Gedächtnis der Harki

sowie weiterer Formationen, die Frankreich Unterstützung boten

Anbringen der Gedenktafeln zum Gedächtnis der Harki

 

 

Unterstützende Gruppen, die auf der Seite der französischen Armee im Algerienkrieg gekämpft haben und die unter dem Namen Harki allgemein bekannt sind, mussten lange mit dem Gefühl leben, dass ihr Anteil an der nationalen Geschichte nicht entsprechend gewürdigt wurde.

 
Auf Initiative von ehemaligen Repatriierten sowie Abgeordneten und Senatoren wurde per Gesetz vom 11. Juni 1994 die offizielle Anerkennung dieser unterstützenden Gruppen beschlossen.
 
Ein Regierungsentscheid im Jahr 2001 folgte diesem Aufruf in Folge einer Versammlung des Hohen Rats für das Gedächtnis der Kämpfer und in Erfüllung des Wunsches des Präsidenten der Republik, und ehrt diese ehemaligen Kämpfer mit einem nationalen Gedenktag am 25. September 2001.
 
Für die Umsetzung dieser Entscheidung wird ein Ausschuss aus qualifizierten Personen, Vertretern der ehemaligen Harki und Vertreter des Verteidigungsministeriums gegründet. Unter dem Vorsitz des Staatssekretärs für die Verteidigung treffen sich die ehemaligen Kämpfer mehrfach. Sie beschließen die Anbringung von Gedenktafeln an symbolträchtigen Orten, die am 25. September stattfinden soll.

 

Diese Orte wurden gemäß drei Kriterien ausgewählt:

 

  • Direkter Zusammenhang mit dem Gedächtnis der unterstützenden Kampftruppen: Standort eines ehemaligen Arbeitslagers oder eines Waldweilers (z. B.: Mouans-Sartoux, im Departement Alpes-Maritimes) oder ein speziell den Harki gewidmetes Monument (z. B.: Gedenkstätte in Valence, im Departement Drôme);

 

  • Ort, der allgemein mit Algerien in Verbindung steht: Vorhandensein einer Gedenkstätte für die in Algerien Gefallenen, die in einer französischen Gemeinde neu aufgerichtet wurde (z. B.: Gedenkstätte Philippeville in Toulouse), zum Gedenken der Harki.

 

  • Hohe Bedeutung (mehr als 4.000 Menschen) für ein Departement, mit einem hohen Bevölkerungsanteil an Familien ehemaliger unterstützender Kämpfer (z. B.: Lille).

 

 
Zudem sollte die Ehrung einen nationalen Charakter haben, weshalb das so genannte Invalidenheim in Paris ausgewählt wurde, weil es auf besondere Weise eine Verbindung zwischen der Armee und der Nation symbolisiert.
 
Der auf der Tafel eingravierte Text wurde gemeinsam von der Verwaltung und der Arbeitsgruppe verfasst. Es handelt sich dabei um Artikel 1 des Gesetzes vom 11. Juni 1994, der als Zeugnis für die Anerkennung der Republik Frankreichs gilt:
 
Die Republik Frankreichs
 
ehrt und anerkennt
 
die zurückgekehrten ehemaligen Mitglieder
 
der unterstützenden Truppen sowie der Assimilierten
 
oder Opfer der Gefangenschaft in Algerien
 
und dankt ihnen für die Opfer, die sie gebracht haben.

 

(Gesetz vom 11. Juni 1994, Artikel 1)

 

 
2002 beschließt der Hohe Rat für das Gedächtnis der ehemaligen Kämpfer die ehemaligen Unterstützer erneut zu ehren und beantragt die Aufnahme dieses Datums als offiziellen Gedenktag.

 

Im Amtsblatt vom 2. April 2003 wird der am 31. März 2003 gefasste Beschluss veröffentlicht, indem der 25. September als nationaler Gedenktag zu Ehren der Harki und weiteren Mitgliedern unterstützender Gruppierungen fixiert wird.

     

     

    

   

Quellen: MINDEF/SGA/DMPA/ONACVG