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La Teste de Buch

Nationalfriedhof von La Teste de Buch. © Guillaume Pichard

 

Um die Infotafel des Friedhofs aufzurufen, klicken Sie hier vignette Teste

 

Der im Juli 1916 geschaffene Nationalfriedhof von La Teste de Buch im kleinen Ort Natus beherbergt die sterblichen Überreste der im Krankenhaus des Ausbildungscamps Le Courneau verstorbenen Soldaten. Dort befanden sich ursprünglich Kolonialtruppen, später ab 1917 ausländische (russische und amerikanische) Truppen. Dieser 1928 umgestaltete Friedhof, der in einem Kiefernwald liegt, beherbergt 956 Senegalschützen, 9 Russen und 2 Franzosen. Da dieser Ort immer mehr verfiel, wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt. 1967 wurden die sterblichen Überreste exhumiert und in einer Gedenkstätte mit Beinhaus in ihrer heutigen Form untergebracht. Dieses Denkmal bleibt damit das einzige Relikt des Lagers.

 

Das militärische Ausbildungscamp Le Courneau

Das französische Militärkommando wählt 1916 die Heidelandschaft von Le Courneau als Unterbringung für die afrikanischen Soldaten aus. Diese Männer stammen aus den Gebieten des ehemaligen Französisch-Westafrika (Senegal, Obersenegal und Niger - dem heutigen Mail, Mauretanien, Guinea, Elfenbeinküste und Dahomey - dem heutigen Benin). Sie bilden Bataillone von Senegalschützen, die von Bordeaux aus nach La Teste aufbrechen, wo sie eine militärische und sprachliche Ausbildung erhalten.

Mehr als 27.000 sollten zwischen 1916 und 1917 nachfolgen.

Nach Trockenlegungsarbeiten, bei denen zahlreiche Soldaten starben, wurde ein Lager mit 400 Baracken errichtet, um bis zu 18.000 Mann aufzunehmen. Aufgrund des Sumpfgebiets rund um das Lager erkrankten die Schützen an manchmal tödlichen Atemwegserkrankungen. Das Lager Le Courneau wurde bald schon als „Elendslager“ bezeichnet. Die Verstorbenen werden gleich vor Ort begraben.

Im Herbst 1917 werden die russischen Truppen aufgrund der Revolution in Russland von der Front abgezogen und treten die Nachfolge der Schützen an. 8.000 werden hier einquartiert. Da die Disziplin kaum eingehalten wird, gibt es viele Probleme mit der ortsansässigen Bevölkerung. In den ersten Monaten des Jahres 1918 machen sich die Bewohner des Lagers davon. Viele von ihnen treten den Schützeneinheiten bei. Andere dagegen melden sich zur Fremdenlegion.

Das Lager wird 1918 umgestaltet, um die amerikanischen Kontingente aufzunehmen. Letztere, vor allem Artillerieeinheiten, brechen von Bordeaux aus auf und halten sich provisorisch in Le Corneau auf. Zwischen Juli 1918 und Mai 1919 folgen Soldaten nach, bevor sie an die Front kommen. In dieser Zeit sterben 87 amerikanische Soldaten an der „Spanischen Grippe“. Sie werden provisorisch auf einem Friedhof beigesetzt, der am 15. Februar 1918 eigens im Wald von Natus-de-Bas angelegt wird. Nach dem Krieg werden die sterblichen Überreste dieser Soldaten in die Vereinigten Staaten oder auf den amerikanischen Militärfriedhof von Suresnes (Hauts-de-Seine) gebracht.

Das Denkmal von „Natus“

Am 1. November 1967 wird ein Denkmal eingeweiht, das der Erinnerung an die für Frankreich im Lager von Le Courneau gefallenen afrikanischen Soldaten gewidmet ist. Diese Gedenkstätte, die das Werk des Architekten Phihl ist, wird dank der Subventionen der Gesellschaft Souvenir Français, des Veteranenministeriums, des Präsidenten der Republik Elfenbeinküste, der Veteranenverbände und der Gemeinden im Becken von Arcachon eröffnet.

Nach mehrjährigen Forschungen gelang es den örtlichen Gedenkverbänden, der Stadtverwaltung von La Teste de Buch und dem Verteidigungsministerium, die Identität und Herkunft der Senegalschützen festzustellen. Im Rahmen der Gedenkfeiern zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkriegs ließ das Verteidigungsministerium 2018 fünf Stelen errichten, die am 11. November eingeweiht wurden und die Namen der 956 afrikanischen Soldaten tragen, die auf diesem Friedhof beigesetzt wurden. Eine Stele trägt die Namen der russischen Soldaten und der beiden französischen Soldaten, die hier ruhen.

Das Verteidigungsministerium plant zur Aufwertung dieser Stätte die Schaffung eines Gedenkweges im Zentrum dieses Friedhofs, um den Weg der Soldaten hervorzuheben, die im Lager von Le Courneau gelebt haben.

Eine weiter Stele zu Gedenken an die Amerikaner wurde außerhalb des Lagers errichtet.

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. © Guillaume Pichard

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. © Guillaume Pichard

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. © Guillaume Pichard

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. © Guillaume Pichard

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. © Guillaume Pichard

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. Quelle: dupuylogspot.com

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. Quelle: Foto Marc Burel

  • Nationalfriedhof von La Teste de Buch. Quelle: Foto Marc Burel

  • Durchmarsch von Senegalschützen auf der Rue du Port (La Teste). Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Spital des Militärlagers Le Courneau. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Barackengruppe - Militärlager Le Courneau. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Senegalschütze im Militärlager Le Courneau. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Eingang zum Militärlager Le Courneau. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Aufbruch der Militärurlauber vom Militärlager Le Courneau. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Warten auf die Suppe... Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Standarte der Senegalschützen, 17. März 1917. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

  • Ansicht einer Reihe mit 600 Baracken im Militärlager Le Courneau. Besondere Sammlung JM Mormone/P. Boyer/DR

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    Informationen

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    La Teste

    Zusammenfassung

    Accès :

    Südlich von Arcachon. D 112

    Superficie : 10 000 m²

    Eléments remarquables

    Denkmal für die 1914-1918 für Frankreich gefallenen Senegalesen.

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