Die Saint-Louis-Kapelle der Militärakademie

Intérieur de la Chapelle. Source : site orchestredelalliance.fr

Die unter der Herrschaft von Louis XV. errichtete St-Louis-Kapelle der Militärakademie stellt ein Originalzeugnis des architektonischen Erbes des 18. Jahrhunderts dar.

Die unter der Herrschaft von Louis XV. errichtete St-Louis-Kapelle der Militärakademie stellt ein Originalzeugnis des architektonischen Erbes des 18. Jahrhunderts dar.

Im Jahr 1751 beschließt Ludwig XV. den Bau einer königlichen Militärakademie in der Ebene von Grenelle. Er betraut seinen obersten Architekten Ange-Jacques Gabriel mit dem Projekt. Im Jahr 1753 wird mit dem Bau begonnen, der über dreißig Jahre dauern wird und in dessen Verlauf Finanzierungsprobleme das ursprünglich geplante Projekt zunichte machen. Die ersten Pläne sahen die Errichtung einer majestätischen Kapelle als Mittelpunkt der Anlage vor. Im Jahr 1768 schlägt Gabriel in seinem zweiten Entwurf den Bau der Kapelle im Innern des Hauptgebäudes vor. Ludwig XV. legt am 5. Juli 1769 den Grundstein der Kapelle. Sie wird 1773 fertiggestellt und dem Heiligen Ludwig, dem Schutzpatron der Armeen, gewidmet. Bis 1788 steht sie Schülern und Mitarbeitern der Militärakademie für den Gottesdienst offen. Bonaparte wird im Jahr 1785 dort konfirmiert. Während der Revolution wird sie verwüstet und danach in eine Kantine und schließlich in ein Futter- und Munitionslager umgebaut. Das Mobiliar ist überall verstreut. Anlässlich des Begräbnisses von Marschall Joffre im Jahr 1931 wird die Kapelle endgültig von allen Trümmern befreit. In den 30er Jahren erhält sie ihr Mobiliar zurück und wird im Jahr 1951 wieder für den katholischen Gottesdienst freigegeben.
Die Kapelle ist 35 Meter lang und 13 Meter breit. Sie besitzt ein einziges rechtwinkliges Schiff, das in acht gleiche Abschnitte unterteilt ist, wovon der letzte den Chor bildet. Die Abschnitte sind durch korinthische Säulen abgeteilt, die ein niedriges Bogengewölbe tragen. An der Stelle der ehemals ebenerdig angeordneten Fenster finden sich heute Gemälde über das Leben des Heiligen Ludwig. Diese neun Gemälde zeigen die wesentlichen Ereignisse aus dem Leben des Königs. In der Kapelle findet sich auch ein Teil eines Triptychons aus der Renaissance. Oberhalb des Haupteingangs und über die gesamte Breite der Kapelle erstreckt sich eine Empore, die von vier ionischen Säulen getragen wird und auf der eine Orgel neueren Datums untergebracht wurde.
Die hintere, hinter dem Chor befindliche Mauer ist mit zwei korinthischen Säulen geschmückt, die denen des Schiffs ähneln. Zum Altar gehört eine Grabstätte aus weißem Marmor, verziert mit einer Girlande aus vergoldeter Bronze. Zwei dem Bildhauer Pajou zugeschriebene Flachreliefs erheben sich von den Mauern oberhalb der Empore und hinter dem Altar. Sie zeigen kindliche Engel, die in den Wolken ein Kreuz tragen sowie eine Szene aus der Apokalypse des Heiligen Johannes. Auf jeder Seite des Chors öffnet sich eine Tür zur Sakristei. Oberhalb dieser Türen verweisen Maueröffnungen auf die einstige Existenz von Tribünen, auf denen während der Messe die Ehrengäste Platz nahmen. Heute finden sich dort Fahnen in den seit der Herrschaft Ludwig XV. geltenden Farben der französischen Armee.
Das heutige Kirchengestühl ist mit vergoldeten Motiven und einem Medaillon mit der Abbildung eines Adlers mit ausgebreiteten Flügeln geschmückt. Unter der Kapelle wurde eine Krypta eingerichtet, in der die Überreste des ersten Gouverneurs der Akademie und die von Pâris Duverney, einem Berater Louis XV., ruhen. Die Kapelle wird nur gelegentlich zu vom Verteidigungsministerium organisierten religiösen Zeremonien oder Konzerten geöffnet.
[i]Die Restaurierung dieses historischen Denkmals, das dem Verteidigungsministerium untersteht, ist Teil eines Protokolls Kultur und Verteidigung, das am 17. September 2005 unterzeichnet wurde.
Die Saint-Louis - Kapelle der Militärakademie 1 place J'offre Paris 7° Metro Ecole militaire

  • Orgue de la Chapelle Saint-Louis. Photo Jacques Robert

  • Photo MINDEF/SGA/DMPA JP Le Padellec

  • Ecole militaire - chapiteau. Photo JP Le Padellec

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    Informationen

    Anschrift

    1 place Joffre 75007
    Paris

    Wöchentliche Öffnungszeiten

    La chapelle n'est ouverte qu'à de rares occasions lors de cérémonies religieuses ou de concerts organisés par le ministère de la Défense.

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