Lettland: Hundertjahrfeier der Schlacht von Riga

Am 7. Oktober fand ein Vortrag zur Unabhängigkeit Lettlands im Kriegsmuseum von Riga statt. Diese Veranstaltung wurde von der französischen Botschaft und dem Institut français in Zusammenarbeit mit den Botschaften Estlands, Irlands, des Vereinigten Königreichs und Nordirlands sowie mit Unterstützung des lettischen Außenministeriums durchgeführt.

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Im Rahmen dieses Vortrags wurde an die Rolle Frankreichs in den Kampfhandlungen von 1919 und der Entwicklung der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Lettland ab den 1920er-Jahren erinnert. Nach dem ersten Weltkrieg versucht die lettische Regierung Fuß zu fassen, aber ihre Führung ist sehr schwach, insbesondere auf Grund der deutschen Verfolgung im Kampf gegen die Einführung einer sozialistischen Sowjetrepublik. Die lettische Führung flüchtet in die Küstenstadt Libau. Im Mai 1919 wird Riga mit Hilfe der alliierten Kräfte befreit. 2 Monate später kann sich die lettische Regierung in der Hauptstadt niederlassen. 


Nach dem Vortrag lernten die Teilnehmer die erstmals ins Lettische übersetzten Erinnerungen von Oberstleutnant Emmanuel du Parquet kennen, der eine führende Rolle bei den Ereignissen von 1919 in Lettland spielte. Anschließend wurde die Ausstellung „Der Beitrag Frankreichs und der Alliierten zur Unabhängigkeit Lettlands“ für das anwesende Publikum eröffnet. 


Neben dieser Feierlichkeit fanden weitere Gedenkfeiern zu diesem hundertjährigen Jubiläum in Riga statt, bei denen insbesondere der französische Hauptmann Jean-Joseph Brisson geehrt wurde, der an dieser Schlacht von Riga teilgenommen hatte. 

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MINARM / DPMA / SDMAE / BAPI - Geschäftsstelle für Pädagogik und Information - Redaktion: Thomas Chevalier - Bildnachweis: Französische Botschaft