Gedenkstätte zu Ehren Joost van Vollenhoven

Gedenkstätte zu Ehren Joost van Vollenhoven. Quelle: J.P. le Padellec

Das Denkmal steht an der Departementstraße Nr. 2 (Villers-Cotterêts - Longpont). Es ehrt den Hauptmann van Vollenhoven vom Kolonialregiment der Infanterie von Marokko, der am 20. Juli 1918 gefallen ist, nachdem er von einer Kugel aus einem Maschinengewehr am Kopf getroffen wurde. Dies ereignete sich vor dem Hof Mont-Ramboeuf, in der Nähe von Parcy-Tigny während des Angriffs der 10. Armee von General Mangin.

Als Sohn einer prominenten, alten holländischen Familie aus Rotterdam wird Joost van Vollenhoven am 21. Juli 1877 geboren und verbringt die meiste Zeit seiner Kindheit in Algerien, wo sich seine Eltern als Kaufleute niedergelassen hatten.

Nach seinem juristischen Staatsexamen und der Annahme der französischen Staatsbürgerschaft am 4. Februar 1899 wird er im selben Jahr in die Kolonialschule aufgenommen. In den ersten acht Jahren seiner Karriere erfüllt er wichtige Aufgaben in Politik, Diplomatie und Verwaltung, zunächst im Kolonialministerium, dann in der Verwaltung der französischen Kolonien in Afrika, A.O.F. und A.E.F., und schließlich wieder in Paris. Er erhält 1912 den zivilen Order der Ehrenlegion und wird mit 35 Jahren zum Gouverneur der Kolonien und Generalsekretär der Vereinigung von Indochina ernannt, bevor er zur Zeit der Kriegserklärung von 1914 das Amt des Generalsekretärs in Vertretung ausübt.

Im April 1915 geht er auf eigenen Wunsch als Unteroffizier der kolonialen Infanterie an die Front und wird dem kolonialen Infanterieregiment von Marokko zugewiesen. Am 21. Mai wird er zum Unterleutnant ernannt.

Er wird verwundet und mehrere Male lobend erwähnt und entschließt sich im Mai 1917, den Posten des Generalgouverneurs in Dakar anzunehmen, eine Funktion, von der er acht Monate später zurücktritt, da er mit der Politik der Rekrutierung der afrikanischen Soldaten nicht einverstanden ist. Nach seiner Rückkehr an die Front wird er im April 1918 wieder lobend erwähnt und zum Hauptmann im kolonialen Infanterieregiment befördert. Am 19. Juli 1918 wird er in der Nähe des Dorfes Parcy-Tigny am Kopf verwundet, während der Offensive der 10. Armee unter General Mangin, die seit dem 18. vom Wald von Villers-Cotterêts aus im Gange ist.

Joost van Vollenhoven stirbt am Morgen des 20. Juli. Er wird im Wald von Villers-Cotterêts, in der Nähe des Dorfes Longpont beerdigt.

Die ehrenvolle Erwähnung durch die Armee vom 28. Juli 1918 ist auf der Grabstätte von Van Vollenhoven zu lesen: „Ein Offizier von vorbildlichen Werten und Tugenden, die Verkörperung der schönsten und solidesten Qualitäten eines Soldaten, tödlich getroffen in dem Moment, als er die Truppe durch sein Beispiel anspornte und eine verbissen verteidigte feindliche Stellung einnahm. Er ist mit einem Bayard und La Tour d'Auvergne zu vergleichen und wird späteren Generationen als Beispiel dienen, als einer der Brillantesten unter den Mutigsten“.

 

  • Joost Van Vollenhoven en tenue de sergent des Zouaves, lors de son service militaire à Alger. Source : Conseil général de l'Aisne

  • Mémorial dédié à Joost van Vollenhoven. Source : J.P. le Padellec

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    2600
    Longpont

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