Festungsanlagen von Salins-les-Bains

Fort Saint André. Source : http://www.salins-les-bains.com

 

Obwohl im Fort Belin und der Redoute Bracon nur noch wenige Spuren von Maréchal Vauban erkennbar sind, konnte das Fort Saint-André seinen unnachahmlichen Stil bewahren.

 

 

Bewohner der Franche-Comté, ergebt euch! Niemals! Und der Ausruf der Bewohner der Franche-Comté kommt laut und voller Überzeugung. Niemals wird man hier dem Feind klein beigeben. Und lange Zeit war dieser Feind der König von Frankreich.

Aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation genoss das im Osten des Königreichs Frankreich liegende Gebiet der Franche-Comté eine gewisse Freiheit. Sehr zum Ärgernis Frankreichs, was sowohl Louis XI, Henri IV, Louis XIII und letztendlich auch Louis XIV beschäftigte.

 

Dank der Unterstützung von Sébastien Le Prestre de Vauban gelang es dem Sonnenkönig, das begehrte Gebiet einzunehmen und fortan gehörte die Franche-Comté zu Frankreich. Man hatte den Feind nicht besiegt, er hatte nun lediglich eine andere Nationalität. Die Arbeiten von Vauban sollten dafür sorgen, dass diese Provinz uneinnehmbar werden sollte.


 

Im Jahr 1675 beförderte Louis XIV. seinen brillianten Miltiäringenieur Maréchal zum Generaldirektor der Militärverwaltung für Festungsanlagen und beauftragte ihn mit der Sicherung der strategischen Punkte der Franche-Comté. In Belfort, Besançon, Joux und Salins-les-Bains befinden sich drei gewaltige Verteidigungsanlagen für Salinen, eingebettet in den für das Jura typischen tiefen Tälern, den so genannten Reculée (geografischer Begriff, für ausgeprägte Einbuchtungen in den kalkhaltigen Plateaus des Juras). Durch das hohe Salzaufkommen, dem kostbaren „Weiß“ im Untergrund ist die Franche-Comté wirtschaftlich betrachtet von höchster Bedeutung. Auch wenn im Fort Belin oder der Redoute Bracon nur noch wenige dieser Elemente sichtbar sind, so hat Saint-André seinen unnachahmlichen Stil bewahrt.


 

Zu den von Vauban ab 1678 errichteten Bauwerke, die als Festungsanlage in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an strategisch wichtigen Orten erbaut wurden, zählen:

  • Erweiterungsanlagen zur Verteidigung des Zugangs zum Fort

  • Das Haupttor, das die Inschrift des Leitspruchs des Sonnenkönigs trägt: „Nec pluribus impar“ (allen überlegen)

  • Die mit Zacken versehenen Türme der Bastionen mit Wehrgängen

  • Die beiden 65 m langen Kasernen, in denen sich 40 vollständig ausgestattete Unterkünfte befinden

  • Das Munitionslager mit spitzbogenförmigem Gewölbedach und Ziegeln aus Lavastein, in dem mittlerweile ein Pub untergebracht ist

  • Das Haus des Gouverneurs, dessen Sanierung noch aussteht

  • Die geräumige Kapelle mit ihrer laternenförmigen Spitze, die seit langer Zeit außer Betrieb ist

  • Der in der Mitte befindliche Exerzierplatz, der mit seiner Grünfläche eine schöne Atmosphäre schafft

  • Umgebung für Urlauber oder Kongressteilnehmer, die fortan ihre Zeit an diesem Standort genießen können.


 

Von 1682 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Festungsanlage als nationales Gefängnis genutzt. Unter den Inhaftierten befanden sich die in den berühmten „Giftmord-Fall“ verwickelten Männer und Frauen, die mit der in Ungnade gefallenen Madame de Montespan in Verbindung standen sowie Regimegegner und Unruhestifter, aufgrund von politischem, militärischem oder allgemeinem Recht per königlichem Haftbefehl Inhaftierte, Adlige, Priester, die keinen Schwur auf die weltlichen Gesetze leisten wollten, verdächtige Bürger, Sansculotten, Schweizer oder Spanier.


 

Festungsanlagen von Salins-les-Bains


 

Office de Tourisme

39110 Salins-les-Bains

Tel. +33 03 84 73 01 34

 

 

Fort Saint-André

Village Vauban 39110 Salins-les-Bains

Tel. +33 03 84 73 16 61

 

 

Fort Saint André

  • Le fort Saint-André. Office de Tourisme

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    Informationen

    Anschrift

    39110
    Salins-les-Bains
    03 84 73 16 61

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    Du 1er avril au 31 octobre