Génelard, Aufklärungszentrum zut Demarkationslinie

Vue extérieure du Centre. Source : CILD, Génelard.

Vorstellung des zukünftigen Zentrums für die Aufklärung über die Demarkationslinie in Génelard im Departement Saône-et-Loire.

Saône-et-Loire war eines der zwischen Juni 1940 und Februar 1943 von der Demarkationslinie durchschnittenen Departements. In diesem Gebiet besaß die Gemeinde Génelard einige Kilometer nördlich von Charolles einen der zahlreichen entlang dieser durch die Waffenstillstandsvereinbarung vom 22. Juni 1940 geschaffenenen Grenze verteilten Kontrollposten. In dieser Gemeinde soll nun auf dem "Place du bassin" in unmittelbarer Nähe des "Canal du Centre" in einigen Monaten der Grundstein des zukünftigen Zentrums für die Aufklärung über die Demarkationslinie gelegt werden.

Dieses in Frankreich einzigartige Projekt geht auf die Initiative einer Vereinigung mit Namen "Ligne de démarcation - musée - centre de recherches" (Demarkationslinie - Museum - Forschungszentrum) zurück, die im November 2000 gegründet wurde und von einem Wissenschaftsausschuss aus mehreren Experten unterstützt wird. Diesem gehört unter anderen der Historiker Eric ALARY an, Autor eines kürzlich bei Editions Perrin erschienenen Werkes über die Demarkationslinie. Dieses von der Idee her originelle Aufklärungszentrum ist auch von origineller Architektur. Das vom Architekten Patrick DELESVAUX entworfene Gebäude wird nämlich aus einer einfachen rechteckigen Grundfläche bestehen und einen einheitlichen Block bilden. Dieser wird von einer zu den Grundlinien des Standortes hinführendenen Diagonalen durchschnitten, wodurch ein sichtbarer und eindrucksvoller Riss entsteht, der die Demarkationslinie symbolisiert.
Dieser Riss spaltet das Bauwerk in zwei Teile. Der eine Teil bildet den historischen Block mit Museumsbereich, dazugehörigem Mehrzweckraum und Archiv, im anderen ist die Bibliothek untergebracht. . Zwischen den beiden Blocks befinden sich in der Empfangshalle der Kassenschalter und der Laden, beide aus transparenten Materialien. So wird der Antagonismus zu den beiden anderen, ganz aus festen Materialien bestehenden Gebäudeteilen noch verstärkt.
Die Dauerausstellung wird sich mit der Geschichte der Demarkationslinie beschäftigen, die Frankeich im Zweiten Weltkrieg zerriss. Sie stützt sich auf zahlreiche Dokumente: Texte, Karten, Fotos, Objekte... und auf eine der Gesellschaft ARSCENE anvertraute Gestaltung, die die Realität dieser Grenze und ihrer Auswirkungen auf den Alltag der Franzossen und auf die Wirtschaft des Landes verdeutlichen soll. Die Überwachung und Verwaltung der Linie sowie ihre heimliche Überschreitung werden einige der im Museumsbereich angesprochenen Themen sein. Auch Erinnnerungen an die Demarkationslinie sollen wieder lebendig werden. Im Vorführraum werden Spielfilme wie "La ligne de démarcation" (Die Demarkationslinie) von Claude CHABROL oder der kürzlich erschienene, anlässlich der Rundreise von Paul Webster gedrehte Dokumentarfilm gezeigt werden. Paul Webster ist Frankreich-Korrespondent der Tageszeitung "The Guardian" und ist die 1.200 Km der Demarkationslinie zu Fuß abgegangen..
Und schließlich werden zeitweilige Ausstellungen im Mehrzweckraum das Publikum zum weiteren Nachdenken über den allgemeineren Begriff GRENZE anregen. Eine legitime und unerlässliche Fortführung, die den Besuchern einen neuen Blickwinkel auf die aktuellen Geschehnisse in der Welt eröffnen soll.. Die Gemeinde Génelard ist Bauherr dieses Projekts, das langfristig gesehen ein Eckpfeiler des dem Zweiten Weltkrieg gewidmeten Projekts "chemin de mémoire" (Pfade der Erinnerung) werden soll. Die Gemeinde erhält zur Finanzierung dieser auf 846.782€ (ohne Mwst.) geschätzten Investition einen Zuschuss vom Staat und von der Europäischen Gemeinschaft in Höhe von 460.332€ (ohne Mwst.), wovon 254.034€ (ohne Mwst.) vom Verteidigungsministerium, DMPA (Direktion für Gedenken, nationales Erbe und Archive) und 206.298€ (ohne Mwst.) vom EFRE (Europ. Fonds für reg. Entwicklung) Ziel 2 stammen.
Centre d'interprétation de la ligne de démarcation Le Bassin 71420 Génelard Tel.: +33 385 79 23 12 Fax: +33 385 79 27 23 E-Mail: info@lignededemarcation.fr Öffnungszeiten Vom 2. März bis 30. Juni und September 1 bis November 13, Mittwoch bis Samstag von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, Sonn-und Feiertagen von 14.30 bis 18.30 Uhr. Vom 1. Juli bis 31. August von Montag bis Samstag von 10 Uhr bis 19 Uhr, Sonn-und Feiertagen von 14h bis 19h. Ganzjährig für Schulgruppen und auf Voranmeldung geöffnet. Preise Normalpreis 4.00 € Ermäßigungen (von 12 bis 18 Jahre, Studenten Arbeitslose, Veteranen, Behnderte auf Vorlage einer Berechtigung) : 3.00 € Kostenlos (Kinder bis 12 Jahre) Gruppenpreise auf Anfrage

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Informationen

Anschrift

D974 71420
Génelard
03 85 79 23 12

Gebühr

Plein tarif : 4.00 € Tarifs réduit (de 12 à 18 ans, étudiant, demandeur d'emploi, ancien combattant, handicapé) : 3,00 € Enfant jusqu'à 12 ans : gratuit

Wöchentliche Öffnungszeiten

Ouvert du 2 mars au 30 juin et du 1er septembre au 13 novembre inclus : Du mercredi au samedi de 10 h à 12 h et de 14 h à 18 h, Dimanche et jours fériés de 14 h 30 à 18 h 30. Du 1er juillet au 31 août : Du lundi au samedi de 10 h à 19 h, Dimanches et jours fériés de 14 h à 19 h. Ouvert toute l’année aux groupes, sur réservation.