Fort Saint-Louis in Toulon

Le fort Saint-Louis à Toulon. Source : http://www.toulon.fr

Das Fort des Vignettes wird 1707 zerstört. Es wird 1708 unter der Bezeichnung Fort Saint-Louis fast identisch wieder aufgebaut.

Nach einer Inspektion durch Vauban in Toulon im Jahr 1679 wird das Fort des Vignettes zwischen 1692 und 1697 erbaut, um eine Landung am Strand zu verhindern und die Galioten fern zu halten, die eventuell in der Reede ankern könnten. Es wird 1707 zerstört und 1708 in fast identischer Form unter dem Namen Fort Saint-Louis wieder aufgebaut.

Während der Belagerung von 1707 wird das unter dem Kommando von Hauptmann Daillon stehende Fort von österreichisch - savoyischen Batterien unter Beschuss genommen, die auf den Höhen stationiert sind. Nach neun Tagen ist die Festung soweit zerstört, dass ihre Verteidiger sich in den dicken Turm (Tour royale) zurückziehen müssen, nachdem sie das Pulvermagazin in Brand gesetzt haben. 1708 wird das Fort fast identisch wieder aufgebaut, unter dem Namen Fort Saint-Louis. 1743 ist es mit neun 24 - Pfünder Kanonen ausgestattet. 1847 erhält es drei 30 - Pfünder Kanonen und drei 22 cm - Haubitzen, die sich hinter einer Brustwehr aus Erde befinden, die die gemauerte Brustwehr umgibt. Die Fortschritte der Artillerie führen dazu, dass das Fort zum Ende des 19. Jahrhundert aufgegeben wird, da nicht die Möglichkeit besteht, großkalibrige Geschütze aufzustellen. So erhält es einen Beobachtungs - und Kommandoposten zum Einsatz von elektrischen Minen, die die Einfahrt zu der großen Reede absperren. Später wird es bis 2001 Sitz des nautischen Klubs der Offiziere. Seit 1948 steht es auf der Ergänzungsliste der historischen Denkmäler.
Das Fort hat die Form einer halbkreisförmigen Batterie, die durch einen Turm mit Kasematte abgeschlossen wird, in dessen kleinem Raum ein Geschütz untergebracht werden kann. Der Eingang zum Fort wird durch ein hoch gelegenes Tor und eine Zugbrücke gebildet. Diese Vorrichtung soll das Eindringen der Infanterie erschweren. Neben dem Eingang erinnert eine Tafel an die heldenhafte Haltung der Verteidiger des Forts im Jahr 1707. Die Batterie ist nach einem fast halbkreisförmigen Plan gebaut. Ihr Durchmesser beträgt etwa fünfzig Meter. Die Brustwehr ist von neun Kanonenöffnungen zum Meer hin durchbrochen. Die Öffnungen sind mit Ziegeln versehen, um bei feindlichen Angriffen Schutz gegen Splitter zu bieten. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde um die Brustwehr eine massive Brustwehr aus Erde aufgeschüttet. Im 20. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Form wieder hergestellt. Nach hinten ist die Plattform durch zwei Mauern geschützt, die die Batterien gegen Angriffe von Land abschirmen. Der Plan des Turms ist asymmetrisch. Zur Landseite bildet er eine flache Bastion, um die Festung durch parallel zum Festungswall verlaufende Schüsse zu schützen. Zur Seeseite ist er halbkreisförmig, damit die auf der Terrasse installierte Artillerie einen weiten Abschnitt bestreichen kann. Der Turm hat zwei Stockwerke mit Gewölben. Die Ebene unter der Erde enthielt eine Zisterne und ein Magazin. Im ersten Stock diente ein großer Saal als Schlafsaal für 24 Männer. Der Rand der Zisterne ist noch zu sehen. Die Terrasse ist durch eine Wendeltreppe zu erreichen.
Das Fort Saint Louis ist nicht zu besichtigen. Dieses historische Denkmal, das dem Verteidigungsministerium untersteht, gehört zu einem Protokoll Kultur Verteidigung, das am 17. September 2005 unterzeichnet wurde. Klicken Sie hier, um die Liste der anderen Gebäude einzusehen ...
Ministère de la défence (Verteidigungsministerium) Secrétariat Général pour l'Administration (Generalsekretariat für die Verwaltung) Direction de la Mémoire, du Patrimoine et des Archives (Leitung der Erinnerung, der Denkmäler und der Archive) 14 rue Saint-Dominique 00450 Armées E-Mail : dmpa-sdace-bacm@sga.defense.gouv.fr Office du tourisme de Toulon Place Raimu 83 000 Toulon

  • Das Fort Saint-Louis vom Strand aus gesehen - Toulon. Quelle : www.toulontourisme.com Das Fort Saint-Louis in Toulon. Quelle : www.toulontourisme.com