John Pershing

1860-1948
Porträt von John Joseph Pershing.
Quelle : l'album de la guerre 1914-1919. © L'illustrationn

 

John Joseph Pershing wurde am 13. September 1860 in Linn Country, einem Dorf in Missouri geboren. Seine Familie kam aus dem Elsass - einer seiner Vorfahren war Mitte des 18. Jahrhunderts nach Amerika ausgewandert. Mit 22 Jahren tritt er in die Militärakademie von West Point ein, nachdem er als Grundschullehrer gearbeitet hatte. Er verlässt sie 1886 und macht eine klassische militärische Karriere: Leutnant in Arizona, Professor für Militärwissenschaften und Taktik an der Universität von Nebraska (1891), wo er auch Jura studiert, 10. Kavallerieregiment von Montana. Leutnant in Washington (1897), Teilnahme am Kubakrieg und an der Niederwerfung des Aufstandes der Moros auf den Philippinen. 1901 ist der Hauptmann Pershing Militärattaché in Tokio und verfolgt aus der Nähe den russisch - japanischen Krieg. 1906 wird er zum Brigadegeneral ernannt und erfüllt eine neue Mission auf den Philippinen, bevor er für eine Zeitlang nach Europa zurückkehrt, wo er Französisch lernt und 1914 das Kommando über die West - Division in San Francisco erhält. Er nimmt an der Niederschlagung des Aufstandes von Pancho Villa in Mexiko teil. Im August 1915 sterben seine Frau und drei seiner Kinder bei einem Feuer in San Francisco. Am 10. Mai 1917 überträgt ihm Präsident Wilson das Kommando des amerikanischen Expeditionskorps in Europa. Am 13. Juni 1917 kommt General Pershing in Paris an.

Dreizehn Tage später landen die ersten amerikanischen Truppen in Saint-Nazaire. Bis zum 11. November 1918 ist General Pershing damit beschäftigt, an der französischen Front eine unabhängige amerikanische Armee zu schaffen. General Pershing verlässt Frankreich am 1. September 1919; am 29. September erklärt der amerikanische Kongress, dass er sich um das Vaterland verdient gemacht hat. Nach dem Krieg wird Pershing zum Oberbefehlshaber des Generalstabs der amerikanischen Streitkräfte ernannt (1921). 1924 wird er in die Reservearmee versetzt. Von nun an zieht er sich aus dem öffentlichen Leben zurück und beschränkt seine öffentlichen Auftritte auf Gedenkfeiern, an denen er jedes Jahr in seiner Eigenschaft als Gründungspräsident der "American Battle Monuments Commission", teilnimmt, ein Organismus, der die amerikanischen Begräbnisstätten und Gedenkstätten in Europa verwaltet. So nimmt er 1937 an der Einweihung seines eigenen Denkmals in Versailles teil. Im Mai 1939 fährt er zum letzten Mal nach Frankreich. 1931 veröffentlicht er seine "Erinnerungen an den Krieg", ein Werk, das im folgenden Jahr mit dem Pulitzer - Preis ausgezeichnet wurde (in Frankreich bei der Librairie Pion publiziert). Am 4. August 1940 hält er zum letzten Mal eine Radioansprache an das amerikanische Volk, in der er gegen Hitler Stellung nimmt. 1944 zieht er sich in das Walter Reed - Krankenhaus in Washington zurück; dort empfängt er im selben Jahr General de Gaulle. John J. Pershing stirbt am 15. Juli 1948 und wird auf dem Nationalfriedhof Arlington in Gegenwart von Präsident Harry S. Truman beigesetzt.