Les soldats d'Outre-Mer pendant la Seconde Guerre mondiale

Hauptmann N'Tchoréré, Kommandeur der 7. Kompanie des 53. Regiments der senegalesischen Infanterie RICMS
Corps 1
Die Soldaten aus Übersee während des Zweiten Weltkriegs In seiner in Libreville, Gabun, am 7. Juni 1963 anlässlich der Einweihung des Denkmals für Hauptmann N'Tchoréré (Freiwilliger 14-18, geriet mit seiner Kompanie am 7. Juni 1940 bei Amiens in Gefangenschaft und wurde aus nächster Nähe von deutschen Soldaten erschossen, als er verlangt hatte, als französischer Offizier behandelt zu werden) gehaltenen Rede unterstrich der französische Botschafter, wie wichtig die von den Soldaten aus Übersee gebrachten Opfer für die Entschlüsse von General de Gaulle, dem Führer des Freien Frankreich, damals waren. Von der Schlacht um Frankreich, die am 10. Mai 1940 beginnt, bis zu den Heldentaten der Infanteristen und Tabors bei der Wiedereroberung unseres Landes und dem beispielhaften Verhalten von Félix Eboué, dem Gouverneur des Tschad, der sich gleich im August 1940 dem Freien Frankreich anschloss, hat der Einsatz aller, die unter der Bezeichnung "Eingeborene" bekannt sind, die Gedanken der Menschen auf Dauer geprägt. Dieser Artikel befasst sich mit dem Einsatz dieser Soldaten während des Konflikts, am Beispiel einiger Orte des Gedenkens an jene, die weit entfernt von ihrem Heimatland gefallen sind.
Corps 2

Erinnerung an die Geschichte



Während der Eroberung Algeriens werden in der französischen Armee die einheimische Infanterie und die Truppen der Spahis gebildet. Die königlichen Verordnungen vom 7. Dezember 1841 bestätigen die Existenz der "eingeborenen Truppen" und organisieren sie durch ein Statut entsprechend dem der anderen Abteilungen der Armee. Das kaiserliche Dekret vom 10. Oktober 1855 schafft die ersten drei Regimenter algerischer Infanteristen, dann das Dekret vom 21.Juli 1857 die erste Einheit von senegalesischen Infanteristen, die der Marine-Infanterie angegliedert wird. Während der 3. Republik werden die tunesischen (1884), indochinesischen (aus Annam und Tonkin, 1884), madagassischen (1895) und marokkanischen Infanterie - Einheiten (1915) gegründet.

Während des Ersten Weltkriegs nehmen diese Einheiten an den Fronten in Frankreich und Belgien, im Orient und in Afrika einen großen Aufschwung durch das Rekrutieren von Soldaten in den Kolonien. Viele neue Einheiten werden gebildet, u.a. das Bataillon der Infanteristen aus dem Pazifik, das am 4. Juni 1916 in Numea gegründet wird. In den 20er Jahren kämpfen einige dieser Truppen in Marokko, im Rif und in der Levante.

1939-1940



Als 1939 der Krieg ausbricht, verstärken im ganzen Empire eingezogene Kontingente die aktiven Einheiten, die immer in zwei Kategorien von Truppen eingeteilt sind: die der Afrika - Armee mit dem Emblem des Halbmonds und die der Kolonialarmee mit dem Marineanker. So findet man in der Afrika - Armee die Nordafrikaner (Algerier, Tunesier und Marokkaner) und in der Kolonialarmee die Schwarzen aus Westafrika und Französisch- Äquatorialafrika, aus Madagaskar, den Antillen, Guyana, Réunion, Kanaken und Polynesier, Somalier, Inder und Indochinesen, die unter derselben Fahne vereint sind.

Im Mai 1940 gibt es etwa 300 000 nordafrikanische Soldaten und fast 300 000 aus den "Kolonien" unter über 5 345 000 Eingezogenen. Allerdings befinden sich im Mutterland nur 95 000 Nordafrikaner und 50 000 Soldaten aus den Kolonien. An der Front in Frankreich stellt das Generalhauptquartier der Streitkräfte neun Divisionen der kolonialen Infanterie, die D.I.C. auf, wo die Senegalesen mit den Infanteristen der kolonialen Infanterieregimenter R.I.C. zusammen gelegt werden, die als Marsouins ("kleine Tümmler") bezeichnet werden, und mit den Bigors, Artilleristen der Regimenter der Feldartillerie (R.A.D.C.). Es bildet auch MG - Schützeneinheiten für Festungsabschnitte (die 42. Madagassische Halbbrigade, die 52. und die 55. indochinesische Halbbrigade) und senegalesische Pionierregimenter. Mit den Nordafrikanern bildet es vier Divisionen der afrikanischen Infanterie (D.I.A.), sieben Divisionen der nordafrikanischen Infanterie (D.I.N.A.), eine marokkanische Division, die D.M. und drei Brigaden der algerischen und marokkanischen Spahis. Die Soldaten des Empire kämpfen verbissen an allen Abschnitten der Front und erleiden schwere Verluste: die Nordafrikaner in Gembloux, in Belgien und bei der Verteidigung von Lille, in den Departements Meuse, Oise, Aisne, an der Loire; die Madagassen in den Ardennen; die Senegalesen in den Departements Somme, Meuse, Aisne, in der Champagne, im Departement Rhône; die Indochinesen in den Ardennen, in den Departements Eure und Côte d'Or.

Sie sind Verbrechen des Feindes, wie z.B. Hinrichtungen ohne Gerichtsverfahren von Gefangenen im Kampfgebiet, ausgesetzt: Senegalesen vom 53. gemischten senegalesischen Regiment der kolonialen Infanterie (R.I.C.M.S.) in Airaines und Dromesnil (Somme), Senegalesen des 25. senegalesischen Infanterieregiments R.T.S. in Chasselay (Rhône), Marokkaner in Febvin-Palfart (Pas-de-Calais), um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem verfügt die Besatzung am 19. August 1940, dass es verboten ist, "sich mit den Gräbern der schwarzen Soldaten zu befassen, sie zu schmücken, ihre Leichen zu verlegen...". Die Frage der Fortführung der Kämpfe vom Empire aus stellt sich in den schlimmsten Stunden der Invasion. Sie ist mit dem von Marschall Pétain unterzeichneten Waffenstillstand entschieden.

Allerdings ordnen sich nicht alle dieser Entscheidung unter. Für die ersten Widerstandskämpfer ist das Empire ab Juni 1940 nach dem Aufruf von General de Gaulle die Basis für die Rückeroberung. Im Laufe des Krieges wird es ein wichtiger strategischer Trumpf, sowohl für die Anhänger von Vichy als auch für die Gaullisten. Von ihm hängen die Fortsetzung der Kämpfe und der Ausgang des Konflikts ab. In Frankreich fallen nach dem Waffenstillstand Zehntausende von Soldaten des Empire dem Feind in die Hände, der sie in Frankreich in Lagern, den sogenannten "Frontstalag", interniert. Viele unter ihnen flüchten, um sich der Résistance anzuschließen und sich so an der Befreiung im Jahr 1944 zu beteiligen.

Das Empire im Krieg der Befreiung



Nach der alliierten Landung im November 1942 in Nordafrika nehmen die französischen Streitkräfte an der Schlacht von Tunesien an der Seite der Engländer und Amerikaner teil. Zu diesen Streitkräften gehören Truppen der Afrika - Armee unter Führung von General Juin und Streitkräfte des Freien Frankreich (1. DFL von General de Larminat und Force L unter dem Kommando von General Leclerc). Die größten Heldentaten der französischen Truppen in den Jahren 1943 - 1944 sind aber die Befreiung von Korsika, der Einmarsch in Rom und die Landung in der Provence.

Während des Italienfeldzugs besteht das französische Expeditionskorps (C.E.F.), das an der Seite der Alliierten kämpft, aus zwei marokkanischen Divisionen, einer algerischen Infanteriedivision und zwei Gruppen von marokkanischen Tabors der 1. DFL. Nach der Einnahme von Rom am 4. Juni 1944 und von Siena am 3. Juli werden die Truppen abgelöst und im Juli von der Front abgezogen und in die Armee B integriert (die spätere 1. Französische Armee), unter dem Kommando von General Lattre de Tassigny, um im August 1944 in der Provence zu landen.

So gehören zur 1. Französischen Armee, als sie die Provence befreit, viele Einheiten, in denen zur Hauptsache Männer aus den Kolonien dienen: Infanteriebataillone der Marine, die in Schwarzafrika ausgebildet wurden, B.I.M. des Tschad, B.I.M. des Pazifik, B.I.M. aus Somaliern, Regimenter senegalesischer Infanterie, algerische und marokkanische Spahis, Regimenter tunesischer, algerischer und marokkanischer Infanteristen und Afrika - Kommandos, zu denen Eingeborene und Weiße gehörten, und nicht zu vergessen, die marokkanischen Goumiers, die schon im September 1943 an der Befreiung Korsikas beteiligt waren. Afrikaner dienen auch in den Regimentern der kolonialen Infanterie von Marokko (R.I.C.M.), dem kolonialen Regiment der Panzerjäger (R.C.C.C.) und dem kolonialen Artillerieregiment von Marokko (R.A.C.M.).

Die 2. Panzerdivision D.B. von General Leclerc, die am 1. August 1944 in der Normandie landet, befreit Paris, bevor sie in Richtung Straßburg vorstößt. In ihr dienen "eingeborene Soldaten" eines Infanterieregiments marokkanischer Spahis, eines nordafrikanischen Artillerieregiments und eines kolonialen Feldartillerieregiments. Alle diese Truppen sind in schwere Gefechte in der Franche-Comté, im Elsass und in den Vogesen verwickelt, bevor sie in Deutschland und Österreich einmarschieren. Nordafrikanische Einheiten und Einheiten der 2. D.B. gehören auch zu der Abteilung der Armee an der Atlantikfront und sind an der Rückeroberung der Pointe de Grave und der Einnahme des Widerstandsnestes Royan 1945 beteiligt.

Zum Zeitpunkt der Befreiung herrscht ein Gefühl tiefer Dankbarkeit gegenüber den Kolonien. Der Abgeordnete aus Guyana, Gaston Monnerville, drückt dieses Gefühl am 25. Mai 1945 sehr beredt vor der beratenden Versammlung aus: "Ohne sein Empire wäre Frankreich nur ein befreites Land. Dank seines Empire ist Frankreich ein siegreiches Land". In dem Klima der Zeit hätte es kein Politiker gewagt, von der Aufgabe auch nur der kleinsten Parzelle des Empire zu sprechen. Aber der Krieg hat zur Stärkung der nationalistischen Bewegungen beigetragen, und unter ihrem Einfluss hat sich 1945 sehr schnell ein Graben zwischen den nationalen Ansprüchen und dem französischen Willen, die Einheit des Empire zu bewahren, aufgetan, ein Vorbote der Unabhängigkeitskriege während der 4. Republik.

Die Gräber



Zahlreiche Nekropolen haben die Soldaten des Empire aufgenommen, die während des Zweiten Weltkriegs für Frankreich gefallen sind.

Die aus ihren provisorischen Gräbern exhumierten Gefallenen wurden in Gräberfeldern 39-45 in nationalen Nekropolen von 14-18, in Soldatengräbern auf zivilen Friedhöfen oder in großen Nekropolen, in denen zwischen 1950 und 1975 Gefallene zusammengelegt wurden, wieder beigesetzt, wie z.B. in Chastre in Belgien, in Haubourdin und Zuydcoote im Norden, in Floing in den Ardennen, in Condé-Folie im Departement Somme, in Sigolsheim im Elsass, in Rougemont in der Franche-Comté, in Cambronne-les-Ribécourt im Oise, in Luynes und Boulouris in der Provence, in Fleury-les-Aubrais im Loiret...

Ihre Gräber sind mit einem dieser religiösen Embleme geschmückt: lateinisches Kreuz, moslemische Stele, Stele des "Freidenkers", die ohne jedes religiöse Zeichen meistens den Animisten gewidmet ist.

Manche Friedhöfe haben einen ganz besonderen Anstrich, wie z.B. der der marokkanischen Tabors in Saint-Florent (Haute-Corse) oder der der Nordafrikaner in Airvault (Deux-Sèvres), aber am typischsten ist doch das "senegalesische Tata" in Chasselay (Rhône): es erinnert an den heiligen Bereich, das "Tata", in dem in diesem Teil von Westafrika die im Kampf gefallenen Krieger ruhen.