Bastion Saint-Jean

Avesnes-sur-Helpe, Befestigungsanlage und Stiftskirche.© Havang(nl)

Das Bauwerk liegt direkt an der felsigen Steilküste und wurde im 11. Jahrhundert von Wédric Le Barbu errichtet.

 

Bastion Nr. 6, oder auch „Bastion Saint-Jean“ genannt, gehört zur Gemeinde Avesnes-sur-Helpe im Department Nord in der Region Nord-Pas-de-Calais. Das Bauwerk liegt direkt an der felsigen Steilküste und wurde im 11. Jahrhundert von Wédric Le Barbu errichtet. Das Maison d'Avesnes ist das Geburtshaus von Philippa de Hainaut, der zukünftigen Königin von England, die von den Bürgern von Calais sehr geschätzt wurde.

 

 

Das Bauwerk wurde auf einem Felsvorsprung am südöstlichen Stadtrand errichtet und dominiert mit dem Blick auf die hoch gelegenen Orte Malassise und Guersignies das gesamte Tal von Helpe. Baubeginn für die ersten Elemente ist im 11. Jahrhundert, zwei Befestigungsmauern rings um die Stadt folgen im 13. und 14. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wird der Ort zum Streitpunkt zwischen Franzosen und Spaniern, da er die Kontrolle über die Niederlande sichert. In Avesnes werden daraufhin sechs weitere Bastionen gemäß den Plänen von Devanter und Guichardin errichtet.

 

In den Schriften von 1559 ist die Rede von einer „Bastion vor dem Turm von Saint-Jean“. Er wird errichtet in Form eines „Pik Ass“ und ist bekannt durch einen nicht vollendeten Vorsprung. Im Laufe der Zeit wurde das Bauwerk jedoch zu klein, um die immer größer werdende Artillerie zu beherbergen. Die Bastion Saint-Jean wird daher im Jahr 1650 in ein neues polygonales Bauwerk eingebunden. Die Ergänzung um zwei Seitenflächen und zwei Flanken auf doppelt so großer Fläche ist noch heute sichtbar. Die Schießkammern und die Minengänge werden schnell überflüssig, da die neu errichteten Bunker ausreichend Platz bieten.

Der im Süden liegende obere Teil der Bastion bedeckt zwei Drittel der Gesamtfläche und ragt über 20 Meter über die Felsen hinaus. Der deutlich kleinere Innenbereich kontrolliert das Wasserbauwerk, indem es verhindert, dass die möglichen Überschwemmungen im östlichen Umland sowie in Pont des Dames in das Bauwerk eindringen. Dieses Bauwerk grenzt direkt an die Kurtine an. Die beiden Ebenen sind über einen nicht geteerten Weg miteinander verbunden. Dadurch sollten Einschläge und ein Längsbeschuss auf der linken Seite und der Spitze im Süden vermieden werden. Durch die links angebrachte Rampe bleibt der Kommunikationsweg zwischen den beiden Ebenen erhalten. Neun Jahre später wird Avesnes in das Königreich Frankreich eingebunden. Zwischen 1690 und 1723 führt Vauban einige bauliche Veränderungen durch, indem er in der zur Bastion hinführenden Schlucht einen Vorsprung hinzufügt, der das Bauwerk dominiert und eine Überwachung des Umlands im Süden und Osten ermöglicht. Die beiden Ebenen der Bastionen werden im 18. Jahrhundert um stilvolle Gartenanlagen erweitert.

In den Jahren 1831 bis 1832 werden an dem baufälligen Bauwerk etliche Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten durchgeführt, bevor es dann 1867 vollständig aufgegeben wird. Die gesamte Anlage wird verkauft.

 

1995 wird das Bauwerk als historisches Monument unter Denkmalschutz gestellt und von Juni 1999 bis September 2001 wird die Bastion Saint-Jean restauriert. 

 

 

Bastion Saint-Jean

 

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  • Bastion d'Avesnes-sur-Helpe. Source : Office du tourisme d'Avesnes-sur-Helpe

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