La Chuise de Saint-Jean La Rivière

Bild vom Fort Chuise de Saint-jean-la-rivière. Source : sud-passion

 

La Chuise de Saint-Jean-la-Rivière entstand aus einem durch Schluchten gebildeten Kontrollsystem, dass Richtung Nizza führt und auf dem System von Seré de Rivières basiert.

 

 

La Chuise de Saint-Jean-la-Rivière entstand aus einem durch Schluchten gebildeten Kontrollsystem, das Richtung Nizza führt und auf dem System von Seré de Rivières basiert. Mit seiner Kombination aus Stein und Beton bildet diese Chuise eine Küstenfestung an der Steilküste. Es handelt sich hierbei um ein kleines Werk, formlich angepasst an die Steilküste und die Schluchten des Flusses Vésubie, der zwischen Saint-Jean-la-Rivière und Suquet seinen Lauf nimmt. Ähnlich wie die Chuise de Bauma Negra fügt sich der Bau in die natürlichen Kontrollpunkte der Schluchten des Hinterlands von Nizza perfekt ein. Diese Festungen sind auch als Sperrforts bekannt.

 

 

Das Tal der Vésubie, die so genannte Suisse niçoise, ist das kürzeste (48 km) Tal des Hinterlands von Nizza. Der Saint-Jean-la rivière sucht sich durch die Schluchten dieses tiefgelegenen Tals seinen Weg durch die Voralpen, bevor er dann bei Chaudan in den linken Nebenfluss der Var mündet. Diese Passage wurde von den Ligurern und auch im Mittelalter gerne benutzt. Sie war die Haupthandelsroute für das im Piémont gewonnene Salz, das über den Col de Fenestre transportiert wurde. Im 16. Jahrhundert wurde die Route über das Tal La Roya bevorzugt. Zweihundert Jahre später wurde die Region während dem Erbfolgekrieg in Österreich von den Engländern, Sarden und den Österreichern besetzt. Während dieser revolutionären Zeiten bot die Region Schutz für Fahnenflüchtige der nationalen Armee, die so genannten Barbets, die gegen die regulären Truppen einen Guerillakrieg führten.

 

Durch die 1860 stattgefundene Anbindung der Grafschaft Nizza und Savoyen an Frankreich entspannte sich das Verhältnis zum Nachbar Italien, bevor Frankreich dann von den Preußen besiegt und Italien durch den König des Piémont vereint wurde. Nachdem das Verteidigungssystem versagt hatte und die Städte nicht vor den feindlichen Angriffen hatte retten können, entwickelte Seré de Rivières eine neue fortschrittliche Verteidigungslinie mit zentralem Kern. Die Festungsanlagen wurden möglichst grenznah erbaut und nutzten natürliche Grenzen und Hindernis als Beobachtungs- und Kontrollposten. Sie sollten eine unerlaubte Passage verhindern und Schutz vor Beschuss liefern.


Das am Wegesrand erbaute Gebäude besteht aus zwei ausgestatteten Etagen. Es bietet Öffnungen für Kanonenrohre im Durchmesser von 40 und 80 mm. Die unterirdischen Gänge führen zu Schutzräumen und Schießständen, von denen aus die gesamte Nationalstraße unter Beschuss genommen werden konnte. Mithilfe zweier Zugbrücken, die vom Innenbereich des Forts aus bedient wurden, konnte den Angreifern der Weg abschnitten werden. Das Fort bot Schutz für 30 bis 60 Menschen.

 

Das Fort kann nicht besichtigt werden.


 

Syndicat d'initiative de Belvédère: +33 04.93.03.41.23

Fremdenverkehrsamt von Saint-Martin de la Vésubie: +33 04.93.21.28

 

Site Fortweb sur les fortifications européennes

 

 

 

  • Vue du fort de la Chuise de Saint-jean-la-rivière. Source : www.amontcev.free.fr

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    Informationen

    Anschrift

    6450
    Saint-Jean-La-Riviere
    04 93 03 21 28

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    Le fort ne se visite pas