1917 - année de la guerre sous-marine à outrance

Amerikanischer Geleitzug von Frachtschiffen
Corps 1
Am 9. Januar 1917 ordnet Kaiser Wilhelm II. die Seeblockade für Europa an: "Ich ordne an, dass am 1. Februar mit allen zur Verfügung stehenden Kräften mit dem uneingeschränkten U-Bootkrieg begonnen wird". Um die Entente wirtschaftlich zu ersticken, gibt er seiner Flotte die Genehmigung, Schiffe unter neutraler Flagge anzugreifen, von denen er von vornherein annimmt, dass sie zugunsten der Entente Handel treiben. Deutschland läuft so das Risiko, die Vereinigten Staaten gegen sich aufzubringen, die einzige Großmacht, die noch im Frieden lebt, aber es rechnet damit, deren große Übermacht durch eine neue Waffe zu brechen: das "U-Boot".
Corps 2


1914-1916 : der begrenzte U-Bootkrieg In den ersten Kriegsjahren wird die Kontrolle über die Meere den "dreadnoughts" überlassen, den modernen, ebenso starken wie auch schnellen Schlachtschiffen. Die Unterseeboote werden zunächst für die Küstenwache eingesetzt, insbesondere in der Nähe der Arsenale. Seit Beginn der Feindseligkeiten stationieren die Engländer ihre Boote in der Nordsee, wo sie zu der Seeblockade gegen Deutschland beitragen. Die "U-Boote" patrouillieren auch im Ärmelkanal und in der Nordsee auf der Suche nach Kriegsschiffen der Entente und in der Hoffnung, ein neues Gleichgewicht der Kräfte herzustellen. Die Torpedierungen zeigen zum ersten Mal ihre Wirkung im Kampf gegen Schiffe, die sich im Jahr 1914 noch nicht im Geringsten gegen diesen unsichtbaren Feind schützen. Die Konsequenz dieser Erfolge besteht allerdings darin, dass die Navy jetzt Maßnahmen gegen diese neue Gefahr ergreift. Man kann wohl davon ausgehen, dass die deutschen U - Boote ihren größten Überraschungseffekt dadurch verspielt haben, dass sie es unterlassen haben, die Schiffe anzugreifen, die das britische Expeditionskorps nach Frankreich transportierten. Zu Beginn des Jahres 1915, als man weiß, dass der Krieg weder kurz noch einfach sein wird, werden die Wirtschaft und die Stimmung hinter der Front ebenso wichtige Probleme wie die militärischen Fronten. So hat nach der Schlacht an der Doggerbank die deutsche Hochseeflotte, der Stolz des Kaiserreichs, den kaiserlichen Befehl erhalten, nicht mehr in die Kämpfe einzugreifen. Der U - Bootkrieg gegen die Handelsschifffahrt erscheint Admiral Tirpitz nun als das einzige Mittel der Aktion, das ihm noch geblieben ist.

Am 4. Februar 1915 erklärt Deutschland den zu England gehörenden Bereich der See zum Kriegsgebiet und gibt die Genehmigung, alle Schiffe zu zerstören, die sich dort aufhalten. Die tragischen Folgen dieses Befehls sind allgemein bekannt: am 7. Mai torpediert die U-20 ohne Vorankündigung die Lusitania, wobei 1 198 Menschen umkommen. Am 19. August wird ein anderer großer Dampfer, die Arabie, versenkt. Diese Vorfälle bewirken eine enorme Empörung in den Vereinigten Staaten und offizielle Proteste des Präsidenten Wilson. Am 18. September beendet Deutschland die Angriffe. 1916 bleiben die deutschen Schiffe in den Häfen oder beschränken sich auf begrenzte Ziele. Zwei Fahrten der unbewaffneten "UntersAm 4. Februar 1915 erklärt Deutschland den zu England gehörenden Bereich der See zum Kriegsgebiet und gibt die Genehmigung, alle Schiffe zu zerstören, die sich dort aufhalten. Die tragischen Folgen dieses Befehls sind allgemein bekannt: am 7. Mai torpediert die U-20 ohne Vorankündigung die Lusitania, wobei 1 198 Menschen umkommen. Am 19. August wird ein anderer großer Dampfer, die Arabie, versenkt. Diese Vorfälle bewirken eine enorme Empörung in den Vereinigten Staaten und offizielle Proteste des Präsidenten Wilson. Am 18. September beendet Deutschland die Angriffe. 1916 bleiben die deutschen Schiffe in den Häfen oder beschränken sich auf begrenzte Ziele. Zwei Fahrten der unbewaffneten "Unterseefrachter" zwischen Baltimore und Bremen sind jedoch erwähnenswert. Die beiden Schiffe kehren mit kriegswichtiger Fracht beladen zurück: ein origineller Versuch, die Blockade der Entente zu brechen. Die Wirkung dieser ersten U - Bootkampagne ist in jedem Fall begrenzt wegen der kleinen Anzahl verfügbarer U - Boote: es sind nie mehr als 25, wovon ein Viertel gleichzeitig im Einsatz ist. Die deutschen Kommandanten ziehen daraus den Schluss, dass ihre Unterseeboote, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten, in großer Zahl und ohne die geringste Einschränkung in Bezug auf ihre Ziele eingesetzt werden müssen. Sie wollen den freien Verkehr auf den Meeren durch den Schrecken unmöglich machen. eefrachter" zwischen Baltimore und Bremen sind jedoch erwähnenswert. Die beiden Schiffe kehren mit kriegswichtiger Fracht beladen zurück: ein origineller Versuch, die Blockade der Entente zu brechen.

1917 : die Wahl des uneingeschränkten Krieges Warum riskiert der Kaiser jetzt eine Maßnahme, die er 1915 - 1916 zurück gewiesen hat? Er verlässt sich in der Tat auf den Plan des kaiserlichen Generalstabs, der vorsieht, im kommenden Jahr auf die kostspieligen Kämpfe an der Westfront zu verzichten und Großbritannien durch das Unterbrechen seiner Versorgung zur Aufgabe zu bringen, selbst wenn dies einen Krieg mit den Vereinigten Staaten zur Folge hat. Dies ist das erste Mal, dass Deutschland seiner Marine die Hauptrolle in den Operationen zuweist. Seit 1915 ist die deutsche U - Bootflotte erheblich ausgebaut worden. Sie verfügt über 128 Unterseeboote, die auf allen Meeren Europas im Einsatz sind: 26 in der Adria, 3 im Schwarzen Meer, 2 in der Ostsee und 97 in den deutschen oder flämischen Stützpunkten. Diese "U - Boote" sind gefährliche, verlässliche und widerstandsfähige Schiffe, die es in der Marine der anderen Staaten nicht gibt. Das für den Ozean gebaute Modell ist mit 850 bis 1000 Tonnen für eine Geschwindigkeit von 16 Knoten über Wasser und 8 Knoten unter Wasser ausgelegt und hat eine Reichweite von 7000 Seemeilen. Einige Unterseekreuzer waren sogar dafür vorgesehen, die amerikanische Küste zu erreichen. Andere Schiffsklassen sind für bestimmte Aufgaben ausgelegt, zur Verteidigung der Küsten (UB) oder zum Minenlegen (UC). Die Besatzungen der U - Boote werden als Elitekorps gefeiert und haben ihre Helden wie z.B. Wenningen, Arnault de la Perrière. Um England in die Knie zu zwingen, müssen im Monat 800 000 Tonnen versenkt werden, und zu Beginn des Krieges ohne Einschränkungen ist man nahe daran, dieses Versprechen zu halten, mit 540000 Tonnen im Februar und 593000 Tonnen im März. Der Preis der Seetransporte hat sich verdoppelt oder verdreifacht. Im April ist die Krise auf ihrem Höhepunkt: 881 000 Tonnen. Die neutralen Handelsmarinen geben nach, und Deutschland glaubt an seinen Sieg. Dafür muss es allerdings diesen atemberaubenden Rhythmus aufrecht erhalten, aber bereits im folgenden Monat bricht die Kurve der Verluste ein und sinkt nach dem August unter 400000 Tonnen. Von diesem Augenblick an ist der Handelskrieg für Deutschland verloren, wie Lloyd George 1918 zusammenfasst: "Wir versenken mehr U - Boote als Deutschland bauen kann; wir bauen mehr Schiffe als Deutschland versenken kann. Der U - Bootkrieg ist noch eine Bedrohung aber keine Gefahr mehr. Wir haben die größte Gefahr gebannt, der wir begegnet sind".

Der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten am 6. April 1917 ist die wichtigste Konsequenz dieser Ereignisse, aber er ist nicht der einzige Grund für die Veränderung der Lage. Das Schiffbauprogramm von Präsident Wilson kann noch keine Früchte tragen. Die Gründe liegen vielmehr in der schnellen Erschöpfung der deutschen Flotte und den Maßnahmen zur Verteidigung, die Frankreich und Großbritannien ergriffen haben. In England verfügt ein Komitee für den Kampf gegen die U - Boote über eine Flotte von Trawlern, Yachten oder großen Booten zur

berwachung der Küsten und zum Schutz der Fischkutter, und in Frankreich sind die Fischereiflotten bewaffnet. Aber in den Flotten der beiden Länder fehlt es an den nötigen Kriegsschiffen zur Sicherung der großen Seewege. 1917 fahren 10 000 Handelsschiffe allein, die es zu schützen gilt. Die Tarnung, die Navigation im Zickzack oder andere passive Arten des Schutzes genügen nicht. Die einzige Lösung besteht darin, Geleitzüge zu organisieren, wie es Frankreich verlangt. England, das sich bis jetzt geweigert hat, im Namen der freien Schifffahrt der Reeder und um die Zeit zu sparen, die bei der Formation der Konvois verloren geht, muss sich angesichts der unhaltbaren Verluste in den ersten Monaten dazu entschließen. Dies ist eine rettende Entscheidung: nur 0,2% der in Geleitzügen fahrenden Schiffe gehen verloren, dagegen 7% von denen, die allein unterwegs sind. Zur gleichen Zeit konzentriert man sich auf die Verbesserung der Mittel zum Kampf gegen die U - Bootwaffe, durch das Erhöhen des Gewichts der Granaten oder die Benutzung von Mikrophonen, den Vorgängern des Sonargeräts. Eine weitere Neuerung ist die Marineluftwaffe, die in Frankreich bei Kriegsende über 1000 Flugzeuge verfügt. Diese sehr abschreckenden Maßnahmen erschweren die Aufgabe der "U - Boote", die ihrerseits zu Zielen werden und sich darauf beschränken müssen, unter Wasser anzugreifen: 65 von ihnen werden in diesem Jahr versenkt. Auch auf See verändert sich der Angriffskrieg zu einem Zermürbungskrieg. Diese erhöhten Verluste und die Erschöpfung der Besatzungen sind letztendlich der Grund für den Misserfolg der deutschen Flotte, die trotz einer zufriedenstellenden Jahresbilanz von 11000 000 Tonnen versenkter Schiffe, davon 6 100 000 Schiffe der Entente, nicht über die materiellen Mittel verfügt, um diesen Rhythmus angesichts der 30 000 000 amerikanischen Tonnen aufrecht zu erhalten.