1930 - 1940 La ligne Maginot

Schrott eines Werkes des Linie
Corps 1
Im Jahre 1919 gehören der Elsass und Lothringen wieder zu den französischen Provinzen. Doch nichts ist jemals sicher. Da die französische Regierung dem vergänglichen Charakter des Versailler Vertrags bewusst ist, will sie um jeden Preis vermeiden, dass eine ähnliche Invasion wie die von 1914 erneut stattfindet.
Corps 2


Unter der Führung des Generals Guillaumat, wird eine "Kommission zur Verteidigung des Gebietes" errichtet. Diese schlägt die Einrichtung eines "unterbrochenen Systems der befestigten Regionen" vor, der entlang der Grenze des Ostens geht, von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Nachfolger vom Kriegesminister Paul Painlevé, wird André Maginot im Jahre 1929 vom Parlament, ein Budget von 2.900 Millionen Francs, abstimmen lassen, um innerhalb von 5 Jahren eine neue befestigte Verteidigungslinie zu errichten, die quasi ununterbrochen ist und welche bald seinen Namen tragen wird.

ber mehr als 700 km, breitet sich, von der Ardennes bis zum Süden aber auch von Savoyen bis zur Côte d'Azur, diese aus Beton und Stahl bestehende "Große Mauer" und setzt sich aus drei Arten des Artilleriewerkes zusammen. Diese Werke sind zum Teil begraben und durch unterirdische Galerien untereinander verbunden und haben ebenfalls Zugang zu Kasernen, Lebensmittelkasematten, Munitionsbunker und Fabriken zur Energieerzeugung.

Es werden insgesamt 44 schwere Artilleriestände, 62 mittelschwere Infanterieanlagen, 365 Kasematten, 17 Observatorien, 89 Unterstände die sich in bestimmten Abständen befinden, mehr als 150 Wachtürmchen aller Art, Tausende von Blockhäuser und eine ganze Infrastruktur von Bahngleise, Militärstrassen und Kasernen gebaut. Innerhalb der größten Werke, verbinden elektrische Züge die Artillerieblocks mit den Munitionsbunkern und der Kasernen, wo sich Regimente der Festungsinfanterie (RFI), der Positionsartillerie (RPA) und Einheiten der Fernmeldeeinheiten aufhalten können. Insgesamt sind es mehr als 1000 Mann.

Erbin einer alten Militärtradition der Festungsanlagen, wird auch die Maginot Linie, trotz der Abstimmung zusätzlicher 1.77 Milliarden Francs des Anfangsbudget, ein unvollendetes Werk bleiben, da Hitler am 10 Mai 1940 in Holland, Belgien und Luxemburg eindringt und anschließend Paris überfällt. Sobald der Waffenstillstand am 25 Juni 1940 unterzeichnet wird, werden sowohl die Maginot Linie, als auch die dort betroffenen 25.000 Männer hinter der deutschen Linien kämpfen. Nur durch ein Befehl des französischen Hauptquartiers, werden die Kämpfer gezwungen sein, deren Waffen, Munitionen und Positionen aufzugeben. Im übrigen werden sich die Verteidiger der Anlage Michelberg nur am 4. Juli 1940 ergeben und gegen deren Willen den Weg der deutschen Gefangenschaft nehmen.

Die Maginot Linie ist nicht nur eine simple, unter architektonischer Hinsicht, uninteressante Folge von Betonwerken. Sie ist auch eine Zusammensetzung aus unterirdischen Galerien, die man anhand von Loren, welche durch kleine elektrische Lokomotiven gezogen werden, durchqueren kann. Diese Loren führen zu Einrichtungen, die den französischen technologischen Fortschritt zu Beginn des XX Jahrhunderts, im Bereich des Maschinenbaus, der Energieerzeugung, der Aufmachung des Wassers und der Luft etc., bezeugen.