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La Malmaison

Deutscher Soldatenfriedhof von La Malmaison

Das Schlachtfeld im Gebiet von La Malmaison befindet sich im Nordosten von Soissons, zwischen den Flüssen Aisne und Ailette, im westliche Teil des "Chemin des Dames".

Deutscher Soldatenfriedhof 1944 Auf dem deutschen Soldatenfriedhof von La Malmaison im westlichen Teil des "Chemin des Dames" sind deutsche Soldaten beerdigt, die im Zweiten Weltkrieg und insbesondere 1944 bei der Offensive der Alliierten in der Ardennenschlacht und speziell beim Durchbruch bei Avranche gefallen sind. Nach dem deutsch-französischen Vertrag von 1954 wurde die vorläufigen Ruhestätte zu einem endgültigen deutschen Soldatenfriedhof. 11.841 Soldaten ruhen auf diesem am 21. August 1965 eingeweihten Friedhof. Die ersten Gefallenen wurden bereits 1941 in Sonderzügen aus dem Hügelgebiet an der Aisne (Offensive von 1940) hierher gebracht. Im Sommer 1960 wurde in den sechs an das Fort La Malmaison angrenzenden Departements von den französischen Behörden und dem deutschen Volksbund ein großes Projekt zur Zusammenlegung der Kriegsgräber durchgeführt. Mit dieser Maßnahme wurden 6.800 Soldaten der Wehrmacht in den deutschen Soldatenfriedhof von La Malmaison umgelegt. Das Schlachtfeld im Gebiet von de La Malmaison befindet sich ca. 15 km nordöstlich von Soissons, zwischen den Flüssen Aisne und Ailette, im westlichen Teil des "Chemin des Dames". Der Standort wurde im 19. Jh. vom Séré de Rivières als strategisch wichtiger Punkt in der Verteidigungslinie um die Stadt Laon herum integriert. Obwohl das Fort La Malmaison mit der Weiterentwicklung der Waffen (immer schwerere Geschosse) nur noch wenig Nutzen hatte und bei Kriegsbeginn nicht mehr besetzt war, wurde es von der deutschen Armee in deren Befestigungsanlagen im gebiet des "Chemin des Dames" einbezogen.

Geschichtliche Daten

Auf französischer Seite entstand durch die hohen Verluste in der unter dem Befehl von General Nivelle durchgeführten Offensive ein Klima der Niedergeschlagenheit und sogar der Meuterei unter den Soldaten. Die Generäle Nivelle und Mangin wurden ihrer Funktion enthoben, General Pétain ersetzte Nivelle, gewann das Vertrauen der Truppen zurück und bereitete sehr umsichtig eine Offensive für den Herbst 1917 vor, die auf den Sektor von La Malmaison begrenzt war. Der Angriff vom 23. bis 26. Oktober 1917 war ein Erfolg. Die Armee gewann ihr Selbstvertrauen und ihr Vertrauen in die militärische Hierarchie zurück, während die kaiserlichen Truppen in die Region nördlich des "Chemin des Dames" in das Tal der Ailette zurückzogen. Die 38. Infanteriedivision von Afrika unter General Salin und 6 Divisionen mit je 38 Panzern vom Typ Schneider und 30 Panzern vom Typ Saint-Chamond mit der "Arme spéciale" (A.S.) Nr. 8, 10, 11, 12, 31 und 33, unterstützt durch 1.850 Artilleriegeschützen, mit denen das Gebiet in den sechs vorhergehenden Tagen vorbereitet wurde, eroberten am 23. Oktober 1917 um 5.15 Uhr das Gebiet von Vauxaillon bis Filain.
Die A.S. 12 überwandt die Schützengräben des "Casse-tête" und von Leibnitz, nahm den Schützengraben "La Carabine" ein, wonach der Vorstoß jedoch wegen dem tiefen Schlamm beendet werden musste. Die Infanterie umzingelte die Steinbrüche von Bohery und diese wurden von den Soldaten des kolonialen Infanterieregiments von Marokko ("Régiment d'Infanterie Coloniale du Maroc" R.I.C.M.) unter Oberst Bailleul um 15.00 eingenommen. Am nächsten Tag um 6.00 Uhr nahmen die 4. Zouaves unter Major Giraud das Fort La Malmaison ein. Die Panzer der A.S. 31 und das 75. Infanterieregiment eroberten die Schluchten von Fruty, während die A.S. 11 die Schlucht von Vaudesson in Besitz nahm und das 17. Feldjägerbataillon (B.C.P.), von der 4. Batterie unterstützt den Schützengraben "Les Oubliettes" einnahm und damit die Hochebene von Chavignon erreichte. Am 25. Oktober eroberte das 14. Armeecorps mit der Unterstützung durch die Panzer Saint-Chamond der A.S. 10 das Dorf Pinon, während die Gebirgsjäger in Pargny einzogen und das 1. B.C.P. Chavignon und Les Bruyères eroberte. Damit gelangte die französische Armee ans Ufer der Ailette. Bilanz : 8.000 Gefallene, ca. 30.000 Verwundete, 11.500 Gefangene auf deutscher Seite, 14.000 Gefallene und Verletzte auf französischer Seite. Eroberung von 200 Kanonen, 222 Minenwerfern und 720 Maschinengewehren der deutschen Armee. Das Zouave-Denkmal erinnert an das heldenhafte Verhalten des 4. Zouave-Bataillons des R.I.C.M., der 4. und 3. Zouave-Schützenbataillons
Die Algerier der 38. Infanteriedivision, unterstützt durch das 32. "Régiment d'Artillerie de Campagne" (R.A.C.) unter dem Befehl des Majors (und späteren Generals) Giraud eroberten das Fort La Malmaison am 23. Oktober 1917, wobei sie 600 Gefangene machten und 17 deutsche Kanonen eroberten. Das Denkmal des kolonialen Infanterieregiments von Marokko ("Régiment d'Infanterie Coloniale du Maroc" (R.I.C.M.) unter Oberst Bailleul erinnert an den Mut und die Zähigkeit dieser Soldaten im Sektor der Steinbrüche von Bohery.
Deutscher Soldatenfriedhof 1944 Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Bundesgeschäftsstelle Werner-Hilpert-Straße 2 D-34112 Kassel Tel. 0180 / 570 09-99 (0,12 €/min) Fax 05 61 / 70 09-221 E-Mail: info@volksbund.de
  • Denkmal des RICM

    Denkmal des RICM. Quelle: SGA/DMPA - JP le Padellec

  • Zouave-Denkmal

    Zouave-Denkmal. Quelle: SGA/DMPA - JP le Padellec

  • Deutscher Soldatenfriedhof von La Malmaison

    Deutscher Soldatenfriedhof von La Malmaison.
    Quelle: SGA/DMPA - JP le Padellec