Von der Küste in die Stadtzentren

Von den Stränden der Normandie bis zu den bombardierten, besetzten, befreiten Städten, von den Internierungslagern bis zu den Märtyrerdörfern, werden die aus dem Zweiten Weltkrieg geerbten Landschaften heute von der Zivilgesellschaft und den Behörden in Beschlag genommen, um die Orte zu Zeugen einer Geschichte zu machen, die mehr als 70 Jahre alt ist.

 

Auf der Suche nach Spuren, die der Zweite Weltkrieg in Frankreich hinterlassen hat, und wir begnügen uns hier in Kontinentalfrankreich damit, schweift der Blick zuerst an dessen Ränder und äußerste Grenzen. Die 3.427 km lange Küste. Anders als 1914-1918, wo sich der Sieg an den Landgrenzen abgespielt hat, von den Vogesen bis Lille, die eingenommen und abgetreten wurden, um in der Vorwärtsbewegung der bewaffneten Kräfte gegeneinander immer wieder zurückerobert zu werden, haben sich ab 1940 die Einsätze nach außen verlagert. Die erste Landschaft, an die man denkt, wirkt wie die Maschenstickerei, die nunmehr von Bunkern entlang der Strände unterbrochen wird, die sich von Zuydcoote oberhalb von Dünkirchen bis in den Südwesten und von Perpignan nach Ventimiglia erstrecken. Diese manchmal nur wenige hundert Meter auseinander und auf der Lauer liegenden Betonquader, die auch Blockhaus genannt werden, sollten eine feindliche Invasion stoppen, die - zumindest an der Westseite Europas - nur vom Meer her kommen konnte. Ebenso wie die Maginot-Linie, die den Divisionen der Wehrmacht zu Beginn des Krieges egal war, hat der Atlantikwall die Landung am 6. Juni 1944 auch nicht aufgehalten.

 

DIE KÜSTE, EIN PILGERORT

 

Die Küstenmauern werden nunmehr, zumindest an den wichtigsten oder heldenhaftesten Stellen, von fest mit dem Boden verbundenen Denkmälern verstärkt, während die Bunker, im Gegensatz zu diesen Wachposten der Erinnerung, dass nichts abgewendet werden sollte, den Bewegungen des Sandes unterliegen, der sie schließlich überwinden wird. Denn oft stellt man fest, dass sich diese modernen und archaischen Bergfriede auf einmal im Schneckentempo an den Stränden zum Meer hin verschieben, um dort, etwas beschämt, nicht nur ihren unbesiegbaren Anschein, sondern auch ihre absolute Nutzlosigkeit zu vergraben. Sie sind darauf reduziert, nur noch Kletterobjekte oder gelegentliche Ziele von kommandoartigen Graffitisprayern zu sein. Ein Detail überrascht. Wie einfach sich diese so wenig natürlichen Massen - einige haben Mauern von mehreren Metern Dicke - an die Natur anpassen, ebenso wie die Natur sie im Gegenzug in ihre Landschaft aufnimmt.

 

Aber vielleicht verleiht das, wie die fahrenden Eis- und Gebäckhütten oder jene der Fischer auf Pfählen, der Landschaft am Meeresrand, die einen Großteil Frankreichs begrenzt, ihre einzigartige Qualität. Reiht sich der deutsche Bunker paradoxerweise in diese zweite Natur ein, welche die Originalität der französischen Strände bildet? Wir haben noch nichts über das Leben gesagt, das diese Fassaden erfüllt. Neben den Urlaubern, die sich sonnen, verzeichnet die Küste seine Partie Touristen, deren Zustrom bei schönem Wetter steigt, mit dem Objektiv in der Hand beim Ansturm auf diese historischen Orte. Sie überqueren die riesigen Friedhöfe und lesen die Hinweisschilder eines Ortes, um gleich zum nächsten zu eilen, bis zur Erschöpfung (oder zum Sonnenstich). So wurde die durch das Gedenken befriedete Landschaft des Krieges auf dieser Seite Frankreichs zu einem Pilgerort - sie war es bereits zu Lande an den Frontlinien des Ersten Weltkriegs. Auch wenn der Krieg in seiner Zeit die Natur durch Zerstörung formt, wie im Krieg 14-18, oder durch ihre Umgestaltung zwischen 1940 und 1944, lässt sich die Landschaft nicht entwaffnen und erringt durch Verschleiß einen Sieg, welcher der Natur, ohne ihre Verstärkung, nicht gelungen wäre. Insgesamt bringt der Krieg die künftige grundlegende Wandlung der Landschaft mit sich, dort, wo er strategisch Stellung bezogen hat.

 

STÄDTE ALS PALIMPSESTE

 

Die Tour ist trotz ihres Umfangs nur ein Anfang. Es genügt, etwas weiter in das Landesinnere vorzudringen, um eine ganz andere Seite der Ausprägung zu entdecken, dieses Mal im Negativbild, das der Krieg auf dem Land hinterlassen hat. Le Havre, Caen oder Royan, um nur einige von Dutzenden zu nennen, sind die Palimpsest-Städte, die kein Zeichen der Katastrophe mehr ausstrahlen, die sie erlitten haben. Sie zählten ab Juni 1944 zu den Zielen der Bombardierungen durch die alliierten Streitkräfte, während heute auf den Kratern, die den Boden durchlöcherten, zu Tausenden lange Fassaden im Stil der Fünfzigerjahre errichtet wurden, die sich parallel oder im rechten Winkel aneinander reihen. Im Gegensatz zu Berlin behielt kein Gebäude die Narbe, nicht wie der Rest des halb eingestürzten Kirchenturms der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im westlichen Zentrum der deutschen Hauptstadt.


Amerikanischer Friedhof von Colleville-sur-Mer. © J-L. Faurie/Roquecave

 

Das vom Zweiten Weltkrieg hinterlassene Stadtbild ergibt somit ein Mehr an „Neuem“. Die von Haussmann inspirierten Viertel haben vernichtete Gebäude ersetzt, Durchbrüche sind dort entstanden, wo sich früher kompakte Komplexe befanden; überall hat eine gleichförmige, rationalere Architektur, oft durch die Dringlichkeit des Wiederaufbaus, die organische Unordnung des Stadtgefüges ersetzt und damit den natürlichen Stoffwechsel der Städte verändert: den Rhythmus des Alterns und des Wachstums, das Gleichgewicht von Alt und Neu. Die architektonischen Anachronismen haben nicht nur das physische Stadtbild gekennzeichnet, sondern auch die Maßstäbe, das Licht und den Verkehr der Menschenströme verändert. Sie haben nicht nur die Wege am Boden reformiert, sondern auch den Himmel. Das „körperliche Schema“ der Städte hat sich mit dem zerstörerischen Durchzug des Krieges radikal erneuert, und zwar so stark, dass seine Gegenwart nicht mehr nachweisbar ist. Seine Fluchtlinien haben sich verändert und mit ihnen die Bahnen und Blicke. Ehemalige Zentren haben mit dem Verschwinden ihrer Umgebung trotz gelegentlicher Bemühungen zur Wiedererschaffung einer „natürlichen“ Umgebung um Kirchen und stehen gebliebene Gebäude ihr Ansehen verloren. Jene, die sich zwischen offenen Flächen oder anonymen Bauten erheben, scheinen ihre Einsamkeit, ihr Herausgerissensein zu murmeln und manchmal in einer Sprache hinauszuschreien, die von den neuen Gebäudegenerationen nicht verstanden wird. Der Passant wird so unwissentlich zum Übersetzer dieser vielen Sprachen, über die sich diese Kriegslandschaft im Alltag als vertrauter Rahmen und unbemerkt von den banalen Gepflogenheiten ausgebreitet hat.


Luftaufnahme von Caen (Calvados) nach der Bombardierung und der Schlacht der Normandie, 1944. © Roger-Viollet

 

Diese Landschaften ziehen vorübergehende Grenzen, die uns endgültig von den Bildern trennen, die uns die Literatur oder Malerei der Vergangenheit hinterlassen hat, zum Beispiel die Normandie von Proust, die „geretteten“ Kirchen von Caen (Pastiches et mélanges), die seit den alliierten Bombardierungen mit ihren Transplantationen und Prothesen leben, Saint-Étienne-le-vieux mit seinem zerstörten Kirchenschiff oder auch die Kirche Saint-Pierre, die ihren Glockenturm verloren hat, der 1957 wiederaufgebaut wurde. Hie und da findet man eine „archäologische“ Sorge, die sich durch neue Bauten ausdrückt, um eine Geisterlandschaft hinter einem neuen Gebäude auftauchen zu lassen, wie die Synagoge am Quai Kléber in Straßburg, die durch die Synagoge des Friedens an einem anderen Ort ersetzt wurde und deren Stelle durch eine Markierung am Boden und den Namen der Straßenbahnstation gekennzeichnet ist. Paradoxerweise verschwindet mit der Zerstörung dieser Synagoge, die 1898 errichtet worden war, neben einer wichtigen Schicht des jüdischen Lebens, auch eine der Spuren der Anwesenheit der Deutschen, die nach 1870 hier waren. Man könnte noch weitere Beispiele nennen, in denen die Beseitigung der Vergangenheit das multikulturelle Erbe bestimmter Orte vergessen lässt, das manchmal auf noch frühere Gewalt zurückgeht. Nunmehr geht es darum, aus vereinzelten, versteckten Zeichen zu lesen. Allgemein bestehen die Fragmente der Kriegslandschaften heute nur mehr aus hinzugefügten, konstruierten Zeichen, deren Auslegung von der Aufmerksamkeit des Passanten abhängt.


Luftaufnahme von Caen (Calvados) heute. © A. Poirier/Ville de Caen

 

„LAGER IN PARIS“

 

Oft ist die Kriegslandschaft mit dem städtischen Palimpsest verbunden, wo nichts das Bild stört und, nachdem die Male der Gewalt verschwunden sind, keine sichtbare Spur einem uninformierten Beobachter die Geschichte enthüllt. Wenn man den Zug an der Gare d’Austerlitz nimmt (wo 2010 von den Söhnen und Töchtern der deportierten Juden in Frankreich eine Tafel angebracht wurde, auf der die Deportationen von 1941 und 1942 erwähnt werden) oder ein Gläschen auf der Terrasse des Lutetia trinkt, kommt in den Gedanken der Bürger nicht notwendigerweise die geistige Landschaft des Zweiten Weltkriegs auf. Der Zweck einiger dieser Orte während des Krieges ist bekannt (selbst wenn man beim Lutetia eher an die Rückkehr der Deportierten als an die Abwehr denkt, die dort während der Besatzung ihren Sitz hatte) oder wird auf Tafeln beschrieben - wie das Maison des Sciences de l’Homme, das an Stelle des ehemaligen Gefängnisses Cherche-Midi errichtet wurde, wo Widerstandskämpfer gefangen und gefoltert wurden und wo Dreyfus 1894 verurteilt worden war. Oder auch die Rue de la Boétie 21, wo sich das Institut für das Studium der Judenfragen befand. Andere bleiben „unerschütterliche“ Orte, wie die vielen Stadthäuser des 16. Arrondissements, die jeweils die französische Gestapo (Boulevard Lannes 52, Rue de la Pompe 180, Avenue Henri-Martin 101-105 oder Rue Lauriston 93), das Hauptquartier der Marine (Boulevard Suchet 2 bis 10), den Sitz der Reserveabordnung der Waffen-SS (Avenue du Recteur-Poincaré 24), die Reichssicherheit oder die Sipo-SD (Avenue Foch 31, 58-60 und 72) beherbergten. In den letzten Jahrzehnten erhielten einige von ihnen neue Konturen im Gedächtnis, wenn eine Tafel einlädt, hier einen Halt abseits des gewohnten Weges zu machen. Oft sind es Einzelpersonen, Schriftsteller, Künstler und Forscher, die sie aus ihrem lethargischen Schlaf geholt haben, zum Beispiel Anne Sinclair mit ihrem 21 rue de la Boétie, Sarah Gensburger und Jean-Marc Dreyfus mit Des camps dans Paris, ganz zu schweigen vom Dora Bruder von Patrick Modiano: etwa zwei Jahrzehnte nach dem Erscheinen des Buches erhält eine Pariser Straße den Namen seiner Heldin, von der nach der Eröffnungsfeier keine Spur bleibt.


Denkmal der Deportation, ehemaliges Konzentrationslager Natzweiler-Struthof, August 2009. © T. Ruffer/Ullstein Bild/Roger-Viollet

 

Jeder Krieg, vor allem wenn er eine Besatzung beinhaltet, bringt sein Maß an Schrecken, die nicht mehr jener der Schlachtfelder ist, den die Ehre wieder in Beschlag nehmen kann. Er trifft die hilflose Bevölkerung, die manchmal sich selbst ausgeliefert ist, und, wie im vorliegenden Fall, in Rassenkategorien unterteilt wird: gebürtige Franzosen, ausländische Juden, Juden mit französischer Staatsangehörigkeit, Zigeuner, spanische Flüchtlinge, Deutsche, Italiener... So bleiben in der Leere der ländlichen Gelassenheit, die Frankreich außerhalb der Ballungsräume überzieht, „grüne Orte, in denen ein Bächlein plätschert“, einige rote Markierungen, die in der nationalen Kulisse aufgestellt wurden. Einige wurden sehr schnell ins Kulturerbe aufgenommen und erhielten einen beispielgebenden Wert, während andere einige Jahrzehnte brauchten, bis es soweit war.

 

ORTE DES TODES

 

Am Ende des Krieges wurde beschlossen, dass das Märtyrerdorf Oradour-sur-Glane seinen Ruinenzustand nach dem Massaker der SS, in dem 642 Bewohner ums Leben kamen, behalten solle. Wie in vielen Dörfern in Italien oder Griechenland wurde beim Rückzug der Truppen oder deren Verlagerung zu neuen Fronten Übergriffe begangen - unter dem Vorwand, die Bevölkerung in Furcht und Schrecken zu versetzen, die verdächtigt wurde, den Widerstandskämpfern zu helfen. Die Besucher gehen also zwischen den eingestürzten Häusern und den rostigen Relikten der Gebrauchsgegenstände herum (am bekanntesten ist sicherlich das Wrack eines Autos), zwischen Steinhaufen, welche die Angaben der Lebensräume vor dem 10. Juni 1944 tragen und Gedenktafeln, die an der Stelle angebracht wurden, wo die Opfer jeden Alters in Gruppen erschossen oder verbrannt wurden. Ein Gefühl des Gedenkanachronismus geht von dem Ort aus, wo nebeneinander die unangetastet gebliebenen Spuren und die kürzlich aufgestellten, aber antik aussehenden Schilder existieren. Dasselbe gilt für die Korten-Platten (industriell oxidiertes Stahl mit hoher Widerstandskraft, der im Bau verwendet wird) des neuen Denkmals, dessen gleichzeitig hypermodernes und rostiges Aussehen durch einen seltsamen Effekt der Nähe auf den damaligen Schrott hindeutet, der heute völlig zerfressen ist und den man entdeckt, wenn man durch die Umzäunung des abgesicherten Dorfes geht.

 

Auch wenn die Dauerausstellung des an das Denkmal angrenzenden Dokumentationszentrums durch eine schnelle Analogie an den Schrecken erinnert, der an der Ostfront von den Einsatzgruppen und durch solche in Frankreich begangene Verbrechen verbreitet wurde (insbesondere in Tulle, wenige Tage vor Oradour), so kann man auch eine Verbindungslinie zwischen dem ziehen, was im Herzen des Limousin stattfand, und der anderen Rhôneseite, Vassieux-en-Vercors oder Izieu.


Ehemaliges Lager Rivesaltes. © K. Dolmaire

 

Dort sind wirklich zwei Orte des Todes, die einerseits auf die Kämpfe der Widerstandskämpfer gegen den Angriff der deutschen Fallschirmjäger hinweisen, die mit einem Schlag das Dorf vernichteten, und andererseits auf die Massenverhaftung von 44 jüdischen Kindern auf Anordnung von Klaus Barbie, von denen keines die Deportation nach Auschwitz überlebt hat. Diese Verbindungslinie führt in trauriger Ironie durch das grüne Vulkanland der Auvergne, in deren Mulde Vichy gedeiht, das seit Ende des 19. Jahrhunderts intakt geblieben ist und dennoch die Trauer von acht seiner neuen Luxushotels trägt - nur das Aletti überlebt - in denen die hochrangigen Beamten der Pétain-Regierung, ein Diplomaten-Establishment und einige Mannschaften in graugrünen oder schwarzen Uniformen residierten.

 

EINE „KARTIERUNG DER KOLLABORATIONISTISCHEN REPRESSION“

 

Dagegen musste die Zeit vergehen und der Verlauf der politischen Herausforderungen der Nachkriegszeit abstumpfen, damit die französischen Lager in die nationale Landschaft aufgenommen wurden. Die repressive Funktion einiger von ihnen wurde übrigens in der Nachkriegszeit verlängert, insbesondere um Zigeuner zu internieren, während die ersten Stätten kurz vor dem Krieg eröffnet wurden, um die Welle der spanischen Flüchtlinge einzudämmen, die vor der Franco-Armee flüchteten und vom Gesetzesdekret Daladier (Mai und November 1938) als „unerwünscht“ betrachtet wurden. Wir wissen mittlerweile, dass diese Einrichtung auf dem Staatsgebiet um ein Vielfaches verstärkt wurde, damit dort vor allem ausländische und später auch französische Juden eingesperrt wurden, bevor sie in die Nazilager und den Tod deportiert wurden. Die mittlerweile im nationalen Gedächtnis eingeprägten Namen bilden allein schon die Bezugspunkte einer Kartierung der kollaborationistischen Repression in Frankreich: Drancy, wo es außer seinen Denkmälern, erst seit 2012 ein Mahnmal und Dokumentationszentrum gibt, Compiègne, die Lager des Loiret (Pithiviers, Jargeau, Beaune-la-Rolande), Gurs, Rivesaltes, Montreuil-Bellay, wo Zigeuner bis Januar 1945 interniert wurden, Natzweiler-Struthof im Elsass, das seit 2014 als „Gedenkstätte für das nationale Gedächtnis“ klassifiziert ist, und Dutzende andere, die über das ganze Staatsgebiet verteilt sind.

 

Gleich wie ihr aktiver Zeitraum die Daten des Kriegsein- und -austritts überschritt, führen uns diese Lager in die Grenzgebiete, die sich nicht nur auf das Elsass und Spanien beschränken. Mit ihnen lassen sich umfassende Grundzüge zeichnen, welche die Kriegslandschaft auf ganz Europa ausdehnt und durch den Filter des Tourismus in eine Gedenklandschaft verwandelt.

 

Philippe Mesnard - Professor für vergleichende Literatur und französische Literatur, Herausgeber der Zeitschrift Mémoires en jeu / Luba Jurgenson -  Professorin für russische Literatur, stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift Mémoires en jeu