Französischer Soldatenfriedhof in Dmeir

Französischer Soldatenfriedhof in Dmeir. Quelle: Foto Jocelyn TROUSLARD

 

Der Soldatenfriedhof in Dmeir beherbergt über 4.000 Grabstätten französischer und ausländischer Soldaten.

 

 

Der französische Soldatenfriedhof in Dmeir, Syrien entstand 1960 nachdem die sterblichen Überreste der Soldaten, die während dem französischen Mandat über die Region gemeinsam mit ihren Brüdern im Zweiten Weltkrieg gefallen waren, zusammengeführt wurden.

 

 

 

Als Zeitzeugnis der französischen Geschichte im Nahen Osten beherbergt der Soldatenfriedhof in Dmeir (Syrien) über 4.000 Grabstätten französischer oder ausländischer Soldaten, Muslime und Christen, sowie einige Gräber von Zivilisten. Nach der Niederlage des osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg 1920 überträgt der Völkerbund die Mandate über Syrien und den Libanon an Frankreich (Vertrag von Sèvres und Vereinbarung von Sykes-Picot).

Das französische Mandat Frankreichs für Syrien betrifft die Organisation von vier Staaten: Sandschak Damaskus, Aleppo, Alawitenstaat (1920), und Drusenstaat (1921).« Die Rivalitäten der Stämme sowie die Auflehnung gegen die Franzosen führten zwangsläufig (und durch Interventionen in Kilikien) zur Auflösung der Sandschak Alexandrette und Aleppo. Damaskus, Aleppo und der Alawitenstaat wurde unter General Goraud im März 1923 im Rahmen des syrischen Staatenbunds zusammengeschlossen, bevor sich dieser im Jahr 1924 auflöste.

Von 1925 bis 1927 wurde die Ordnung im Drusenstaat unter General Sarrail wiederhergestellt.


 


Durch den Zweiten Weltkrieg wird die Unabhängigkeit Syriens, die in den Verträgen von Viénot (1936) beschlossen worden war, verzögert. 1940 benennt die Regierung Vichy einen neuen Hochkommissar, General Dentz. Dieser verfolgt gegenüber Großbritannien eine neutrale Politik, die es 1941 den Deutschen erlaubt, den syrischen Flugplatz zu nutzen, um den Volksaufstand im Irak zu unterstützen.

Die Einrichtung einer deutschen Garnison auf dem Flugplatz von Neirab ruft heftigen Widerstand der französisch-britischen Truppen hervor. Mit Hilfe der syrischen Truppen gelingt es, die Deutschen zurückzudrängen und 1941 wird vom Freien Frankreich die Unabhängigkeit ausgerufen: General Catroux verspricht den unter seinem Mandat stehenden Staaten die Unabhängigkeit. Nach Kriegsende tritt diese Unabhängigkeit in Kraft.


 

1946 verlassen die letzten französischen Truppen die Region. Ebenfalls 1946 werden die Gräber der in den Jahren 1914-1918, 1920-1921 und 1924-1925, und 1939-1945 gefallenen französischen Soldaten in hauptsächlich fünf Gräberstädte verlagert: Mezzeh, Aleppo, Lattaquieh, Deir-ez-Zôr und Tartus.

Nachdem die Gräber aus Lattaquieh und Aleppo verlegt wurden, wurde die Gräberstadt zwischen 1985 und 1998 entsprechend vergrößert.

In den 50er Jahren fiel der Beschluss, die Grabstätten an einem Ort zusammenzulegen. Am Rande der Straße von Damaskus nach Bagdad, 35 km entfernt von der syrischen Hauptstadt, wurde eine Fläche von 16.000 m2 gefunden. Die Zusammenführung der sterblichen Überreste begann 1960 mit der Verlegung der Gräber des Friedhofes Mezzeh, einem Vorort von Damaskus mit hohem Bevölkerungsanstieg. 1998 wurde das Projekt durch Verlegung des Friedhofes von Aleppo abgeschlossen.


 

Diese an der Straße nach Palmyre angesiedelte Gedenkstätte wird insbesondere von französischen Touristen besucht. Am 11. November finden jährlich französisch-syrische Gedenkzeremonien statt, um sich der gemeinsamen Geschichte zu erinnern.


 


Französische Botschaft in Syrien

Rue Ata-al-Ayyoubi POB 769 - Damas

Tel: (963) 11 332 79 92

Fax: (963) 11 331 06 44

E-Mail: ambassade@ambafrance-sy.org


Website: www.ambafrance-sy.org

 

Anfahrt

Die Gräberstadt ist für die Öffentlichkeit täglich geöffnet (ausgenommen sonntags)

 

 

  • Cimetière militaire français de Dmeir. Source : MINDEF/SGA/DMPA
  • Cimetière militaire français de Dmeir. Source : Photo Jocelyn TROUSLARD
  • Cimetière militaire français de Dmeir. Source : Photo Jocelyn TROUSLARD
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