Fort du Mont-Ours

Ansicht des Fort du Mont-Ours. Quelle : sud passion

Die an einer strategischen Position liegende Festung Mont-Ours gehört zu den "Seré de Rivière" - Anlagen für die Überwachung der italienischen Grenze und zu der Maginot - Linie in den Alpen.

Dieses kleine Fort wird erst spät gebaut, im Jahr 1898, um die "zweite Generation" der "Seré de Rivières" - Anlagen zu vervollständigen. Es überwacht den Übergang über den Col des Banquettes zwischen dem Fort du Mont-Agel und dem Fort du Barbonnet. Es dient ihnen als optisches Relais. Sein Bau erfolgt in einer Periode starker französisch - italienischer Gegnerschaft, die durch den Eintritt Italiens in den Dreibund im Jahr 1882 und den Handels- und Zollkrieg von 1888-1898 gekennzeichnet ist.

Das kleine Fort du Mont-Ours gehört zu der Gruppe von Befestigungsanlagen, die zur Deckung gedacht sind. Zu der Verteidigungsorganisation gehört in der Tat die "Befestigung zum Aufhalten" oder "Sperrfeste", mit deren Hilfe Kräfte gespart werden sollen: sie ist mächtiger und über das Terrain verteilt. Es gibt zwei Untergruppen von Festungen zur Deckung. Der erste Typ besteht aus einem als "Blockhaus" bezeichneten Bunker, hoch gelegenen Barackenlagern und Batterien, die schnell und sicher gehalten werden müssen, während die Reservetruppen zusammen gezogen werden, während der zweite aus Bunkern an den Straßen besteht, über die in erster Linie das Eindringen des Feindes zu erwarten ist. Sie stellen die Verbindungen zwischen den Forts der ersten Gruppe her.
Der Bau dieser als Relais dienenden Gebäude steht im Zusammenhang mit der Entwicklung der militärischen Werkzeuge. Der erste, technische Faktor ist die Perfektionierung der Bewaffnung und die Herstellung einer stärkeren Granate mit retardierter Detonation, der sogenannten "Torpedogranate", wodurch das schwerfällige System der Verteidigung von Seré de Rivières (Gräben, massive Sockel unter freiem Himmel...) überholt war. Der zweite Faktor hat mit der Auflösung des von Adolphe Tiers eingerichteten Verteidigungsausschusses im Jahr 1888 zu tun. Er wird durch den Obersten Kriegsrat abgelöst, der politischer ausgerichtet ist und swn Beschluss fasst, die bewilligten Kredite zu beschränken. Infolgedessen bleiben die meisten Forts der Linie im Südosten gemauert, und der Beton wird vor allem für die Gebäude im nördlichen Teil der Linie benutzt, die sich geographisch und militärisch in einer exponierteren Lage befinden, zumal Frankreich 1902 eine potentielle Aggression durch die Italiener mit einem Abkommen verhindert. Der Führungsstab zieht es vor, mehr Verbindungspunkte und Lager in den Bergen einzurichten und Streitkräfte an die Grenze zu verlegen. Deshalb wird ab 1887 die Alpenarmee gegründet. Sie wird allmählich dauerhaft in den Festungen stationiert.
Die Festung besteht aus einem einzigen Gebäude mit zwei Etagen, das in einem gewissen Abstand von einer Umfassungsmauer umgeben ist. Unterhalb befindet sich ein Ensemble von geneigten Mauern unter einer Plattform, auf der leichte Artillerie installiert werden soll. Über eine Piste erreicht man einen Bunker der Maginot - Linie. Die Stätte wird im Augenblick von der Feuerwehr benutzt.
In der Zeit zwischen den Kriegen werden die strategischen Positionen angesichts des wachsenden Irredentismus von Mussolini weiter ausgebaut. 1925 weist General Degoutte, der designierte Kommandeur der Alpenarmee, den Obersten Kriegsrat auf diese Bedrohung hin. Es wird ein Ausschuss für die Verteidigung der Grenzen gebildet. Den Vorsitz führt General Guillaumat. Die ersten Befestigungen an der südöstlichen Maginot - Linie im Rahmen des "eingeschränkten Programms der Verteidigung von Nizza" werden 1927 auf Betreiben von General Degoutte durchgeführt. 1930 wird für die Kredite zum Bau der Maginot - Linie gestimmt, und die CORF (Commission d'Organisation des Régions Fortifiées - Organisationsausschuss für die befestigten Gebiete) wird mit den Arbeiten betraut.
Der Ausschuss für die Verteidigung der Grenzen schlägt die Errichtung von 75 Befestigungsanlagen verschiedener Typen vor: Gut bewaffnete und ausgerüstete Befestigungen in "Skelettbauweise"; intermediäre Befestigungen zur hauptsächlichen Verteidigungslinie, die mit ihrer Bewaffnung deren Ausrüstung vervollständigen; Befestigungen für Artillerie und, hinter der Linie, "Unterstände" (3 Typen), in denen die kämpfenden Truppen in den Kampfpausen wohnen. Im April 1934 werden die Festungstruppen, die Bataillone der Regimenter der abgeordneten Alpeninfanterie und die Alpen - Festungsbataillone gebildet. Diese Truppen werden durch Artilleristen und Spezialisten ergänzt.
Um die italienische Bedrohung einzudämmen, wird 1937 mit Hilfe des Caval - Plans die Verstärkung der exponiertesten Bereiche forciert. 1939 verfügt Frankreich im Südosten über zwei (unvollendete) Verteidigungslinien mit 36 Kasematten. Das zweite Befestigungswerk des Mont-Ours ist aus diesen Planungen hervorgegangen. Wie alle großen Befestigungsanlagen der Zone ist der Bunker mit 81 mm- und 75 mm - Mörsern ausgerüstet. Nachrichtenleitungen unter der Erde, über Funk oder optisch, werden bevorzugt. Die Versorgung mit Munition geschieht durch Lastwagen.
Praktische Anweisungen Office du tourisme de Sospel : 04.93.04.15.80 / 06.85.96.72.88 Association Edelweiss Zufahrt Im Auto über den Col de Segra und den Col des Banquettes Zu Fuß zur Plattform von dem Col du Castillon aus

  • Bunker von Mont-Ours. Quelle : guysylvain.chez.tiscali.fr

  • Ansicht des Fort du Mont-Ours. Quelle: Fortweb.net