Museum des Protestantismus im Haut-Languedoc

Vue extérieure du musée. Source : site parc-haut-languedoc.fr

Dieses Museum bietet einen historischen Überblick vom 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit mit einer starken lokalen Verankerung.

Das historische Museum des Protestantismus im Haut-Languedoc in Ferrières im Departement Tarn bietet einen historischen Überblick vom 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit mit einer starken lokalen Verankerung. Das Museum, das mit der Universität von Toulouse zusammenarbeitet, behandelt anhand von Ausstellungen und Kolloquien jedes Jahr ein anderes Thema. Das Haut-Languedoc wurde ab dem 16. Jahrhundert stark von der Reformation und dem lang andauernden Widerstand betroffen, die in der mündlichen Überlieferung noch stark vertreten sind. Auch die Verfolgung der Protestanten im 17. und 18. Jahrhundert hat tiefe Spuren in dieser Region hinterlassen.

Im Sinne des Gesetzes Nr. 2002-5 vom du 4. Januar 2002 ist das Museum des Protestantismus im Haut-Languedoc ein "Musée de France". Es wird von einem gemeinnützigen Verein geleitet, der mit der Société d'Histoire du Protestantisme Français (Gesellschaft der Geschichte des Protestantismus in Frankreich) verbunden ist und erzählt die Geschichte des Edikts von Nantes, der Turbulenzen der Revolution, des Widerstands, insbesondere was den Anteil dieser Gegend an den theologischen Bewegungen betrifft, bis hin zur Gründung von sozialen Werken und Gesellschaften, die den französischen Protestantismus des 19. und 20. Jahrhunderts kennzeichneten sowie seine Rolle während des Zweiten Weltkriegs. Seit nunmehr 40 Jahren (Gründung im Jahr 1967) ist das Museum des Protestantismus im Haut-Languedoc in Ferrières ein Ort der Präsentation und der Bewahrung von Gegenständen und Werken (zum größten Teil Schenkungen), die mit der Geschichte des Protestantismus in der Region des Haut-Languedoc in Verbindung stehen. Das in der Maison du Luthier untergebrachte Museum bietet seinen Besuchern eine Dauerausstellung, die in chronologischer Reihenfolge die reiche, vielseitige und turbulente Geschichte vom 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit erzählt, sowie zeitlich begrenzte Ausstellungen, deren jedes Jahr wechselnde Themen in Verbindung mit aktuellen oder gesellschaftlichen Themen stehen, die zu Debatten oder Reflexionen führen (Ausstellung 2004: "Religion und Gewalt der Religion vom 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit" (Religion et violences de religion du XVI°siècle à nos jours).
Die Dauerausstellung zeigt in 5 Räumen Gegenstände, Schriften, Drucke und Gemälde. Der erste Raum, der von einer imposanten Kanzel aus dem Tempel von Revel dominiert wird, ist der Reformation des 16. Jahrhunderts gewidmet. Hier finden sich insbesondere Portraits der Reformatoren sowie eine bedeutende Sammlung an Bibeln (aus allen Epochen), wobei die älteste Bibel des Museums aus dem Jahr 1564 stammt und in Lyon von Jean de Tournes gedruckt wurde. Bevor der Besucher die Mezzanine besichtigt, entdeckt er das 16. und das 17. Jahrhundert und dabei insbesondere die Geschichte des hl. Bartholomäus, die Religionskriege, Heinrich IV. und das Edikt von Nantes aber auch die Entwicklung des geistigen und intellektuellen Lebens mit den ersten protestantischen Akademien.
In einem der "Wüste" gewidmeten Raum kann man einige der wichtigsten Stücke des Museums sehen, darunter: Eine abbaubare Kanzel, Kultgegenstände aus der "Wüste", Méreaux (Erkennungsmarken), das Modell einer Galeere oder auch Drucke über die Fälle Calas und Sirven. Das Museum zeigt anschließend die Restauration und die Ausweitung des Protestantismus im 19. Jahrhundert mit dem Wiederaufbau der Tempel und Gebäude, den sozialen und erzieherischen Aktivitäten, der missionarischen Dimension des Protestantismus (Präsentation einer Projektionslaterne mit gläsernen Photoplatten) und nicht zu vergessen das industrielle Abenteuer der Region Mazamet-Castres.
Der Besuch endet mit der Vorführung eines regionalen und nationalen Panoramas des Protestantismus, der Vitalität der reformierten Kirche und der Rolle der Protestanten, insbesondere in den Bergregionen der "Montagne", beim Widerstand und dem Schutz der Juden. Der Museumsverein verwaltet auch eine Bibliothek mit über 14.000 Werken (Bibeln, Psalmenbücher, theologische Werke) und Archiv-Dokumenten, die zu den bedeutendsten Werken Frankreichs auf diesem Gebiet zählen sowie eine Reihe sehr alter Werke. Das Museum umfasst auch einen Genealogiebereich, in dem fast 40.000 Urkunden (Taufen, Hochzeiten, Todesurkunden) gesammelt sind. Zusätzlich dazu finden im Verlauf der Saison verschiedene Veranstaltungen statt. Seit zwei Jahren organisiert der Verein die "Estivales de Ferrières" und bietet dabei Animationen rund um das Thema des Museums. Eine Konferenzreihe in Verbindung mit der Kurzausstellung. Themenwanderungen rund um Ferrières im Wald von Montagnol. Ein Konzert im Juni 2004. Das Thema der Kurzausstellung 2005 war "Der Laizismus in Frankreich". Die Präsentation in Form von 10 Tafeln wurde von der Abteilung der Präsidentschaft der Nationalversammlung und der Historikerin Valentine Zuber realisiert. Zu sehen waren auch Register und Dokumente aus den Berggemeinden der "Montagne", in denen ihre Position gegenüber dem Gesetzesvorhaben zur Trennung von Kirche und Staat deutlich wird.
Musée du Protestantisme en Haut-Languedoc(Museum des Protestantismus im Haut-Languedoc) Maison du Luthier 81260 Ferrières (Tarn) Empfang: + 33 (0)5.63.74.05.49 Sekretariat: + 33 (0)5.63.73.45.01 E-Mail: secretariat@mpehl.org Öffnungszeiten Von Juli bis zum 18. September: Dienstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr, an den anderen Tagen von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr. Von Ostern bis Allerheiligen: An Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Andere Perioden: Auf Anfrage Preise Eintritt: 3 € für Erwachsene, 1 € für Kinder, 2 € für Studenten und Gruppen

  • Salle 1. Source : Musée historique du protestantisme en Haut-Languedoc

  • Objets du culte. Source : site mpehl.org

  • Vue extérieure du musée. Source : perso.wanadoo.fr/bernard.tournier/musee

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    Informationen

    Anschrift

    81260
    Ferrières
    Accueil : 05.63.74.05.49 Secrétariat : 05.63.73.45.01

    Gebühr

    Entrée : 3 € pour les adultes, 1 € pour les enfants, 2 € pour les étudiants et les groupes

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    De juillet au 18 septembre : les mardis et dimanche de 14h à 18h, les autres jours de 10h à 12h et de 15h à 19h. De Pâques à Toussaint : de 14h à 18h les dimanches et jours fériés. Autres périodes : à la demande.