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Fort du Questel

Vue du fort détaché du Questel : front de gorge, porte d'entrée monumentale à pont-levis. (c) Inventaire général, ADAGP, 2006. Source : http://patrimoine.region-bretagne.fr

Dieses Fort überwacht die sich kreuzenden Talmulden des Moulin du Buis, wo der Feind in Stellung gehen und Brest beschießen konnte.

Richelieu,der Gründer des Port du Ponant, ließ die ersten Befestigungsbauten der Stadt errichten, die durch Vauban unter Ludwig XIV. fortgesetzt wurden. Unter der Herrschaft von Ludwig XVI., während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775-1783), als er befürchtete, die Engländer könnten in der Bretagne landen, beschloss der König, Forts und Redouten zu bauen.

Die Gebäude wurden je nach der Geographie des zu verteidigenden Sektors unterschiedlich errichtet. Sie sind aber alle so angelegt, dass sich ihr Feuer kreuzt oder auf dazwischen gebaute Batterien antwortet, die bei dem ersten Anzeichen des Krieges errichtet wurden. Diese Befestigungswerke, Zeugnisse der Vergangenheit von Brest und seiner Umgebung, wurden zu ihrer Zeit als das Non plus Ultra der französischen Festungsarchitektur am Vorabend der Revolution angesehen. Das Fort du Questel ist in Wirklichkeit eine "Redoute", d.h. ein befestigtes, geschlossenes Verteidigungswerk in quadratischer Form, dessen Eingang oder Kehle an der am wenigsten exponierten Seite liegt. Dieses riesige Viereck von 100 Metern Seitenlänge liegt zwischen dem Fort de Kéranroux (1,5 km nach rechts) und dem Fort de Penfeld (1 km nach links).
Das Fort du Questel überwacht die sich kreuzenden Talmulden des Moulin du Buis, wo der Feind in Stellung gehen und den Hafen von Brest beschießen konnte. Es ist von tiefen Gräben umgeben und über eine Zugbrücke zu erreichen, die steile Festungsmauer endet in einem Rundweg, der für die Musketiere bestimmt war. Dieser Weg wird von einem zurück gesetzten, aus Erde aufgeschütteten Festungswall überragt, auf dem die Artillerie postiert wurde (26 Kanonen insgesamt, mit einer Reichweite von 4,5 km). Die aus etwa 200 Mann bestehende Garnison hatte Zugang zu verschiedenen Galerien, darunter zwei große unterirdische, die den zentralen Hof mit den Rundwegen verbinden. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch Aborte, die in der Zeit von Vauban noch ein Privileg darstellten...
Das auf einem Gelände von 6 Hektar erbaute Fort du Questel überragt das Tal des Allégoet, eines kleinen Nebenflusses der Penfeld. Die Stätte ist heute in neu gestaltete landschaftlicher Flächen integriert, die man bis zum Ufer der Penfeld auf einem Rundweg erwandern kann, der am Cavale Blanche - Hospital vorbeiführt. Die Festung selbst bietet schöne Spaziergänge über ihre grünen, geschützt liegenden Wassergräben, ihre unterirdischen Gänge, ihre Treppen, Escarpen und Contraescarpen, ihre Esplanade und das frische Unterholz ganz in der Nähe. Das Fort du Questel ist heute auch ein beliebter Ort für die verschiedensten Veranstaltungen

  • L'entrée du fort du Questel. Source : Communauté urbaine de Brest

  • Plan de situation. Source : Communauté urbaine de Brest

  • Le plan du fort. Source : Communauté urbaine de Brest

  • Un fossé du fort du Questel. Source : Communauté urbaine de Brest