Aux origines de la France Libre

Ardennen, Soldaten der 10. Panzer - Division überqueren die Maas. (15. - 20. Mai 1940)
Corps 1
Der Aufruf vom 18. Juni 1940 Am 10. Mai 1940 dringen die deutschen Truppen in die Niederlande und nach Belgien ein. Die französischen und englischen Truppen greifen ein, um die Linie Dyle-Breda zu verstärken. Umsonst. Am 13. Mai greifen die Panzer von General Guderian mit Unterstützung der Luftwaffe Sedan an und schlagen in den Ardennen eine Bresche an einer schwachen Stelle in der Maginot - Linie.
Corps 2


Die Wehrmacht bildet im Westen einen Kessel und trennt damit die alliierten Streitkräfte, die im Norden, in Belgien im Einsatz sind, von denen im Süden. Die Niederlande kapitulieren am 15. Mai. Am 27. Mai kapituliert Leopold III. von Belgien, als die britischen und französischen Truppen nördlich einer Linie Boulogne - Sedan in eine Falle geraten sind. Der Widerstand nimmt von Tag zu Tag ab, bis er sich schließlich nur noch auf Dünkirchen konzentriert. Die Stadt mit ihrem Hafen ist nun für 340 000 Soldaten der einzige Fluchtweg nach England, zu einem Zeitpunkt, als die letzten französischen Gegenangriffe südlich von Abbeville zwischen dem 28. und dem 31. Mai, an denen Oberst de Gaulle teilnimmt, angesichts des deutschen Vormarsches zum Erliegen kommen.

Vom 5. bis zum 12. Juni gibt es erbitterte Kämpfe an der Somme und an der Aisne. Die deutsche Armee beginnt mit ihrer Offensive gegen Paris, während die französische Armee unter General Weygand versucht, den feindlichen Vormarsch zu begrenzen, wie z.B. die Männer von General de Lattre de Tassigny in Rethel (Ardennen). Aber die Luftwaffe hat die Luftüberlegenheit und zerstört die Verteidigungslinie "Weygand". Italien unter Mussolini ergreift die Gelegenheit und erklärt den Alliierten am 10. Juni den Krieg. Am 12. Juni erfolgt der Zusammenbruch.

Nun beginnt für acht Millionen Zivilisten der Exodus, und dieser Strom vermischt sich mit dem Debakel der französischen Armee. Paris, das zur offenen Stadt erklärt wurde, erblickt am 14. Juni die deutsche Vorhut. Die Regierung von Paul Reynaud zieht sich am nächsten Tag nach Bordeaux zurück, entschlossen, den Kampf fortzusetzen. Charles de Gaulle, der am 1. Juni 1940 vorläufig zum Brigadegeneral befördert wird, wird, da die Politiker wissen, dass er zwischen 1932 und 1937 die Funktion eines Generalsekretärs für Verteidigung ausgeübt hat, einige Tage später zum Unterstaatssekretär für die nationale Verteidigung ernannt. Er wird von dem Ratspräsidenten beauftragt, sich mit dem britischen Premierminister Winston Churchill zu treffen, um die Fortsetzung des Kampfes zu organisieren. Dieser hat sich tatsächlich von Jean Monnet dafür gewinnen lassen, sofort eine Fusion zwischen der französischen und der britischen Regierung herzustellen. Durch diese Allianz sollen die beiden Länder gegenüber Deutschland solidarisch handeln und die Risiken einer direkten Verhandlung zwischen den beiden Mächten vermeiden. Als er am 16. abends mit dem Text des Vertrages über die französisch - britische Union von seiner Mission zurück kehrt, erfährt de Gaulle, dass die Regierung Reynaud zurück getreten ist und beschließt, wieder nach England zu gehen. Am 17. Juni mittags ertönt die Stimme des neuen Regierungschefs, Philippe Pétain, über den Äther:

"Franzosen ! Auf Bitten des Herrn Präsidenten der Republik hin übernehme ich von heute an die Führung der Regierung Frankreichs. Überzeugt von der Zuneigung unserer bewunderungswürdigen Armee, die mit einem Heldenmut, der ihrer langen militärischen Tradition würdig ist, gegen einen an Zahl und Waffen übermächtigen Feind kämpft, überzeugt, dass sie durch ihren großartigen Widerstand ihre Pflicht gegenüber unseren Verbündeten getan hat, überzeugt von der Unterstützung durch unsere ehemaligen Frontsoldaten, die ich führen durfte, was mich mit Stolz erfüllt, überzeugt von dem Vertrauen des gesamten Volkes, mache ich Frankreich meine Person zum Geschenk, um sein Unglück zu mildern. In diesen Stunden des Unglücks denke ich an die bedauernswerten Flüchtlinge, die in unendlicher Not über unsere Straßen ziehen. Ich drücke ihnen mein Mitleid und mein Wohlwollen aus. Tief betrübt sage ich euch heute, dass der Kampf eingestellt werden muss.

Ich habe mich in dieser Nacht an den Gegner gewandt und habe ihn gefragt, ob er bereit ist, mit uns, unter Soldaten, nach dem Kampf und in allen Ehren nach Mitteln zu suchen, die Feindseligkeiten zu beenden. Ich bitte alle Franzosen, sich um ihre Regierung zu scharen, die ich in dieser Zeit schwerer Prüfung führe, ihre Angst zum Schweigen zu bringen und nur noch Vertrauen in das Schicksal des Vaterlandes zu empfinden".

General de Gaulle, begleitet von seinem Adjutanten, Leutnant Geoffroy de Courcel, trifft am Morgen des 17. Juni 1940 in London ein und bittet Churchill um die Genehmigung, am Radio mit den Franzosen zu sprechen. In seiner provisorischen Unterkunft 7-8, Seymour Grove redigiert er den Text des Aufrufs, den er am nächsten Tag, dem 18. Juni 1940 gegen 20 Uhr über die B.B.C. verliest. Am kommenden Tag wird er gegen 16 Uhr erneut im Radio verlesen. Eine fast vollständige Fassung des Textes wird von der B.B.C. an die französische Presse gegeben und in der noch freien Presse im Süden von Frankreich veröffentlicht. Die Rede wirkt als Antwort auf die Ansprache von Pétain. Während der Marschall die französische Niederlage der zahlenmäßigen und technischen Übermacht des Gegners zurechnet, die ihm unbesiegbar erscheint, betont de Gaulle, dass die Niederlage auf der falschen Wahl des militärischen Führungsstabes beruht. Dem Mitleid und dem Wohlwollen von Pétain gegenüber den unglücklichen Franzosen und heldenhaften Soldaten stellt der General sein Vertrauen in das französische Empire entgegen, in die Unterstützung durch das britische Empire und in die Stärke der amerikanischen Industrie. Statt der Kapitulation eines isolierten Frankreichs im Rahmen eines deutsch - französischen Krieges stellt de Gaulle den globalen Charakter des Konfliktes heraus, beharrt auf dem baldigen Eingreifen anderer Mächte und appelliert an die Lebenskräfte der Nation, den Kampf fortzusetzen. In diesem Zusammenhang nennt er dreimal das Wort "ennemi - Feind", aus dem lateinischen inimicus, mit dem etymologisch eine Person bezeichnet wird, die jemanden hasst und ihm schaden will, während der Marschall Deutschland milder mit dem Terminus "adversaire - Gegner", adversarius, beschreibt, der denjenigen bezeichnet, der sich widersetzt.

Indem er die Gründe der Niederlage auf diese Weise erklärt, legt er die Ziele des Kampfes fest, präzisiert die Mittel des Sieges, weckt neue Hoffnung und gibt der Fortsetzung des Kampfes und des Widerstandes einen Sinn.

Die militärischen Führer, die seit vielen Jahren an der Spitze der französischen Streitkräfte stehen, haben eine Regierung gebildet. Unter Berufung auf die Niederlage unserer Armeen hat sich diese Regierung mit dem Feind in Verbindung gesetzt, um den Kampf einzustellen. Sicherlich waren und sind wir von der mächtigen Maschinerie, der Stärke der Land- und Luftstreitkräfte des Feindes überrollt worden. Viel mehr als ihre Anzahl sind es die Panzer, die Flugzeuge, die Taktik der Deutschen, die uns zurückweichen lassen. Es sind die Panzer, die Flugzeuge, die Taktik der Deutschen, die unsere Führer überrascht und dahin gebracht haben, wo sie heute stehen. Aber war das das letzte Wort? Muss deshalb die Hoffnung sterben? Ist die Niederlage endgültig? Nein! Glaubt mir, mir, der um die Dinge weiß und euch sagen kann, dass für Frankreich nichts verloren ist. Dieselben Mittel, die uns besiegt haben, können uns eines Tages zum Sieg verhelfen. Denn Frankreich steht nicht allein! Es steht nicht allein! Es steht nicht allein! Es hat hinter sich ein riesiges Empire. Es kann sich mit dem britischen Empire zusammenschließen, das das Meer beherrscht und den Kampf fortsetzt. Es kann wie England unbeschränkt von der riesigen Industrie der Vereinigten Staaten Gebrauch machen. Dieser Krieg ist nicht auf das unglückliche Territorium unseres Landes beschränkt. Dieser Krieg besteht nicht nur aus der Schlacht um Frankreich. Dieser Krieg ist ein Weltkrieg. Alle Fehler, alles Zögern, alle Leiden hindern nicht daran, dass das Universum alle Mittel bietet, um unsere Feinde eines Tages zu zerschlagen. Heute hat uns die Macht der Maschinen erschlagen, aber in der Zukunft können wir durch stärkere Maschinen siegen. Das ist das Schicksal der Welt. Ich, General de Gaulle, im Augenblick in London, rufe die französischen Offiziere und Soldaten auf, die sich in England aufhalten oder nach England kommen, mit oder ohne ihre Waffen, ich rufe die Ingenieure und die Facharbeiter der Waffenindustrie auf, die sich auf britischem Territorium aufhalten oder dorthin kommen, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Was auch immer geschieht, die Flamme der französischen Resistance darf nicht verlöschen und wird nicht verlöschen. So wie heute werde ich auch morgen am Radio in London sprechen.

Nach dem Aufruf vom 18. Juni, von dem keine Aufzeichnung erhalten ist, hielt General de Gaulle am 22. Juni eine zweite Rede am Radio in London, in der er seinen Entschluss bekräftigt, den Kampf fortzusetzen und dabei zum ersten Mal den Ausdruck "Freies Frankreich" benutzt. Diese Botschaft wird in der Presse und auf Plakaten veröffentlicht. Sie geht an Stelle der ersten Rede in das kollektive Gedächtnis ein und markiert den Beginn der französischen Resistance: Nachdem die französische Regierung um den Waffenstillstand gebeten hat, erfährt sie die vom Feind diktierten Bedingungen. Die Bedingungen schreiben vor, dass die französischen Land-, See- und Luftstreitkräfte vollständig demobilisiert werden, dass unsere Waffen abgeliefert, das französische Territorium besetzt wird und die französische Regierung von Deutschland und Italien abhängig ist. Man kann also sagen, dass dieser Waffenstillstand nicht nur eine Kapitulation sondern auch eine Versklavung bedeutet. Viele Franzosen akzeptieren weder die Kapitulation noch die Versklavung aus Gründen, die man als Ehre, gesunder Menschenverstand, höheres Interesse des Vaterlandes bezeichnen kann. Ich sage Ehre! Denn Frankreich hat geschworen, seine Waffen nur im Einverständnis mit den Alliierten abzugeben. Solange seine Verbündeten den Krieg fortsetzen, hat die Regierung nicht das Recht, sich dem Feind auszuliefern. Die polnische Regierung, die norwegische Regierung, die belgische Regierung, die holländische Regierung, die Regierung von Luxemburg, alle haben, wenn sie auch aus ihrem Land vertrieben waren, ihre Pflicht so verstanden.

Ich sage gesunder Menschenverstand! Denn es ist absurd, den Kampf für verloren zu erklären. Es ist wahr, dass wir eine schwere Niederlage erlitten haben. Ein schlechtes militärisches System, Fehler bei der Durchführung der Operationen, der Gedanke der Regierung während der letzten Kämpfe, aufzugeben, all das hat dazu geführt, dass wir die Schlacht um Frankreich verloren haben. Aber es bleibt uns ein riesiges Empire, eine intakte Flotte, viel Gold. Es bleiben uns Verbündete, deren Ressourcen unendlich groß sind und die die Meere beherrschen. Es bleiben uns die gigantischen Möglichkeiten der amerikanischen Industrie. Dieselben Kriegsbedingungen, die uns mit 5 000 Flugzeugen und 6 000 Panzern besiegt haben, können uns morgen mit 20 000 Panzern und 20 000 Flugzeugen den Sieg bringen. Ich sage das höhere Interesse des Vaterlandes! Denn dieser Krieg ist kein deutsch-französischer Krieg, den eine einzige Schlacht entscheiden kann. Dieser Krieg ist ein Weltkrieg. Niemand kann voraussehen, ob die Völker, die heute neutral sind, es auch morgen noch sind, oder ob die Verbündeten von Deutschland immer seine Verbündeten bleiben werden. Wenn die Kräfte der Freiheit schließlich über die Kräfte der Sklaverei siegen würden, wie sähe das Schicksal Frankreichs aus, wenn es sich dem Feind unterworfen hätte? Die Ehre, der gesunde Menschenverstand, das Interesse des Vaterlandes gebieten allen freien Franzosen, den Kampf fortzusetzen, dort wo sie sind und so gut sie können. Es ist also notwendig, überall wo es möglich ist eine französische Streitmacht aufzustellen, die so groß wie möglich ist. Alles was an französischen Soldaten und französischen Mitteln der Waffenproduktion vereint werden kann, muss organisiert werden, wo es vorhanden ist. Ich, General de Gaulle, führe hier, in England, diese nationale Aufgabe durch. Ich rufe alle französischen Soldaten der Land-, See- und Luftstreitkräfte auf, ich rufe alle französischen Ingenieure und Facharbeiter der Waffenproduktion, die sich auf britischem Territorium befinden oder dorthin kommen können, auf, sich mir anzuschließen. Ich rufe die militärischen Führer und die Soldaten, die Seeleute, die Flieger der französischen Land-, See- und Luftstreitkräfte, wo immer sie sich im Augenblick befinden, auf, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Ich rufe alle Franzosen auf, die frei sein möchten, mich anzuhören und mir zu folgen. Es lebe das freie Frankreich in Ehre und Unabhängigkeit!

Diese Wahl beruhte auf zwingenden Voraussetzungen : Die Ehre Frankreichs. Frankreich und Großbritannien hatten sich verpflichtet, zusammen bis zum Sieg zu kämpfen, und keine französische Regierung konnte dies gegebene Wort brechen. Der gesunde Menschenverstand. Die Niederlage Frankreichs war nicht endgültig. Die britischen und französischen Flotten beherrschten die Meere. Großbritannien konnte demnach den Angriffen der deutschen Armee Widerstand leisten. Die Ressourcen der französischen und britischen Weltreiche waren intakt. Die Vereinigten Staaten versprachen, den Krieg führenden Alliierten mit ihrem riesigen wirtschaftlichen Potential zu helfen.

Das höhere Interesse der Nation. Um seine Freiheit, seine Interessen, seine Zukunft zu verteidigen, musste sich Frankreich am Ende des Krieges in dem Lager der Sieger befinden und schon jetzt eine aktive Rolle in allen Kämpfen spielen. Das freie Frankreich vertrat also das Krieg führende Frankreich. Einige Wochen später, am 3. August 1940, wird ein von General de Gaulle in seinem Hauptquartier, 4, Carlton Garden in London unterzeichnetes Plakat in den Straßen der britischen Hauptstadt angeschlagen. Die Situation in Frankreich ist nicht mehr dieselbe wie 1940. Die Regierung von Marschall Pétain in Vichy hat den Waffenstillstand unterschrieben, der die Niederlage Frankreichs besiegelt, und den Staat Frankreich gegründet. Während sich De Gaulle in seiner Rede vom 18. Juni noch gemäßigt gegen die neuen Führer Frankreichs ausdrückt, so beschuldigt er am 3. August die Regierung, sich entehrt zu haben, indem sie kapituliert und Frankreich "der Sklaverei" ausgeliefert habe. Er bekräftigt nun den offiziellen Charakter des freien Frankreichs und der einzigen rechtmäßigen Regierung, die bald von der britischen Regierung anerkannt wird. Dieser lange mit dem Text des Aufrufs vom 18. Juni verwechselte Aufruf richtet sich "An alle Franzosen", Angehörige des Militärs und Zivilisten, aus allen Berufsgruppen, sozialen Schichten und an allen Orten, an denen sie sich befinden.

Zu Beginn dieses Sommers 1940, inmitten des Chaos, des Exodus, der Niederlage können nur wenige Franzosen diese Aufrufe hören, vor allem den vom 18. Juni. Noch geringer ist die Zahl derjenigen, die darauf antworten: einige Soldaten und Offiziere der unteren Ränge (Monclar, Koenig, Leclerc, Massu, Namen, die später berühmt wurden). Ein Konteradmiral (Muselier), zwei Generäle (Catroux und Legentilhomme), zwei Parlamentarier (Pierre Cot und Pierre-Olivier Lapie), Persönlichkeiten und hohe Beamte (Professor Cassin, André Diethelm, Gaston Palewski), aber auch Hunderte von Männern und Frauen, die unbekannt blieben... Soldaten, Flieger und Seeleute kommen nach London, Ägypten, nach Zypern oder nach Palästina, um den Kern der Freien Französischen Streitkräfte zu bilden.

Diese Männer und Frauen, die den Kanal, Territorien, Ozeane und Kolonien durchquert haben, um auf den Aufruf von General de Gaulle zu antworten, haben einen Trupp von Freiwilligen gebildet, deren gemeinsames Zeichen das Lothringer Kreuz ist: die freien Franzosen. Andere entschieden sich dafür, den Kampf auf dem besetzten nationalen Territorium zu führen, in den Netzen, Bewegungen oder im Maquis haben sie auf tausend verschiedene Arten gekämpft: durch Nachrichten, die Rettung von alliierten Piloten, in der Untergrundpresse, durch Hilfe für die Verfolgten, Sabotageakte... Alle haben gemeinsame Anstrengungen gemacht, ihr am 18. Juni festgelegtes Ziel zu erreichen. Während fünf langer Jahre, unter den größten Opfern, haben diese Franzosen die Trikolore hoch gehalten. Sie haben es der provisorischen Regierung der französischen Republik unter General de Gaulle möglich gemacht, die Legitimität der Nation zu verkörpern. Sie haben es auch ermöglicht, dass Frankreich bei der Kapitulation Deutschlands und Japans vertreten war und einen Sitz unter den fünf großen Nationen des Ständigen Rats der neuen Organisation der Vereinten Nationen innehatte. Das Engagement dieser Kämpfer ist ein Beispiel für die späteren Generationen, eine Forderung und eine Verpflichtung. Als Verkörperung des Geistes der Résistance haben sie Frankreich eine Stimme, einen Willen und eine Hoffnung gegeben.

Seit der Befreiung wird der Aufruf vom 18. Juni 1940 jedes Jahr von den freien Franzosen und den Vereinigungen der Résistance feierlich begangen, die sich vor den Kriegerdenkmalen und den nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Ehrenmalen für die Märtyrer der Résistance am Mont Valérien in Suresnes und in den meisten französischen Städten versammeln. 2005 wurde der Aufruf vom 18. Juni von der Unesco in die Liste des Kulturerbes der Welt aufgenommen, in die seit 1997 Dokumente von universellem Interesse aufgenommen werden, um sie zu erhalten. Auf Vorschlag des Institut national de l'audiovisuel (INA, Frankreich) und der British Broadcasting Corporation (BBC, Vereinigtes Königreich) wurden vier Dokumente aufgenommen, die als Schlüsselzeugnisse für das Ereignis gelten: das Manuskript des Textes des über Rundfunk verlesenen Aufrufs vom 18. Juni, die Radioaufnahme des Aufrufs vom 22. Juni, das Manuskript des Anschlags vom 3. August und das Plakat selbst. Seit dem 10. März 2006 ist der 18. Juni durch Verordnung der "nationale Tag des Gedenkens an den historischen Aufruf von General de Gaulle, die Niederlage zurück zu weisen und den Kampf gegen den Feind fortzusetzen", der von nun an in den Kalender der jährlichen Gedenktage aufgenommen ist.