2012-2017: an allen Fronten für den Frieden tätig

Ob im Irak, in Syrien, in der Sahelzone, im Golf von Guinea oder auch in Somalia, ob unter dem Mandat der Vereinten Nationen, mit seinen Partnern des atlantischen Bündnisses oder der Europäischen Union stellt Frankreich Frauen, Männer, Material und Ausrüstung bereit, um den Frieden zu erhalten, den Terrorismus zu bekämpfen, französische Staatsangehörige zu schützen oder eine humanitäre Mission zu erfüllen. Die Opex sind Teil der Geschichte und dennoch weiterhin auch heute aktuell.

Ein Jahr „Serval“-Operation in Mali, Rückblick 2013. Computergrafik © DICOD/IDIX

 

Das Jahr 2012 eröffnet die Aussichten auf eine operative Pause. Nach der Rückkehr von den Operationen in Libyen und der Elfenbeinküste bereiten die französischen Streitkräfte den Rückzug des Militäraufgebots aus Afghanistan vor. Diese Entscheidung wurde von den beiden Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl angekündigt und im Mai in Kabul vom Präsidenten François Hollande bestätigt.

 

Die strategischen Umwälzungen der folgenden Jahre stehen diesen Absichten entgegen. Der zunehmende Druck des Terrorismus, die Bedrohungen der nationalen Interessen und die humanitären Dramen führen zu einem noch nie dagewesenen Einsatz der Streitkräfte, die an allen Fronten und fast im ganzen Umfang ihrer Kapazitäten gefordert sind. Vom eigenen Staatsgebiet über den Nahen Osten bis zur Sahelzone erreichen die Streitkräfte einen beispiellosen Einsatzgrad. Der Schutz Frankreichs und der Franzosen spielt sich nun sowohl im Ausland in unmittelbarer Nähe der Krisenherde als auch auf dem eigenen Staatsgebiet und an seinen Zugängen ab.

 

 

Kampf gegen die bewaffneten Terrorgruppen in der Sahelzone

 

Am 11. Januar 2013 beginnen die im Norden Malis befindlichen Dschihadisten in Richtung Bamako vorzurücken. Auf Bitte der Regierung von Mali beginnt Frankreich seine ersten Aktionen mit einer Intervention der Gazelle-Hubschrauber des Verbandes der Spezialkräfte, die zuvor in Burkina Faso stationiert wurden. Sie gebieten zuerst einmal Einhalt und werden am Boden im Bereich Mopti und Sévaré unterstützt. Sehr schnell führen die im Tschad stationierten Flugzeuge und dann die vom Mutterland kommenden Rafale-Kampfflugzeuge Luftangriffe durch, mit denen die Bewegung der Dschihadisten eingedämmt werden kann.

 

Die französischen Soldaten, die von der Elfenbeinküste, dem Tschad und aus Frankreich entsandt werden, wo das Alarmsystem „Guepard“ aktiviert wurde, greifen nun im Rahmen der Operation „Serval“ ein. Sie rücken aus Bamako und Niamey vor, um ihre Offensiven zur Rückeroberung Malis bis zu seinen nördlichen Grenzen zusammenzuführen. Gao wird am 26. Januar übernommen, Timbuktu am 28. Die Kämpfe gehen dann im Gebirgsmassiv Adrar des Ifoghas weiter, wohin sich die terroristischen Gruppen zurückgezogen haben.

 

Ab dem Sommer 2013 scheint es notwendig, über eine auf Mali beschränkte Intervention hinauszugehen und eine neue Vorgehensweise zu entwickeln, um der terroristischen Bedrohung die Stirn zu bieten, die sich in den Wüstengebieten leicht über die schwer kontrollierbaren Grenzen hinwegsetzt. Nur mit einem regionalen Vorgehen lässt sich den Verzweigungen der Terrororganisationen begegnen und diesen grenzüberschreitenden Bewegungen im Gebiet der Sahelzone und der Sahara entgegenwirken. Dies erfordert eine verstärkte Koordination unter den Ländern, die nun im Gebiet der G5 der Sahelzone (Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad) vereint sind und dabei den Kampf gegen die bewaffneten terroristischen Gruppen fortsetzen.

Operation „Barkhane“ im Tschad, 2014. © G. Guesquière/Landstreitkräfte

 

Die Operation „Barkhane“, die den militärischen Teil dieses Vorgehens trägt, folgt am 1. August 2014 auf „Serval“. Die französischen Soldaten, die nun ganz in eine operative Militärpartnerschaft mit den Streitkräften der G5 der Sahelzone eingebunden sind, werden nun in einer dynamischen Operation eingesetzt, die darauf abzielt, die Terroristen dort aufzuspüren, wo sie sind und das Wiedererstarken der Armee Malis zu begleiten.

 

Die immer mobiler werdende Barkhane-Truppe setzt heute ihre Aktionen im Gebiet der Sahelzone und der Sahara fort. Während sie an der Seite der Armeen der Länder der G5 der Sahelzone gegen die Versuche des Wiederaufbaus der bewaffneten terroristischen Gruppen kämpft, konzentriert sie ihr Handeln auf die Betreuung und Unterstützung der Partner, wobei sie ständig darauf achtet, etwas Nützliches für die lokale Bevölkerung zu tun.

 

 

In einer Koalition kämpfen: die Operation Chammal im Nahen Osten

 

Am 29. Juni 2014 bestürzt die Terrorgruppe IS die internationale Gemeinschaft. Nach einem blitzartigen Vormarsch, welcher die irakische Armee in die Flucht schlug und im Zuge dessen Städte wie Manbidsch in Syrien oder Falludscha im Irak in die Hände der Dschihadisten fielen, ruft der religiöse Führer Abou Bakr al Baghdadi in Mossul die Bildung eines Kalifats auf dem Gebiet des Iraks und Syriens aus.

 

Angesichts der Bedrohung rief die internationale Gemeinschaft die Operation „Inherent Resolve“ (OIR) ins Leben, an der sich mehr als 60 Nationen beteiligen. Diese „ad hoc“ gebildete Koalition, in der Frankreich der zweitgrößte Beteiligte ist, wird von Kuwait aus befehligt und stützt sich vor allem auf ein Kommando- und Koordinationszentrum für die Luftoperationen, das sich in Katar befindet. Die auf Bitte der irakischen Regierung und in Abstimmung mit den in der Region befindlichen Alliierten Frankreichs am 19. September 2014 gestartete Operation „Chammal“ ist der französische Teil der OIR.

 

„Chammal“ verfolgt anfänglich zwei einander ergänzende Ziele: die Zerstörung der IS-Kapazitäten durch Luftschläge im Irak bei gleichzeitiger Begleitung der wiedererstarkenden lokalen Kräfte, die für die Durchführung der Bodenkämpfe bestimmt sind, um ihr Territorium zurückzuerobern. Das Operationsgebiet, das ursprünglich auf den Irak begrenzt war, wird im September 2015 auf Syrien ausgedehnt, wo der IS ebenfalls angesiedelt ist und sich die Auftraggeber der in Frankreich und in Europa begangenen Attentate befinden.

 

Ankunft und Konfigurationsänderung für die Flugablösung. Operation „Chammal“. © C. Patenaire/Luftstreitkräfte/Verteidigung

 

Die Schläge erfolgen aus der Luft dank der „Unterstützung“ vom französischen Stützpunkt in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, die später durch die Bildung eines in Jordanien geplanten Luftwaffenstützpunkts ab Dezember 2014 verstärkt wurde. Der Luftwaffenanteil soll das IS-System zersplittern, indem er seine Fähigkeiten in den Bereichen Führung, Logistik, Ausbildung und Bildung seines Arsenals an improvisierten Sprengkörpern zerstört. Die Flieger, die im Rahmen der Koalition handeln, treffen entweder gezielt militärische Objekte, die in minutiöser nachrichtendienstlicher Arbeit genau identifiziert wurden, oder als direkte Unterstützung der Streitkräfte, die schrittweise ihre Städte wieder übernehmen. Dreimal nutzen sie die Verstärkung der Marineflieger mit der Entsendung des Flugzeugträgers Charles de Gaulle in die Nähe des Operationsgebiets.

 

Unweit von Bagdad werden die französischen Ausbilder im Rahmen der „Task Forces“ Narvik und Montsabert als direkte Unterstützung der Eliteeinheit Iraki Counter Terrorism Services (ICTS) eingesetzt, welche die Offensiven der irakischen Streitkräfte anführen, sowie der 6. Irakischen Infanteriedivision zum Schutz Bagdads. Weniger auffällig werden die Spezialkräfte im irakischen Kurdistan eingesetzt, wo sie die Peschmerga ausbilden und dann bei ihren Operationen begleiten. Sie weiten ihren Aktionsradius bei der Übernahme Mossuls im Herbst 2016 auf die ICTS aus.

 

Zu diesem Zeitpunkt ergänzen die französischen Artilleristen das „Chammal“-System. Sie sind in der Region Mossul mit ihren Caesar-Kanonen im Einsatz und unterstützen die irakischen Streitkräfte direkt bei der Rückeroberung der Stadt, die in der Westhälfte beginnt, welche Anfang 2017 befreit wird.

 

Im Jahr 2016 verlor der IS fast alle seine Städte, mit Ausnahme von Mossul und Rakka, den symbolträchtigen Städten, in denen die Terrorgruppe ihr Regime und ihre Übergriffe ins Szene setzte. Frankreich war direkt am Erfolg der lokalen Kräfte beteiligt, indem es im Mai 2017 mehr als 7.000 Flugeinsätze durchgeführt, 2.000 Ziele durch Luftschläge zerstört und mehr als 1.200 Artilleriegefechtsmissionen ausgeführt hat.

 

Die Entsendung einer Friedenstruppe festigen und unterstützen: Sangaris

 

 Nach einem Jahr der Tumulte in Zentralafrika droht die Lage im Dezember 2013 zu einer humanitären Krise zu werden. Die Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung werden immer mehr. Nichtregierungsorganisationen melden Plünderungen und Menschenrechtsverletzungen. Zusätzlich zu den Übergriffen zeichnet sich ein religiöser Konflikt ab.

 

Angesichts der Dringlichkeit der Lage schlägt Frankreich unter dem Mandat der Vereinten Nationen die Operation „Sangaris“ vor, die es dann startet. Seit ihrem Einmarsch in diesem Operationsgebiet leisten die französischen Soldaten der bedrohten Bevölkerung Hilfe, zuerst in Bangui, später in der Provinz.

 

Operation „Sangaris“. © J. Lempin/ECPAD/Verteidigung

 

Zu Sommerbeginn 2014 wird mit dem Einsatz von mehr als 2.000 französischen Soldaten eine Sicherheitsstufe überschritten. Diese ermöglicht der internationalen MINUSCA-Truppe sich schrittweise auf dem gesamten Gebiet auszubreiten. Die „Sangaris“-Truppe konzentriert sich daher auf die sensibelsten Gebiete.

 

Anfang 2015 erlaubt die verbesserte Sicherheitslage der Regierung der zentralafrikanischen Republik, eine nationale Versöhnungsinitiative zu starten und schrittweise ihre Autorität auf dem gesamten Gebiet wieder zu behaupten. Am 1. Juli 2015 werden ca. 900 Soldaten zur Operation „Sangaris“ entsandt, während jene der MINUSCA die Schwelle von 10.000 Männern überschreiten, sodass die französische Präsenz nach und nach auf die Stadt Bangui beschränkt werden kann.

 

Am 31. Oktober 2016 gibt Verteidigungsminister Jean-Yves le Drian in Bangui das Ende der Operation Sangaris bekannt. Diese Ankündigung bedeutet jedoch nicht das Ende der französischen Militärpräsenz, die sich durch die Teilnahme an der MINUSCA sowie die Aufgabe der Ausbildung der zentralafrikanischen Armee fortsetzt, die von der Europäischen Union (EUTM RCA) eingerichtet wurde.

 

Aufrechterhaltung der Sicherheit und Unterstützung einer multinationalen Truppe: Daman

 

Die französischen Streitkräfte werden regelmäßig im Rahmen internationaler Truppen eingesetzt, die von den Vereinten Nationen, der Organisation des Nordatlantikvertrags oder der Europäischen Union entsandt werden. Die Beteiligung Frankreichs an der Friedenserhaltung erfolgt im Wesentlichen durch Umsetzung einer Resolution oder unter dem Mandat der UNO.

 

Die wichtigste dieser Entsendungen betrifft den Libanon, wo fast 900 französische Soldaten für die Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) im Einsatz sind.

Operation „Daman“ XXI. Lager Dayr Kifa im Südlibanon. © JR. Drahi/Landstreitkräfte

 

Die Force Commander Reserve (FCR) der UNIFIL, die mehrheitlich von französischen Soldaten gestellt wird, ist eine schnelle Eingreiftruppe für alle Kontingente, die im gesamten Gebiet der UNIFIL-Aktion im Einsatz sind. Etwa dreißig Offiziere gehören dem Generalstab der UNIFIL an. Im Sommer 2006, als der Libanon eine neuerliche Invasion seines Nachbarn Israel erleidet, wird das Mandat der UNIFIL durch die Resolution 1701 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen ausgeweitet. Sie wird dabei mit den Aufgaben betraut, das Ende der Feindseligkeiten zu kontrollieren sowie die Streitkräfte des Libanon (FAL) zu begleiten und zu unterstützen.

 

Von allen Mitgliedern der UNO belegt Frankreich den 124. Rang der Länder, die Truppen stellen (und den 2. unter den ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen). Frankreich entsendet mehr als 900 Soldaten und ca. dreißig Polizisten zu 9 friedenserhaltenden Operationen der UNO (UNIFIL, MINUSMA, MINUSCA, UNOCI, MONUSCO, MINURSO, MINUL, UNTSO), die viele Schlüsselpositionen innehaben.

 

Beitrag zur regionalen Sicherheit: die Mission Corymbe

 

In Westafrika und im Golf von Guinea, wo Frankreich wirtschaftliche Interessen besitzt und fast 80.000 französische Staatsangehörige leben, ist die Zusammenarbeit mit den Regionalstaaten von jeher sehr eng. Die Mission Corymbe trägt seit 27 Jahren zum Schutz der Interessen und der Staatsangehörigen Frankreichs in dem Gebiet bei. Sie gewährleistet eine präventive und abschreckende Präsenz.

 

Sie ergänzt das französische System, das in Westafrika zuvor stationiert war und kann auch alle laufenden Operationen unterstützen. Sie ist an der Sicherung der regionalen Seewege beteiligt, indem sie mit den Seestreitkräften der Anrainerstaaten eine Zusammenarbeit zur Bildung einer regionalen Sicherheitsstrategie entwickelt.

 

Corymbe, die Mission der französischen Streitkräfte im Golf von Guinea seit 1990, äußert sich durch die fast ständige Präsenz von ein bis zwei Schiffen der nationalen Marine in dem Gebiet.

 

 

Schutz der Staatsangehörigen

 

In gefährlichen oder instabilen Sicherheitssituationen kann es zum Schutz französischer Bürger erforderlich sein, dass Evakuierungsoperationen für Staatsangehörige durchgeführt werden.

 

Die Lage in Libyen im Sommer 2014 veranlasst die französische Regierung, alle ihre Staatsangehörigen aufzurufen, das Land zu verlassen. Gleichzeitig wird der Generalstabschef aufgefordert, eine Operation zu planen und durchzuführen, damit die noch im Gebiet verbliebenen französischen Staatsangehörigen das Land auf sicherem Wege verlassen können. In der Nacht von 29. auf 30. Juli führen die Fregatte zur U-Boot-Bekämpfung Montcalm und die Fregatte vom Typ La Fayette (FLF) Courbet eine Evakuierungsoperation durch: 47 Personen sind betroffen, davon mehrheitlich französische Staatsangehörige.

 

Ebenso führen die französischen Streitkräfte am 4. und 5. April 2015 auf Beschluss des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung, das für die Sicherheit von Franzosen im Ausland verantwortlich ist, sowie in Abstimmung mit den jemenitischen Behörden eine Evakuierung der im Jemen befindlichen Staatsangehörigen durch. Drei Marineschiffe (das Schiff der Mistral-Klasse Dixmude, die FLF Aconit, das Patrouillenboot L’Adroit), ein Seeüberwachungsflugzeug Falcon 50 Marine und ein Marine-Kommandoverband werden mobilisiert und evakuieren bzw. bringen 109 Personen, davon 39 Franzosen in Sicherheit.

  • Computergrafik © EMA

  • Opération "Atalante". Sur la frégate Floréal. © C. Fiard/DICOD

  • Opération "Tamarin" en Guinée. © A. Roiné/ECPAD

Kampf gegen die Piraterie vor Somalia

 

Die Europäische Union startete im Dezember 2008 die Militäroperation „Eunavfor Atalanta“, um die Piraterie in diesem für die Versorgung Frankreichs und Europas wichtigen strategischen Gebiet zu bekämpfen, da die seeräuberischen Handlungen, die den Seehandel vor der somalischen Küste bedrohten, stark zugenommen hatten. Bis Mitte 2013 setzte Frankreich ständig eine Fregatte erster Klasse, Überwachungsflugzeuge und Verstärkung in den Zwischenmonsunphasen ein.

 

Die effiziente Operation machte eine starke Verringerung der seeräuberischen Handlungen möglich. Der französische Beitrag wurde angepasst und konzentriert sich nunmehr auf die Zwischenmonsunphase. Die Operation soll bis zum Dezember 2018 fortgesetzt werden.

 

 

Kampf gegen Menschenhandel vor der Küste Libyens: Eunavfor Med Sophia

 

 Die Europäische Union startete am 22. Juni 2015 die Marineoperation „Eunavfor Med Sophia“ zur Bekämpfung der Schlepper und Menschenhändler im Mittelmeer. Frankreich beteiligt sich an dieser Mission mit dem fast ständigen Einsatz der Schiffe der nationalen Marine bei der Operation. Regelmäßige Überwachungsflüge mit der F-50M sowie Satellitenbeobachtung tragen zum nachrichtendienstlichen Teil der Operation bei, während etwa zehn französische Militärangehörige in die operativen Stäbe eingebunden sind.

 

Seit Juni 2016 hat sich Frankreich besonders bei der Kontrolle der Waffenlieferungen an den IS engagiert, in Umsetzung der Resolution der Vereinten Nationen, mit der ein Waffenembargo gegen die Terrorgruppen in Libyen beschlossen wurde.

 

 

Schutz der europäischen Grenzen und der NATO-Mitglieder

 

2013 und 2016 entsandte Frankreich seine Jagdflugzeuge im Rahmen der Operation „Baltic Air Policing“. Diese Mission, die abwechselnd von den Luftstreitkräften der Mitgliedsländer der NATO wahrgenommen wird, soll die Integrität des Luftraums der baltischen Staaten (Litauen, Lettland, Estland) gewährleisten.

 

 

Lebensrettung: humanitäre Missionen

 

 Im August 2012 wird ein Sanitätsverband (GMC) unter Zeitdruck nach Jordanien in die Nähe der syrischen Grenze entsandt, um den Opfern der Kämpfe in Syrien zu helfen und die Flüchtlinge gesundheitlich zu betreuen. Unter dem Namen der Operation „Tamour“ wird der GMC am 9. August 2012 im Flüchtlingslager Zaatari eingesetzt. Der Verband, der fast 80 Militärangehörige zählt, ist in weniger als einer Woche einsatzbereit. Im November 2013 kann die Operation beendet werden, da sich die Zahl der Flüchtlinge relativ stabilisiert hatte und die internationale Gemeinschaft mobilisiert war, was zu einer Verbesserung der humanitären Lage beitrug. In der Zeit des Mandats führte der Sanitätsverband 350 Operationen, 22000 Untersuchungen und Rötelnimpfungen an 38.000 Kindern unter 5 Jahren durch.

Eine Pharmazeutin impft ein syrisches Kind in einer UNICEF-Schule. © S. Lafargue/ECPAD

 

Im Sommer 2014 beteiligen sich die Streitkräfte in Guinea an der Aktion Frankreichs im Kampf gegen die Ebola-Epidemie. Unter dem Namen der Operation „Tamarin“ erfolgt dieser Beitrag durch Einrichtung eines Behandlungszentrums zugunsten der Pflegenden (CTS) in Conakry, die in direkten Kontakt mit der Bevölkerung kommen und sich eventuell mit dem Virus angesteckt haben.

In fast sechs Monaten hat das Zentrum, das über etwa hundert französische Soldaten verfügte, 61 Pflegende betreut, von denen sich 26 mit der Krankheit angesteckt hatten. Die Aktion der französischen Militärangehörigen konnte 18 davon retten. Im April 2015 erlaubt die Verbesserung der epidemiologischen Lage in Guinea den französischen Rückzug in Erwägung zu ziehen. Die Schließung des CTS wird am 7. Juli 2015 verkündet.

 

Quelle: Generalstab