Der Verteidigungssinn

Chapeau

Der stellvertretende General für Einsätze (général adjoint engagements, GAE) Christophe de Gouttes unterstützt den befehlshabenden General der Verteidigungs- und Sicherheitszone Südost bei seinen Aufgaben. Aufgrund der Besonderheit dieses Gebietes an der Grenze der Region Neu-Aquitanien hat er auch das Kommando der Landzone inne.

Rallye citoyen du camp de Souge, avril 2017. © P. Vadier / Armée de l'Air
Texte

In welcher Hinsicht ist der GAE in den Unterricht über Verteidigung und die Weitergabe der Erinnerung an die zeitgenössischen Konflikte an die Jugend im lokalen Bereich eingebunden?

Er ist ein wichtiger Akteur bei den im Rahmen des akademischen Trinoms von Gironde durchgeführten Aktionen. Eine der Hauptaufgaben des akademischen Trinoms besteht in der Förderung des Austausches zwischen den Bildungs- und Militärgemeinschaften, um bei den ganz jungen Menschen einen Verteidigungssinn zu entwickeln. Als Verteidigungsreferent für das Trinom von Bordeaux kümmere ich mich darum, die Verbindung zwischen den Soldaten und Lehrkräften im Informations-, Gedanken- und Ausbildungsaustausch aufrechtzuerhalten.

Die Armee kann Mittel zur Durchführung von Aktivitäten bereitstellen, die sich an die Jugend richten: Begegnungen von Bildung und Verteidigung, Darstellungen der Herausforderungen und Berufe im Verteidigungsbereich, Teilnahme an nationalen Gedenkfeiern, Erfahrungsberichte in Schul- und Universitätseinrichtungen, Themenausstellungen und -tage über Verteidigung und Bürgersinn, Besuche bei Militäreinheiten, Teilnahme an Wettbewerben zwischen Streitkräften und Jugend und nationalen Operationen im Rahmen des Bürgerweges: Tag der Verteidigung und des Bürgersinns, Sponsoringoperation, Nationaler Reservistentag (Journée nationale du réserviste, JNR) usw. Meine Aufgabe besteht in der Mobilisierung dieser Mittel. Und insbesondere zugunsten der Bürger-Rallyes, die aus sportlichen und intellektuellen Veranstaltungen rund um die Werte Bürgersinn, Engagement und Solidarität bestehen. Diese Rallyes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: dieses Jahr nahmen im gesamten Südwesten 1630 Mädchen und Jungen zwischen 15 und 17 Jahren aus 88 Gymnasien und 91 Mittelschulen daran teil. Diese Aktivität schafft durch ihre Organisation Partnerschaften, den Austausch und den Zusammenhalt in Bezug auf ein Projekt, während sie gleichzeitig den Austausch zwischen den jungen Menschen, den Lehrkräften und den Soldaten fördert.

Können Sie uns von der Bürger-Rallye im Lager Souge, die im April stattfand, erzählen?

Die Bürger-Rallye von Souge ist der Vorgänger dieser Aktivität in der Akademie von Bordeaux. Die vor zehn Jahren ins Leben gerufene Aktivität hat sich schrittweise auf die gesamte Verteidigungszone ausgedehnt. Das Gelände von Souge in der Gemeinde Martignas-sur-Jalle ist der Stützpunkt des 13. Fallschirm-Dragoner-Regiments. Es besitzt auch eine starke Gedenkfunktion, denn es beherbergt das Mahnmal der Opfer von Souge (Mémorial des fusillés de Souge, hier fanden 259 Erschießungen statt).

Die Bürger-Rallye wird vom akademischen Trinom der Gironde organisiert. Aufgrund ihres Erfolges haben wir nun eine „Gymnasium“-Rallye und eine „Mittelschul“-Rallye und müssen die Anzahl der teilnehmenden Einrichtungen beschränken. Wir binden 14 Gymnasien und 14 Mittelschulen des Départements ein, also etwas mehr als 280 Schüler. Die Partner der Rallye sind vielfältig: die Streitkräfte, die Gendarmerie, die Polizei, die nationale Bildung, das IHEDN, der Zivilschutz, der Wehrdienst usw. Ebenfalls vertreten ist der Verband der Bürgermeister der Gironde, der die Beziehung zum zivilen Bereich herstellt, sowie der Gedenkverband für die Opfer von Souge. Es wird auf diese Weise die Vergangenheit mit der Gegenwart verbunden, um die Zukunft vorzubereiten: der Kreis schließt sich!

Warum ist es wichtig, dass die militärische Gemeinschaft aktiv wird, um die Geschichte und das Gedenken unseres Landes der jungen Generation zu vermitteln?

Wenn man unsere Geschichte betrachtet, lassen sich leicht Anlässe für Stolz und Gelegenheiten finden, bei denen sich die Franzosen massenhaft aus guten Gründen engagiert haben. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, brauchen unsere jungen Mitbürger Waffen. Mit der Würdigung jener, die sich für das Leben und Überleben unserer Nation eingesetzt haben, wollen wir zusammen mit der nationalen Bildung die Herausforderung annehmen. Die Verteidigung und Sicherheit unseres Landes stützt sich nicht auf Gemäuer, sondern auf den Willen der Bürger.

Der militärischen Gemeinschaft gelang es dank der akademischen Trinome und der vermittelnden Rolle des IHEDN einen angemessenen Platz neben der Bildungsgemeinschaft einzunehmen. Heute sind „Armee-Nation“ und „Armee-Jugend“ Ausdrücke, die eine konkrete Umsetzung haben.


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Die Redaktion

Mehr kennen

Website des Gedenkverbandes der Opfer von Souge: www.fusilles-souge.asso.fr

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