La bataille de Champigny

Die Republik greift zu den Waffen 4. September 1870. Nur zwei Monate Krieg waren den Preußen und ihren deutschen Verbündeten nötig, um Napoleon III zu zwingen vor Sedan zu kapitulieren. Doch die Republikaner lehnen diese Niederlage ab, verkünden die dritte Republik und bilden die Regierung der nationalen Verteidigung, welche die Bevölkerung aufruft zu den Waffen zu greifen und zu kämpfen. Ziel dieser Aktion: den Enthusiasmus von 1792 wiederzufinden, um die Koalition der deutschen Staaten zurückzuwerfen. Der Kampf geht weiter. Zu desorganisiert, gelingt es der französischen Armee (die sich aus der mobilen Nationalgarde und der Artillerie zusammensetzt) nicht, das Vorrücken der deutschen Heere zu blocken. Am 19. September ist Paris vollständig belagert. In der Hauptstadt müssen mehr als zwei Millionen Menschen, darunter etwa 500 000 Soldaten ernährt werden. Die in Tours geflüchtete Regierung, erteilt dem General Trochu den Auftrag, sich um die Pariser Verteidigung zu kümmern. Trochu vertraut General Ducrot das Kommando der Artillerie an. Ducrot bekommt den Auftrag einen Plan aufzurichten, der die deutsche Umzingelung brechen soll. Der Tag der Offensive wird auf den 28. November festgelegt. Der Durchbruch soll im Südosten von Paris stattfinden. Dieser Durchbruch soll den Pariser Truppen erlauben, Fantainbleau zu erreichen, wo bald die neuen Truppen der Loire antreffen werden.
  • Die Sammlung der Todesopfer während der Waffenruhe.
  • Champigny und Umgebung nach der Schlacht.
  • Einweihung des Monuments von Champigny.
  • Die Artillerie in Bewegung Schlacht von Champigny


Am 28. November sind die Truppen bereit. Die Marne soll von Joinville durchdrungen werden und das Zusammentreffen mit dem Feind soll in Champigny, Bry und Villiers stattfinden. Eine erste Brücke wird errichtet, doch ein unerwartetes Hochwasser von der Marne zerstört sie sogleich. General Ducrot beschließt die Offensive zu verschieben. Doch der feindliche Generalstab ist nicht naiv. Sehr taktisch auf den Hängen von Chennevières und Champigny platziert, konnte er bereits von hier aus die verschiedenen Bewegungen in Richtung Joinville beobachten. Auch der Versuch den Fluss zu überqueren der die beiden Gegner trennt, wurde vom Feind beobachtet. Eine sächsische Division bekommt den sofortigen Befehl die württembergische Armee, die Champigny und die Umgebung besetzt, zu stärken. In Thiais, Hay und Choisy-le-Roi, sind die beauftragten Generäle nicht von der Verschiebung der Offensive informiert. Sie erleiden daher einen klaren Verlust, da sie sich regelrecht auf den feindlichen Positionen stürzen.

Der 30. November



Am 30. November gelingt es schließlich den französischen Truppen die Marne in Joinvill, Nogent und Bry zu erreichen. Das Wetter ist kalt, die Luft frisch aber es scheint die Sonne. Etwa 60 000 Männer beteiligen sich am Angriff der feindlichen Positionen. Die Hingabe der Offiziere ist beispielhaft. Die Artillerievorbereitung erweist sich als sehr wirksam. Die Männer rücken während des ganzen Morgens voran und bemächtigen sich der Hochfläche von Avron und den Dörfer von Champigny und Bry. Der Rückzug der Sachsen und Württemberger findet auf friedlicher, ordentlicher Weise statt. Sie finden eine sichere Position hinter den dicken befestigten Mauern der Parks von Villier und Coeuilly, gegen welche die Franzosen während des Sturmangriffs prallen. Zur selben Zeit in Créteil, sind die französischen Truppen gezwungen die Hänge von Montmesly, die erst am Morgen belagert wurden, zu evakuieren: die Württemberger, die von den Preußen und Sachsen gestärkt sind, stoßen die Soldaten ("Mobliles") von Ain und Vendée zurück. Deren Chef, General Ladreit de La Charrière wird tödlich verletzt. Kurz vor seinem Tode sagt er: "Solange wir eine Armee haben die fähig ist zu sterben, ist Frankreich gerettet". Die Ergebnisse dieses ersten Kampftages sind gemäßigt. Darüber hinaus ist es den französischen Truppen nicht gelungen, die Hänge der Marne zu besetzen, welche die wesentliche Verteidigungslinie des Feindes darstellen. Zur selben Zeit in Paris glauben die Stadtbewohner an einen Sieg. Ein Gefühl von Optimismus unter der Bevölkerung ist in der Luft und alle denken, dass der nächste Tag ein Triumph der französischen Truppen darstellen wird. Vor Ort aber, ist die geistliche Verfassung weniger gut. Die Männer sind erschöpft. Viele unter ihnen haben ihre Kameraden sterben sehen. Die Häuser, in denen sie schlafen, sind schäbige Ruinen, und während der Nacht, beginnt der Schnee plötzlich zu fallen.

Tag des 1. Dezembers



Die zwei Generalstäbe schließen einen stillschweigenden, eintägigen Waffenstillstand ab. Die Männer nutzen diese Zeit aus, um den verletzten Kameraden auf dem Schlachtfeld Hilfe zu leisten, die umgekommenen Soldaten zu begraben und ihre Positionen zu stärken. Die Preußen ihrerseits nutzen die Gelegenheit aus, um mehr als 100 000 Männer zur Stärkung anreisen zu lassen.

Der Tag des 2. Dezembers



Während der Nacht sinkt das Thermometer auf -10°C. Am Morgengrauen sind die Truppen starr vor Kälte. Der Feind beschließt diese schwierigen Umstände auszunutzen, um anzugreifen : die Sachsen in Bry und die Württemberger in Champigny. Zunächst rücken die französischen Truppen zurück, doch dann, dank frischer, ausgeruhter Truppen, gelingt es ihnen ihre Positionen wieder anzunehmen. Um vier Uhr Nachmittags ist die Lage im Status quo : jedes Heer hat die Positionen vom Vorabend angenommen. Noch am selben Abend, sind die Pariser davon überzeugt, dass den Truppen der Durchbruch gelungen ist. Dies ist eine schlimme Enttäuschung! Die französischen Truppen sind von 2 Tagen hartnäckigen Kämpfen erschöpft. Darüber hinaus sind sie von den Warnungen der sächsischen Gefangenen demotiviert. Sie behaupten nämlich, dass 150 000 Preußen im Wald von Coeuilly auf sie warten. Dem französischen Generalstab ist bewusst, dass die Truppen nicht noch eine Nacht in dieser verwüsteten, eiskalten Landschaft verbringen können. Ferner noch, wurden den Soldaten ihre Decken weggenommen, um deren Vorrücken zu erleichtern und zu beschleunigen ! Der Rückzug findet in der Nacht statt. Die Soldaten werden in Richtung des Forts von Nogent gelenkt. Im Morgengrauen bei -14°C findet der Rückzug der gesamten Truppen satt. General Ducrot trifft diese Entscheidung alleine, ohne sie General Trochu mitzuteilen, da er weiß, dass er damit nicht einverstanden wäre. Die Anstrengungen der Soldaten dieser jungen Republik blieben dennoch vergeblich.

Die Verluste dieser dreitägigen Schlacht, werden auf etwa 6000 Männer geschätzt, darunter 400 Offiziere. Die Verluste der Preußen, Sachsen und Württemberger sind noch höher. Für diesen Misserfolg ist vor allem das französische Kommando verantwortlich. Die im Konflikt verpflichteten Soldaten waren ungenügend und viele Truppen wurden einfach nicht eingesetzt. Die Motivation der Frontsoldaten reichte nicht aus, um die Offensive zu erringen. Sowohl die Regierung als auch General Trochu und sein Generalstab, aber auch de ganze Pariser Bevölkerung, alle hofften, dass diese Schlacht Paris befreie. Ab diesem Zeitpunkt, ist die Kapitulation unausweichlich. Die Hauptstadt ergibt sich am 28. Januar. Am 10. Mai 1871 wird der Vertrag von Frankfurt unterzeichnet, der diesen Konflikt beendet. Frankreich muss den Elsass und einen Teil Lothringens aufgeben und 5 Milliarden Entschädigungsgelder an das deutschen Imperium zahlen.

Tag des 3. Dezembers



In Champigny-la-Bataille gehaltene Rede "Patrioten, wir haben das Wiedererscheinen eines aus Empörung und Stolz strahlendes, edlen und großmütigen Frankreichs erlebt. Dieses Frankreichs, das einst so viel Blut vergossen hatte, um die benachbarten Länder zu befreien. Nun ist der Tag gekommen an dem Frankreich sich erneut bereit erklärt Blut zu vergießen, dieses Mal aber, um sich selber zu befreien und seine Ehre, sein Belangen und seine Stelle unter den Völkern zurückzugewinnen. In der Tat wird es darum gehen all diese Werte im zukünftigen Konflikt zu verteidigen. Dies ist ein unvermeidlicher Konflikt und zur Enttäuschung aller pazifistischen Bemühungen, dieser schüchternen Verwanden unverschämter Antimilitaristen, ein nahe bevorstehender Konflikt." Paul Déroulède
Quelle MINDEF/SGA/DMPA ONAC Die Schlacht von Champingny