunderschönes mittelalterliches Städtchen, das dem Besucher einen Gewölberundgang bietet, eine romanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert und nicht weniger als rund zwanzig Fassaden von herrschaftlichen Privathäusern, die unter historischem Denkmalschutz stehen. Die Ringmauer der Stadt ist noch intakt: Zu den Festungsmauern und mittelalterlichen Türmen kamen noch Bastionen hinzu, die gegen 1680 von Vauban errichtet wurden sowie neoklassizistische Tore. Die Stadt verliert Ende des 18. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung, vor allem wegen der Verlegung der Viguerie (Justizverwaltung) nach Prades im Jahre 1773.
Ein Fort direkt an der Bergflanke Im Rahmen seiner Mission, die Verteidigungsposten des Roussillon zu stärken, welches fortan die Südgrenze des Königreichs Frankreich bildete, reiste Vauban nach Villefranche-de-Conflent, um dort ein Fort errichten zu lassen, das das Gebiet vor Angreifern aus dem Vallespir oder der Cerdagne schützen sollte. Um eine Bombardierung der Stadt von den Bergen von Belloch zu verhindern lässt der Generalkommissar der Festungsanlagen Ludwigs XIV. im Jahre 1681 das Fort Libéria auf einem Vorberg errichten, der die Stadt mit seinen 160 Metern Höhe dominierte und so einen erstklassigen Blick über das Tal der Têt bot. Die Befestigungsanlage in länglicher Form, direkt an einer Bergflanke. setzt sich aus drei Festungen zusammen, die auf drei aufeinander folgenden Ebenen errichtet wurden und sich so an das starke Gefälle des Geländes anpassen. Ein Bergfried bildet den oberen Teil des Bauwerks, mit einem vorgelagerten Festungsgraben, der von einer Galerie mit Kontereskarpe zur Rückenverteidigung gesäumt wird und mit dem Korpus des Platzes über zwei Kaponnieren verbunden ist. Das Fort besitzt einen Rundgang, zahlreiche Schießscharten, Wachtürmchen (Wachposten mit Öffnungen), eine Zugbrücke und einen Ehrenhof mit einer Kapelle. Unter Ludwig XIV. wurden zwei Komplizinnen von La Voisin, der Giftmischerin am Hofe Versailles' in einen Kerker der Festung gesperrt, der fortan "Gefängnis der Damen" genannt wurde. Das Fort Libéria erfuhr Ende des 18. Jahrhunderts den Krieg am eigenen Leib und ergab sich am 3. August 1793 den spanischen Truppen, nach der Rückgabe von Villefranche-de-Conflent. Zwischen 1850 und 1856 entschließt sich Napoléon III., das Bauwerk zu verstärken und lässt dazu den unterirdischen Gang der so genannten "1000 Stufen" anlegen, der das Fort mit der Stadt Villefranche-de-Conflent verbindet: Diese gewölbte unterirdische Passage aus Stein mit Treppenstufen aus rosa Marmor kann noch heute betreten werden, sie enthält in Wirklichkeit aber nur 754 Stufen!
In der Umgebung Drei prähistorische Höhlen sind für Besucher in der Nähe des Städtchens Villefranche-de-Conflent geöffnet: die großen Canalettes, die ehemaligen Höhlen von Canalettes und die Cova Bastera (Préhisto-Grotte). Letztere wurde im Jahre 1707 von Vauban angelegt. Außerdem ist der Bahnhof von Villefranche-de-Conflent der Ausgangspunkt des berühmten kleinen gelben Zuges, der sich hoch durch die Pyrenäen schlängelt, bis zum Grenzstädtchen La-Tour-de-Carol.
Anreise 50 km von Perpignan, über die N 116. Fremdenverkehrsbüro Villefranche-de-Conflent Place de l'Église 66500 Villefranche-de-Conflent Tel. +33 (0)4 68 96 22 96 Fax +33 (0)4 68 96 23 23 & +33 (0)4 68 96 23 93 E-Mail: villefranchedeconflent@voila.fr

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