Die Zeit der Auslandsoperationen

Operation Einhorn. Entladen des Materials für die FANCI (Verteidigungs- und Sicherheitskräfte der Elfenbeinküste), Okt.-Dez. 2002.

Nach dem Ende des Algerienkriegs begann für die französischen Streitkräfte ein neues Zeitalter: das der Auslandsoperationen. Diese Interventionen, die 630 Soldaten in 50 Jahren das Leben kosteten, sind durch eine starke Zersplitterung - in diesem Zeitraum zählen wir fast 400 Operationen, von denen die meisten ein begrenztes Ausmaß hatten - und einer ständigen Grauzone zwischen Frieden und Krieg gekennzeichnet.

Corps 1

Nach dem Ende des Algerienkriegs begann für die französischen Streitkräfte ein neues Zeitalter: das der Auslandsoperationen. Diese Interventionen, die 630 Soldaten in 50 Jahren das Leben kosteten, sind durch eine starke Zersplitterung - in diesem Zeitraum zählen wir fast 400 Operationen, von denen die meisten ein begrenztes Ausmaß hatten - und einer ständigen Grauzone zwischen Frieden und Krieg gekennzeichnet.

Bis 1977 besteht die Priorität eindeutig in der Verteidigung des Mutterlandes im Zuge der nuklearen Abschreckung. Dennoch gibt es viele verschiedene Interventionen im Ausland. Darunter befinden sich viele Operationen ohne Anwendung von Gewalt, die entweder rein humanitär waren - die erste geht auf 1963 zurück, mit der Hilfe für Jugoslawien nach einem Erdbeben - oder zur “Unterstützung” verschiedener nichtmilitärischer Aktionen, wie der Abwurf von Material für eine Polarmission von Paul-Emile Victor im Jahre 1967. Die Interventionen sind auch zur Hälfte gewaltsame Auslandseinsätze, auch wenn ihre Anwendung immer sehr maßvoll ist. In den 1960er-Jahren geht es hauptsächlich darum, zur Stabilisierung des postkolonialen Schwarzafrikas beizutragen und dort den französischen Einfluss aufrechtzuerhalten. Die militärische Hilfe für Präsident Senghor gegen seinen Premierminister und Rivalen, Mamadou Dia, im Dezember 1962 ist die erste dieser Art nach dem Algerienkrieg. Auf sie folgt eine Intervention in Gabun, im Februar 1965, um die Macht von Präsident M'ba wiederherzustellen, der dieser durch einen Staatsstreich enthoben wurde. Die “große Aufgabe” in Afrika bleibt jedoch die Unterstützung der jeweiligen Präsidenten des Tschad gegen die Rebellenbewegungen, die manchmal von den Nachbarländern unterstützt wurden. Die erste Intervention geht auf das Jahr 1968 zurück. Auf diese folgen viele weitere mit wachsendem Ausmaß, die als einzige vor dem Einsatz in Afghanistan als Aufstandsbekämpfung bezeichnet werden können.

Im Namen der Operation Manta organisieren die Soldaten der DAO (Truppe zur operativen Unterstützung) Trainingskurse für Soldaten des Tschad an einer 20 mm-Kanone, Tschad, September-Oktober 1983. ECPAD/Benoît Dufeutrelle

Das Jahr 1977 verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Anzahl der Operationen auf dem afrikanischen Kontinent. Dabei geht es nicht mehr nur um das Aufrechterhalten der Stabilität oder die Verteidigung der französischen Interessen, sondern auch darum, dem kommunistischen Expansionsdrang in einem Umfeld abgekühlter internationalen Beziehungen entgegenzutreten. Im Laufe von vier Jahren, von 1977 bis 1980, greifen die französischen Streitkräfte, abgesehen von humanitären Missionen, 14 Mal in Afrika ein, und zwar härter als zuvor. Im Mai und Juni 1978 fallen dreiunddreißig französische Soldaten und mehrere Hundert ihrer Gegner bei den Operationen Tacaud im Tschad und Bonite in Zaire.

Diese rein militärischen, nationalen Operationen in Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten (bis heute mehr als 50), deren zahlenmäßig umfangreichsten die Operationen Manta im Jahre 1983, Oryx 1992-1993, Türkis 1994 und Einhorn seit 2002 waren, führen zum Einsatz von Bodentruppen mit zwei- bis dreitausend Mann und einem Dutzend Kampfflugzeugen. Vom taktischen Standpunkt aus betrachtet sind diese Operationen große Erfolge, die das französische Know-how beweisen. Dieses beruht auf einer schnellen Befehlskette, einem allgemeinen Konsens über diesen Einsatz von Streitkräften “nach Ermessen”, von Eingreiftruppen, Alarmverbänden, einer guten Verlegefähigkeit über mittlere Distanzen, aber auch einer enormen qualitativen Kluft zwischen den französischen Soldaten und den schlecht bewaffneten und schlecht ausgerüsteten Banden, die meistens unsere Gegner sind. Dieses System ermöglicht unseren Streitkräften, so rasch wie möglich gegen aufflammende Kämpfe vorzugehen und daher wenige Mittel aufzuwenden sowie nicht über Gebühr vor Ort zu bleiben.

Die Operation Oryx in Somalia (Dezember 1992-April 1993) und die französischen Truppen der UNOSOM II (Mai-Dezember 1993). Französisch-amerikanische Einsatzbesprechung vor dem Aufbruch nach Baidoa, 7.-30. Dezember 1992. ECPAD/Dominique Viola

Die späten 1970er-Jahre sind auch von der Intervention im Libanon geprägt, einem weiteren ehemaligen Besitz Frankreichs. Unsere Streitkräfte entdecken dort die friedenserhaltenden oder friedensstiftenden Missionen unter der Federführung der Vereinten Nationen (UNIFIL 1978) oder beide zusammen in Beirut, von August 1982 bis April 1984. Diese Beteiligung kostete 158 französischen Soldaten zwischen 1978 und 2012 das Leben, davon alleine 58 am 23. Oktober 1983 (dem tödlichsten Tag für die französischen Streitkräfte seit 1954), ohne dass das Eindringen der Israeli im Libanon in den Jahren 1982 und 2006 noch die Kämpfe zwischen den lokalen Gruppen verhindert worden wären. Daraus wird man allerdings nichts lernen.

1991 ist der plötzliche Zusammenbruch der UdSSR eine große Überraschung für Frankreich und gefährdet schnell sein militärisches Modell. Das Ende der Bipolarität lässt bislang unterdrückte Krisenherde entstehen und eröffnet auf einmal einen Handlungsspielraum für den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen sowie die Vereinigten Staaten, die Supermacht mangels Alternativen. In diesem völlig neuen Kontext der “strategischen Randlage” konnte Frankreich zwischen der Isolation und der Aufrechterhaltung seines Einflusses in seinem Hinterhof wählen.

Es geht davon aus, dass es sich aufgrund seiner “Stellung” aktiv an der allgemeinen Entwicklung einer “neuen Weltordnung” beteiligen müsse. Die Auslandsoperationen nehmen damit ein beträchtliches Ausmaß an, das außerdem eine völlige Professionalisierung der französischen Streitkräfte erfordert, wobei diese, wenn sie angefordert werden, sogar ohne Parlamentsabstimmung eingesetzt werden können.

Einerseits handelt es sich um eine Ausweitung im geografischen Sinne, denn die französischen Streitkräfte müssen in Gegenden eingreifen, in denen dies wenige Jahre zuvor unvorstellbar gewesen wäre, wie in Saudi-Arabien, den Kurdengebieten oder Kambodscha. Andererseits ist auch die Größe der eingesetzten Truppen gestiegen, mit einem Spitzenwert von über 20.000 Mann in den Jahren 1990-1991, jedoch ebenso im Bereich der Missionen mit der sofortigen, unerwarteten Rückkehr der zwischenstaatlichen Kriege (Operation Daguet gegen den Irak), auf welche Stabilisierungsoperationen im Krisenland folgen. Mit der früheren Entwicklung der Aufgaben der inneren Sicherheit (Ausnahmezustand in Neukaledonien im Jahr 1985, Grenzschutz 1986, Vigipirate (Piratenwacht) 1991) kommt wieder das klassische “strategische Dreieck” zum Vorschein: zwischenstaatlicher Krieg, Stabilisierung nach außen und innere Sicherheit.

Italienische Soldaten überwachen einen Kontrollposten auf der Straße zwischen Beirut und dem Flughafen, Libanon, Oktober 1982. ECPAD / François-Xavier Roch

Die Zeit der Blauhelme

Zwischen 1992 und 1996 setzt sich Frankreich massiv in den UNO-Operationen ein, wobei 1993 ein Höhepunkt mit 10.000 Mann erreicht wird, die gleichzeitig in Kambodscha, Somalia und vor allem in Ex-Jugoslawien (Schutztruppe der Vereinten Nationen, UNPROFOR) zum Einsatz kommen. Wenn die Operation in Kambodscha widerspruchslos ein Erfolg ist, so erwecken die Erfahrungen aus Somalia und vor allem aus Bosnien den Anschein, dass man Kriege ohne Einsatz von Gewalt stoppen könnte und zeigen, wie schwierig es für die Europäer ist, sich auf eine gemeinsame Sicht dieses Einsatzes von Gewalt zu einigen. Da die UNPROFOR nicht in der Lage ist, den Massakern entgegenzutreten und von den kriegführenden Parteien instrumentalisiert wird, muss ihr die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) zu Hilfe kommen. Diese ist die einzige regionale Militärorganisation, die in der Lage ist, nach einer kurzen Phase des Zwangs Frieden herzustellen, auf welche die Schaffung von ausreichend “überzeugenden” Maßnahmen folgt, um sich gegen die kriegführenden Parteien durchzusetzen. 116 französische Soldaten sind zwischen 1992 und 1995 in Bosnien gefallen, davon 29 in Sarajewo.

Mit Ausnahme der UNIFIL, die 2006 auf eine Stärke von 2.000 Mann mit guter Ausrüstung verstärkt wurde, bevor man sie 2012 wieder reduzierte, wendet sich Frankreich seither von den großen UNO-Missionen ab und bevorzugt die Operationen im Rahmen der militärisch wirksameren Strukturen der NATO oder der Europäischen Union.

Entschärfung einer sowjetischen Mine durch einen kambodschanischen Soldaten, der von einem Angehörigen des 6. Pionierregiments der Fremdenlegion unterstützt wird, Phnon Penh, Kambodscha, Dezember 1992. ECPAD / Michel Riehl

Multinationale Operationen

Die immer zahlreicheren NATO-Missionen sind häufig mit Gewalteinsatz und großem Aufwand verbunden. Sie implizieren daher eine starke Beteiligung Frankreichs, mit bis zu 12.000 Mann im Kosovo. Dieses fördert die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik und bringt sich ebenso stark in alle Operationen der Europäischen Union (UE) ein, aber setzt, bis zur Operation im Tschad und in Zentralafrika (EUFOR-Tschad-RCA), zwischen 2007 und 2009 nur 1.700 Mann ein. Diese Einsätze, die ziemlich erfolgreich sind, bestanden meistens aus friedenserhaltenden Operationen in kritischen Phasen, wie bei Wahlen. Die Wirksamste von allen, die vorwiegend von Frankreich durchgeführt wurde, war sicherlich die Operation Artemis, durch welche im Sommer 2003 die Sicherheit in der kongolesischen Provinz Ituri wiederhergestellt werden konnte.

Bei diesen multinationalen Operationen werden rasch neue Probleme ersichtlich, die über die einfache Interoperabilität hinausgehen. Das Hauptproblem ist die Tatsache, dass die Mitglieder einer Koalition innerlich zwischen den eigenen nationalen Zielen und den gemeinsamen Zielen gespalten sind, wobei Erstere meist überwiegen, während Zweitere mit ziemlicher Sicherheit erreicht werden. Dazu kommen oft völlig unterschiedliche Militärkulturen und ein gemeinsamer Entscheidungsprozess, sodass man sich schnell mit schwerfälligen, heterogenen Strukturen konfrontiert sieht, die den Erfolgskriterien der Auslandsoperationen entgegenstehen, die 1980 von General Servranckx festgelegt wurden, nämlich die Geschwindigkeit und die Überraschung. Das “Buschfeuer”, das durch ein schnelles Eingreifen gestoppt werden könnte, wird dann zu einem “Großfeuer” und erfordert viel umfassendere Mittel.

Daraus ergibt sich, dass die militärische Leistungsfähigkeit nur wiedererlangt werden kann, wenn einer der Teilnehmer einer Koalition sofort ausreichende militärische und finanzielle Mittel einsetzt, um eine Operation auf nationaler Ebene erfolgreich durchzuführen. Dadurch wird dieses Land zum unumstrittenen Anführer der Operation und ist an deren Erfolg interessiert. Rund um diesen harten Kern sorgen Alliierte vor allem für eine Legitimierung durch die Anzahl der Flaggen und eventuell durch so manche interessante Fähigkeit. Eine sofortige Verlegefähigkeit ist der Maßstab für die beteiligten Mächte.

In Bunia (Demokratische Republik Kongo) wird eine Sektion des 3. RIMa (Infanterieregiments der Marine), die in der Operation Artemis zum Einsatz kommt, am Posten Mogador stationiert, um die nordöstlichen Zugänge zur Stadt zu kontrollieren. Die Pioniere des DET-GEN (Pioniereinheit), die sich aus Verbänden des 6. RG (Pionierregiments) von Angers, des 2. RG von Metz und des 17. RGP (Fallschirmjägerregiments) von Montauban zusammensetzt, übernehmen die Erschließung und Befestigung des Gebiets, indem sie Bastions- oder Umfassungsmauern bauen, 6. Juli 2003. ECPAD/Thomas Samson.

Neue Aufstandsbekämpfung

Dieses System der Zusammenarbeit, das den Krisen der 1990er-Jahre am Balkan entstammt, wird schließlich im Irak und in Afghanistan ab 2001 in Frage gestellt. Nicht nur, weil die anfängliche Zwangsphase nicht ausreicht, um die gesamte bewaffnete politische Opposition zu neutralisieren, wie in Bosnien 1995 oder im Kosovo 1999, sondern weil die Methode der “Unterdrückung”, die in diesen kleinen Ländern funktionierte, in Ländern mit über 30 Millionen Einwohnern unverhältnismäßige Mittel erfordert, vor allem für kleinere Berufsarmeen. In Afghanistan wurden daher zwei parallele Operationen ausgeführt, eine zur Fortsetzung der Zwangsphase gegen die aus Pakistan geflohenen Organisationen und eine weitere zur Stabilisierung des Landes trotz der fortgesetzten Kämpfe. Frankreich beteiligte sich an der ersten (Dauerhafte Freiheit) mit Luftgeschwadern, Spezialkräften und Ausbildern sowie an der zweiten (Pamir) mit einem lange in Kabul stationierten Kontingent. Mit dem Einsatz in der Provinz Kapisa und dem Bezirk Surobi im Jahr 2008 nimmt Frankreich echte Kampfhandlungen in Form der Aufstandsbekämpfung (siehe Lexikon) auf, deren Prinzip in der Praxis seit der Intervention im Tschad nicht mehr eingesetzt worden war. Bei einer vergleichbaren Stärke der Streitkräfte verlor Frankreich 88 Mann, erreichte aber die Sicherung seines Zuständigkeitsbereichs und die Übergabe an die afghanische Armee. Die Anforderungen eines Krieges zur Aufstandsbekämpfung und die Grenzen der Koalitionsmaßnahmen veranlassen Frankreich und seine Alliierten daher, andere, scheinbar effizientere Wege zu suchen. So erfolgt die Intervention in Libyen gegen das Regime von Oberst Gaddafi auf indirekte Weise mit Luftangriffen und mithilfe von Rebellen, jedoch ohne Erwägung eines Bodeneinsatzes. Die mit drei Alliierten begonnene Operation endet in einer Koalition, mit allen damit verbundenen Verzögerungen, während es sich wieder einmal erweist, dass die strategische Entscheidung nur am Boden erfolgen kann und die lokalen Alliierten dazu kaum in der Lage sind. Letztlich ist die Operation Harmattan, die französische Beteiligung an der NATO-Operation, ein Erfolg. Dieser wurde ohne Verluste von Menschenleben erzielt, aber dennoch benötigte eine Organisation, die geschaffen wurde, um in wenigen Tagen eine Großoffensive des Warschauer Paktes zu stoppen, zehn Monate, um einem Diktator und seiner Miliz beizukommen.

Französisch-deutsche Patrouille im städtisch geprägten Teil des Polizeibezirks 11, Kabul, Afghanistan, April 2003. ECPAD/Johann Peschel

Rückkehr nach Afrika, südlich der Sahara

Das Scheitern der bisher eingesetzten Methoden muss mit der Eroberung Nord-Malis im April 2012 durch die Unabhängigkeitskämpfer und Dschihadisten eingestanden werden, da man gleichzeitig das Scheitern des amerikanischen indirekten Vorgehens beobachten konnte - die malische Armee, die so schnell zusammengebrochen war, war vom amerikanischen Kommando in Afrika sorgfältig betreut worden. Außerdem musste man feststellen, dass alternative Lösungen zur direkten französischen Intervention, die seit Beginn der 1990er-Jahre in die Wege geleitet wurde, unwirksam waren. Nach fünfzehn Jahren der Stärkung der afrikanischen friedenserhaltenden Fähigkeiten wäre, ohne Dschihadistenoffensive, praktisch ein ganzes Jahr erforderlich gewesen, um eine leichte innerafrikanische Brigade zusammenzustellen, auszubilden, auszurüsten und zu motivieren, die in der Lage ist, die Aufgaben zu übernehmen. Die meisten Mitglieder der Europäischen Union haben es immer noch nicht besonders eilig, sich bei der Ausübung von Zwang zu engagieren, insbesondere in Afrika. Was die zu Gefechten alternativen Methoden anbelangt, wie die neun Jahre lang mit der Operation Einhorn in der Elfenbeinküste durchgeführte Vermittlung, bei der 27 französische Soldaten gefallen sind, so haben sich diese als wenig effizient erwiesen.

Man hätte daher bis zum Ende eines Prozesses und dessen “Schwerfälligkeit” gehen müssen, um den Mut der Dschihadisten anzustacheln und schlussendlich keine andere Wahl mehr zu lassen, als zur klassischen Intervention “nach Art Frankreichs” zurückzukehren und in eine neue Ära der Auslandsoperationen einzutreten.

Oberst Michel Goya - Strategieblog: Der Weg des Schwertes

in Les Chemins de la Mémoire 235/April 2013

Siehe auch auf Educadef Les opérations extérieures (Die Auslandsoperationen)


Lexikon

Ein Aufstand wird definiert als die Aktivitäten einer nicht staatlichen, bewaffneten Organisation, mit der gewaltsam eine politische Änderung der regierenden Macht eines Landes oder einer Region bewirkt werden soll.

Aufstandsbekämpfung bedeutet daher die Gesamtheit der militärischen oder anderen Aktivitäten jeder Art, die zur Niederschlagung eines Aufstandes notwendig sind. Sie besteht im Allgemeinen in der gleichzeitigen Bekämpfung der bewaffneten Kräfte des Gegners und der Reaktion auf die wesentlichen Motive für die Unzufriedenheit einer Bevölkerung, seien sie sicherheitsrelevanter, sozialer oder politischer Natur. Die moderne Aufstandsbekämpfung seit Ende der Entkolonialisierung erfordert häufig Unterstützung von außen zugunsten des lokal angegriffenen Staates.