Zitadelle in Bitche

Gesamtansicht der Zitadelle in Bitche. Quelle: freizeit-saarmoselle.eu

In Lorraine, der nordöstlichsten Region des Departements Moselle, befindet sich die Zitadelle von Bitche auf einem Sandsteinfelsen inmitten der Stadt.

Trotz zahlreicher Renovierungsarbeiten ist das alte Schloss der Grafen Deux-Ponts heute eine Ruine, seit Louis XIV im Jahr 1680 in Bitche einmarschiert ist. Louis XIV war sich der strategischen Bedeutung der Felsspitze bewusst, die weit über die Stadt und ihre Umgebung hinausragte, woraufhin er die erste Zitadelle errichten ließ. Bei der Durchführung vertraute er auf die Kenntnisse von Vauban, der sein Werk im Jahr 1683 beendete.

Im Jahr 1697 wird die Zitadelle von den französischen Truppen dem Erdboden gleichgemacht, nachdem laut dem Vertrag von Ryswick Lorraine Léopold dem Ersten, Herzog von Lorraine zugesprochen wurde. Am 21. März 1737 ergreift Louis XV die Macht über Lorraine und befiehlt den Wiederaufbau der Zitadelle nach den Plänen des Ingenieurs Cormontaigne und auf Basis des Bauwerks von Vauban. Das Ende der Bauarbeiten wird markiert durch die Anbringung einer Marmortafel oberhalb des Haupttors. Sie ist noch heute sichtbar: „Louis XV, König von Frankreich, erhaben, siegreich und pazifistisch, ließ dieses Bauwerk neu errichten, um den Zugang der Feinde zu den Vogesen und der Lorraine zu verhindern. Es diente weiterhin zur Verteidigung der Grenze zum Elsass und seine Mauern boten den französischen Truppen hervorragenden Schutz. Im Jahr 1754". Von 1846 bis 1852 wurde die Zitadelle durch den Bau einer Festungsmauer zusätzlich geschützt und erhielt durch das Fort St. Sébastien weiteren Schutz im Norden.


Während dem Krieg 1870 wurde Bitche von deutschen Truppen belagert und die Zitadelle und später auch die Stadt wurden heftig bombardiert. Sechs lange Monate kann die Garnison von Bitche den Bereich erfolgreich verteidigen, bevor am 27. März 1871 die Tore der Festung bezwungen werden. Dennoch hat sich die Garnison hohe militärische Ehren erarbeitet. Auch unter deutscher Besatzung diente die Zitadelle der Beherbergung einer Garnison: Die Ringmauer wurde zerstört, die Kapelle diente für die Unterbringung der Truppen und zwei neue Kasernen wurden erbaut. Nachdem Elsass-Lothringen wieder zu Frankreich gehörte, erhält die Stadt durch Präsident Poincaré den Titel der Ehrenlegion verliehen, wodurch das während der Kriegsjahre 1870-1871 erlittene Leid anerkannt wurde.
Während des Zweiten Weltkriegs wird Bitche zum Schauplatz von Kämpfen, die insbesondere im Winter 1944 stattfinden. Die Bevölkerung sucht in dieser Zeit Zuflucht in den unterirdischen Gängen der Zitadelle. Die von den Amerikanern befreite Stadt erhält 1949 das Kriegsverdienstkreuz verliehen und erhält zudem ehrenvolle Erwähnungen durch die Armee.


Noch heute finden sich in der Zitadelle viele Zeichen, die an die Geschichte Frankreichs erinnern. Manche Gebäude der zentralen Hochebene haben wie durch ein Wunder die zahlreichen Bombardierungen überstanden und somit die Legende von der Unverwundbarkeit der Festung am Leben erhalten. Auch die Kapelle kann heute noch besichtigt werden, das einzige Bauwerk des Schlosses, das von Vauban errichtet wurde: die alte Bäckerei und das Waffenlager. Im Rahmen einer Besichtigung können insbesondere die beiden Bastionen besucht werden, die seitlich der Zitadelle errichtet wurden und die gesamte südliche Länge der Kurtine schützen. Weiterhin zu sehen sind die Mauern des Großen Kopfes und des Kleinen Kopfes, die die kurzen Kurtinen schützen sowie das unterirdische Netzwerk der Festung, das von den von Louis XV beauftragten Ingenieuren errichtet wurde. In der Kapelle ist auf zwei Stockwerken ein Museum eingerichtet. Dort finden sich eine Waffensammlung sowie ein Modellplan der Zitadelle im 18. Jahrhundert. In der ehemaligen Bäckerei findet man eine zweite Dauerausstellung mit einem museografischen Bereich über Bitche im Zweiten Kaiserreich.

Der Besuch der Zitadelle bietet eine einzigartige Animation: Die auf dem gesamten Rundweg angebrachten Infrarotsender übertragen Audiokommentare in verschiedenen Sprachen. Effekte mit verschiedenen Gerüchen versetzen den Besucher in ein realistisches Ambiente und geben einen authentischen Eindruck über das Leben in der Zitadelle im Laufe der verschiedenen Jahrhunderte.


Zitadelle in Bitche
Tel.: +33 03 87 96 18 82
Fax: +33 03 87 06 11 78

Öffnungszeiten: Letzter Samstag im März bis erster Sonntag im November. Täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr. Immer sonntags, an Feiertagen und im Juli und August: 10 Uhr bis 18 Uhr.

Besuchszeit: 2 Stunden. Gruppen nach Vereinbarung

Anfahrt: Von Straßburg kommend (65 km) über die Autobahn A4, in Richtung Straßburg-Paris, Ausfahrt Hagenau Nord. Vor Hagenau, Ausfahrt Sarreguemines und weiter in Richtung Bitche. Von Metz kommend (110 km) Über die Autobahn A4, in Richtung Paris-Straßburg, Ausfahrt Sarreguemines und weiter in Richtung Bitche.

http://www.siegebitche.com

 

Website des Fremdenverkehrsamts von Bitche

 

 

Quizz : Forts und Zitadellen

 

  • Superbe vue de la citadelle veillant sur Bitche. Photo ECPAd

  • Vue aérienne de la citadelle. Photo ECPAd

  • Une des pointes de la citadelle. Photo ECPAd

  • Vue de la Citadelle. Photo Vincent Konsler

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    Informationen

    Anschrift

    Rue Bombelle 57230
    Bitche
    Tél. : 03 87 96 18 82Fax : 03 87 06 11 78

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    D'avril à octobre Tous les jours de 10H à 17H Tous les dimanches, jours fériés et les mois de Juillet et Août : 10h-18h. Visites de groupes sur rendez-vous