Lettre d'information

Museum des Widerstands im Gebiet des Morvan

Ansicht eines Saals des Résistance-Museums im Morvan.
Quelle: Musée de la Résistance im Morvan

Das Museum erzählt von den Widerstandshandlungen und der Geschichte der Widerstandsgruppen (Maquis) im Massiv des Morvan während der Besatzung.

Das Museum des Widerstands, das sich in Saint-Brisson dans la Nièvre im Haus des regionalen Naturparks des Morvan befindet, zeigt in einer Dauerausstellung und Bildungsmaßnahmen viele Widerstandshandlungen und die Geschichte der Widerstandsgruppen im Massiv des Morvan während der Besatzung.

Im Gebiet des Morvan kommt es schon früh zum Widerstand: Ab 1941 fungiert es als Zufluchtsort für jene, die vor der Repression fliehen und gegen den Besatzer sowie das Regime von Vichy kämpfen möchten. Am 21. November 1942 nimmt die kleine Widerstandsgruppe den ersten alliierten Fallschirmabwurf im besetzten Gebiet entgegen. Nach und nach keimt der Widerstand auf. Die Feindschaft gegenüber dem Besatzer, der antifaschistische Kampf, der Widerstand gegen das Regime von Vichy und die Repression gegen die Juden fürhen zur Bildung der ersten Widerstandsgruppen.

Dann organisieren und strukturieren sich die Maquis, ihre Zahl steigt ebenso wie jene der Widerstandskämpfer, die dank der Fallschirmabwürfe von Waffen herbeiströmen: im Sommer 1944 zählt man bis zu 10.000 Widerstandskämpfer. Die Maquis alleine befreien den Großteil des Gebiets des Morvan. Aber der Krieg hinterlässt ein tiefes Trauma in Bezug auf die Barbarei der Nazi.

Die Besatzung hat das Land stark geprägt: Verhaftungen, Deportationen, Hinrichtungen und niedergebrannte Bauernhöfe und ganze Dörfer. Das Gebiet des Morvan zählt viele Märtyrerdörfer, wie Dun-les-Places, Montsauche und Planchez.

1970 schließen sich Historiker der Universität von Bourgogne zu einem Studienzentrum zusammen und tragen mit Hilfe von Zeugen zur Veröffentlichung von Arbeiten über die Besatzung und den Widerstand im Gebiet des Morvan bei. Nach dem Erfolg einer ersten Ausstellung wird 1981 der Verein zur Erforschung der Besatzung und des Widerstands im Gebiet des Morvan (Association pour la recherche sur l'occupation et la Résistance en Morvan, ARORM) gegründet. Es wird beschlossen, ein Museum einzurichten, um die verschiedenen, von den Widerstandskämpfern gesammelten Dokumente und Objekte zu nutzen.

Das vom Verein betriebene Museum des Widerstands öffnet 1983 seine Pforten. Das Museum vermittelt künftigen Generation anhand von Dokumenten, die an die deutsche Besatzung und den Widerstand der Maquis erinnern, die Bedeutung des Schutzes der Freiheit und ihrer Rückeroberung. Die deutsche Besatzung, der Widerstand, die Befreiung und Erinnerung werden dem Besucher mit Hilfe von Dokumenten und Objekten aus der Zeit (Flugblätter, Waffen, Fotos, Uniformen...) verdeutlicht. Die deutsche Besatzung und Repression werden unter dem konkreten Gesichtspunkt der Beschränkung der Freiheiten, des obligatorischen Arbeitsdienstes (STO) sowie der Zensur und Nazi-Propaganda erörtert.

Das Museum erzählt von den Widerstandshandlungen ab 1941 rund um die Persönlichkeiten der Widerstandskämpfer vom Morvan. Es zeigt die genaue Organisation der Maquis und hebt dabei vor allem die Unterstützung des Widerstands durch die Alliierten hervor. Ein anderer Teil des Museums widmet sich der Befreiung der Region, insbesondere durch die Schlacht von Creux-la-Ville (12.-16. August 1944). Eine Sammlung von Fotos, Briefen und Gedichten wird im Dokumentationszentrum aufbewahrt, das mehr als 4.000 Dokumente umfasst und dem Museum ermöglicht, eine lebendige Erinnerung des Widerstands im Gebiet des Morvan aufrechtzuerhalten.

Sein Bestand besteht auch aus Werken über den Morvan im Bereich der Geschichte, Geografie oder auch der akademischen Erinnerung. Das Museum bietet pädagogische Aktivitäten (Fragebogen, DVD) sowie Führungen, wie jene zum Märtyrerdorf Dun-les-Places (Nachstellung des Lebens in der Widerstandsgruppe anhand von Originaldokumenten). Es begrüßt jedes Jahr fast 800 Schüler. Der ARORM arbeitet eng mit den Universitäten Bourgogne und Franche-Comté zusammen. Seine Aktivitäten sind vielfältiger Art: Veröffentlichung von Werken, Studientage, Wechselausstellungen, Führungen, Sammlung und Förderung von Archiven, Kulturveranstaltungen, Erstellung digitaler Medien (CD-ROM und DVD). Er stellt Lehrkräften auch Themendossiers und Ausstellungstafeln zur Verfügung. Der ARORM nimmt außerdem an der Vorbereitung des nationalen Wettbewerbs zum Widerstand und zur Deportation an Schulen teil. Dieses Museum, das die Erwartungen von Schülern und Professoren im Rahmen des Unterrichts in Geschichte, Gemeinschafts-, Rechts- und Sozialkunde voll und ganz erfüllt, gibt den Besuchern die Möglichkeit, die Rolle und Bedeutung des Widerstands in den Maquis des Morvan während des Zweiten Weltkriegs zu entdecken.

 

 

  • Mur d'affichage. Source : Musée de la Résistance en Morvan

  • Blick auf den Raum des Museums des Widerstands im Gebiet des Morvan.
    Quelle: Museum des Widerstands im Gebiet des Morvan

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    Informationen

    Anschrift

    Maison du Parc 58230
    Saint-Brisson
    Tel. 03 86 78 72 99

    Gebühr

    Erwachsene: 4 Euro Gruppen (ab 10 Personen): 2,50 € Kinder von 8 bis 15 Jahre: 2,50 € Studierende: 2,50 € Gratis: Kinder (unter 8 Jahren)

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    Mai bis September: 10-13 Uhr und 14-18 Uhr April, Oktober, November: 10-13 Uhr und 14-17 Uhr Juli - August: 10-13 Uhr und 14-18 Uhr

    Fermetures annuelles

    Dienstags und Samstagvormittag geschlossen, außer im Juli-August.

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