Das Fort Médoc

Fort Médoc. Photo : ©hubert sion. Source : http://www.tourisme-gironde.fr/

Das 1689 auf Befehl von Ludwig XIV. erbaute Fort Médoc hat das klassische Aussehen einer Befestigungsanlage vom Typ Vauban, mit seinen mit Gras bewachsenen Wällen, seinen Gräben und den weiten offenen Flächen...

Die Entscheidung, das Fort Médoc zu bauen, wurde 1689 von Ludwig XIV. getroffen. Die 1690 begonnenen Arbeiten sind 1691 so weit fortgeschritten, dass die erste Garnison einziehen kann, bevor die Festung ganz fertig gestellt ist. Das Fort Médoc hat das klassische Aussehen einer Befestigungsanlage vom Typ Vauban, mit seinen mit Gras bewachsenen Wällen, seinen Gräben und den weiten offenen Flächen vor der Festung. Das im Großen und Ganzen rechteckige Fort ist an allen vier Ecken von Bastionen flankiert, die durch Kurtinen verbunden sind. Die Gräben stehen durch ein Schleusensystem mit der Gironde in Verbindung, so dass sie immer, bei allen Gezeiten, Wasser führen.

Nachdem er das königliche Außenwerk vor den Gebäuden und den Gräben durchquert hat, betritt der Besucher das Innere der Festung durch das königliche Tor, an dessen Giebeldreieck eine Sonne, das Emblem Ludwigs XIV., angebracht ist. Der gewölbte Korridor unter dem zentralen Gebäude wird durch ein hölzernes Tor mit Sprossen und eine Falltür verschlossen, die heute nicht mehr existiert. Seitliche, von Schießscharten durchbrochene Kasematten dienen der Verteidigung des Durchgangs. Das zentrale Gebäude, die königliche Wache, beherbergte ursprünglich im ersten Stock den Ersten Standortoffizier und bestand im Erdgeschoss aus Fechtsälen und im Kellergeschoss aus schönen Sälen mit Gewölben.
Der große Platz im Innern war von zwei einstöckigen Kasernen gesäumt, in denen bis zu dreihundert Mann untergebracht werden konnten. Von diesen Gebäuden, in denen nie mehr als etwa hundert Mann gewohnt haben, sind heute nur noch die Fußböden, einige Mauerreste und ein Schornstein erhalten. Dagegen kann man immer noch die die Bastionen überragende Wache, die Zisterne für Süßwasser, die Kapelle und das Pulvermagazin bewundern. Seit 1700 wird der militärische Wert dieser als wenig einsatzbereit beurteilten Festung von Militäringenieuren und dem Intendanten Tourny in Frage gestellt: der Boden, auf dem die Bastionen und Kurtinen gebaut sind, erweist sich als zu wenig tragfähig, um die Verteidigungsanlagen des Forts verstärken zu können, die in der Gegend vorhandenen Sümpfe bewirken Epidemien bei der Truppe, die deshalb zu oft abgelöst werden muss, und vor allem ist für die Schiffe die Durchfahrt von Blaye einfacher als die von Médoc, die wenig Tiefe hat.
Da es keine entscheidende Rolle für die Verteidigung der Mündung der Gironde spielt, wird das Fort von Médoc nie in einen Kampf verwickelt. Bis 1916 beherbergt es eine Garnison und wird dann im Jahr 1930 Eigentum der Gemeinde von Cussac-Fort-Médoc. Heute verwaltet die Stadt die Festung zusammen mit dem Verein der Freunde des Fort Médoc. Im Moment wird ein ehrgeiziges Restaurierungsprogramm durchgeführt, und in dem Fort finden während der Saison seit vielen Jahren die verschiedensten kulturellen Veranstaltungen statt.
Besichtigungen Während der Saison ist das Fort täglich für Besichtigungen geöffnet. Auskünfte erteilt das Rathaus von Cussac-Fort-Médoc Zufahrt 40 km von Bordeaux über Blanquefort und Margaux, über die D 2. Rathaus Cussac-Fort-Médoc 34 Avenue du Haut-Médoc 33640 Cussac-Fort-Médoc Tel. 05.57.88.85.00 Fax 05.57.88.85.15

  • Das königliche Tor des Forts. Quelle : Guillaume Roumeguère

  • Wache des königlichen Tors. Quelle : Guillaume Roumeguère

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    Informationen

    Anschrift

    Avenue du fort Médoc 33640
    Cussac-Fort-Médoc

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    Ouvert à la visite tous les jours en saison