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Der Staatliche Soldatenfriedhof von Dieue

Der Staatliche Soldatenfriedhof von Dieue. © Guillaume Pichard

 

Um die Infotafel des Friedhofs aufzurufen, klicken Sie hier vignette Dieue

 

Auf dem Staatlichen Soldatenfriedhof von Dieue sind bei den Schlachten an den Hauts-de-Meuse zwischen 1941 und 1918 für Frankreich gefallene Soldaten begraben. Auf diesem 1914 angelegten Friedhof sind in den in dem Dorf untergebrachten medizinischen Einrichtungen verstorbene Soldaten begraben. 1922 wurde der Friedhof umgebaut und bot bis 1927 den aus den Friedhöfen der Nachbargemeinden (Ailly-sur-Meuse, Dugny-sur-Meuse, Les Eparges, Haudainville, Maizey, Mouilly, Ranzières, Vacherauville und Vaux-lès-Palameix) exhumierten sterblichen Überresten eine letzte Ruhestätte. Dieser 2 025 m² große Soldatenfriedhof umfasst mehr als 300 Einzelgräber, in denen französische Soldaten begraben sind.

Die Schlachten der Hauts-de-Meuse

Aufgrund der Initiative der Franzosen an der Marne und des Widerstands des Forts von Troyon tritt die 5. deutsche Armee am 13. September 1914 den Rückzug an. Sie zieht sich in die sumpfige Ebene des Waberlands zurück, wo sie über bereits installierte Stellungen verfügt. Am 20. September greifen die Deutschen Etain in Pont-à-Mousson an und dringen in Saint-Mihiel bis zur Maas vor. Innerhalb von wenigen Tagen schaffen sie so eine Ausbuchtung in der französischen Front, werden jedoch vom 16. Armeekorps aufgehalten. Die Deutschen halten ihre Stellungen. Dieser zwischen Verdun und Saint-Mihiel gelegene Sektor wird im Jahr 1915 zum Schauplatz mörderischer Kämpfe. Die Infanterie wird an der Tranchée de Calonne, im Chevaliers-Wald, im Wald von Ailly und im Bois-Brûlé-Wald schwer bedrängt. Diese im Süden von Saint-Mihiel gelegenen Sektoren sind den ganzen Krieg über stets sehr aktiv.

Auf dem hoch über dieser Ebene liegenden Eparges-Kamm finden schwere Kämpfe statt, bei denen Tausende von Soldaten ihr Leben lassen. Der Gipfel der Anhöhe wird durch die Explosion von den Sapeurs der beiden Gegner angelegter unterirdischer Minen zerstört. Vom 5. bis 14. April 1915 greift die 1. französische Armee im Waberland und in den Hauts-de-Meuse an. Der Feind wehrt sich erbittert und es gilingt ihr nicht, den Kamm einzunehmen.

Vom 22. bis 26. Februar 1916 ziehen sich die Franzosen aufgrund des deutschen Drucks auf Verdun aus dem Waberland zurück und verschanzen sich im Fort von Moulainville, das wochenlang von den Deutschen bombardiert wird. 1917 erstarrt die Front aufgrund mangelnder personeller Ausstattung bis zur französisch-amerikanischen Offensive gegen die Ausbuchtung der Front bei Saint-Mihiel. Dieser Angriff wird am 12. September 1918 gestartet; 9 amerikanische und 4 französische Divisionen, unterstützt von 3 000 Kanonen, 1 500 Flugzeugen und 200 Panzern drängen den Feind an die Grenze zurück und machen 16 000 Gefangene. Die Front stabilisiert sich bis zum Waffenstillstand im November 1918.

Dieue, ein Dorf in der Nähe der medizinischen Einrichtungen

Während der Operationen im Jahr 1915 werden in Dieue zahlreiche Truppenunterkünfte und zwei Hauptquartiere eingerichtet. Es werden zahlreiche Verwundete in das zum Militärkrankenhaus umfunktionierte Dorf gebracht, im Besonderen die Soldaten der 68. und der 28. Division. Die Ambulanz 2/14 ist auf einige Häuser im Dorf verteilt, von denen eines (am Place du Jeu-de-Quilles) heute noch eine Fassade mit einem Roten Kreuz zeigt. Die Schwerverletzten werden von den Ambulanzen der Divisionen in La Calonne hierher geschickt, um operiert und versorgt zu werden. Danach werden sie in das Orientierungs- und Evakuierungs-Krankenhaus von Petit-Monthairon überführt und dann ins Krankenhaus von Queue-de-Mala gebracht. Von dort aus werden sie per Bahn oder mit Sanitärfahrzeugen in die Krankenhäuser von Bar-le-Duc evakuiert.

Die 1915 gefallenen Soldaten gehörten dem 8., 11., 51., 67., 106., 110., 128., 132. IR und dem 25. BCP an, deren Divisionen in Les Éparges und an der Tranchée de Calonne in den Kampf zogen. Sie wurden in anderen Sektoren beigesetzt; in Petit-Monthairon steht zum Beispiel noch eine Stele mit der Nummer der Einheiten, die hier begraben waren und in den Friedhof von Dieue überführt wurden. Direkt nach dem Krieg wurde ein Denkmal an die damals 284 an diesem Ort begrabenen Soldaten gebaut. Auf ihm sind die Namen der Einheiten zu lesen, aus denen die auf diesem Friedhof bestatteten, aus allen Regionen Frankreichs und seiner Kolonien stammenden Soldaten kamen.

  • Der Staatliche Soldatenfriedhof von Dieue. Quelle: MINDEF/SGA/DMPA-ONACVG

  • Les Eparges, die Todesschlucht, 15. Februar 1916. © ECPAD/Georges Dangereux

  • Die Straße von Etain, Februar 1916. © ECPAD/Georges Dangereux

  • Abfahrt aus Dieue in Richtung der Grabenlinien, Februar 1918. © ECPAD

  • Zwei französische Soldaten reinigen einen Schützengraben in Les Eparges, Januar-Februar 1916. © ECPAD

  • Schützengraben in Les Eparges, 14. April 1918. © ECPAD/Albert Samama-Chikli

  • Unterstände auf der Eparges Anhöhe, 6. Oktober 1915. © ECPAD

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