Hôtel de Brienne

L'hôtel de Brienne vue des jardins. ©SGA/DMPA - J. Robert

Das während des 18. Jahrhunderts erbaute Hôtel de Brienne hatte viele verschiedene Eigentümer, bis es 1817 vom Staat gekauft wurde. Heute ist es Sitz des Verteidigungsministeriums.

Das während des 18. Jahrhunderts erbaute Hôtel de Brienne hatte viele verschiedene Eigentümer, bis es 1817 vom Staat gekauft wurde. Heute ist es Sitz des Verteidigungsministeriums. 1725 erwirbt François Duret, ein bekannter Bauunternehmer, ein Grundstück zwischen der heutigen Rue Saint-Dominique und der Rue de l'Université für die Marquise de Prie, der Mätresse des Herzogs von Bourbon, die dort ein großes Wohnhaus bauen lassen will. Nachdem der Herzog von Bourbon 1726 in Ungnade gefallen ist, verzichtet die Marquise de Prie darauf, in das im Bau befindliche Palais einzuziehen, und es wird an Françoise de Mailly verkauft, die Witwe des Marquis de La Vrillière. 1733 verkauft diese das Gebäude an Louise-Elisabeth de Bourbon, Prinzessin de Conti, die die Innenausstattung unter Leitung des Architekten Simonnet stark verändern lässt. Kurz vor ihrem Tod, 1775, schenkt die Prinzessin de Conti das Palais ihrem Enkel, Louis-François-Joseph de Bourbon, Graf de La Marche. Dieser verkauft es im folgenden Jahr an Louis-Marie-Athanase de Loménie, Graf de Brienne, der im Krieg von 1787 zum Staatssekretär ernannt wird. Das Hôtel de Conti bekommt nun den Namen Hôtel de Brienne, den es bis in unsere Tage beibehält, und beherbergt zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Kriegsminister.

Am Tag nach dem Tod des Grafen de Brienne, der im Mai 1794 unter der Guillotine stirbt, wird das Gebäude von der Revolutionsverwaltung konfisziert, die dort die Kommission für Handel und Versorgung einrichtet. Nachdem es 1795 an die Comtesse de Brienne zurückgegeben wurde, wird das Palais 1798 an die Ehefrau von François Séguy, dem Leiter des militärischen Versorgungswesens verkauft. Er lässt bedeutende Renovierungsarbeiten unter Leitung des Architekten Lavoyepierre durchführen. Wegen finanzieller Schwierigkeiten muss sich das Ehepaar Séguy schnell von seiner Neuerwerbung trennen. 1800 wird das Palais von der ersten Instanz des Zivilgerichts des Departements Seine Joseph Lanfrey, einem Angestellten des Büros für militärisches Proviantwesen, zugesprochen, der es an Lucien Bonaparte vermietet, der zu der damaligen Zeit Innenminister war. 1802 kauft es Lucien Bonaparte, der Bruder Napoleons, und erneuert das Innere des Gebäudes und die Anordnung des Mobiliars, bevor er es 1805 an seine Mutter, Laetizia Bonaparte, geborene Ramolino verkauft. Das Gebäude wird nun das "Palais de Madame, der Mutter des Kaisers". Nachdem der Staat das Hôtel de Brienne 1817 von Madame Mère zurück gekauft hat, wird es von dem Zeitpunkt an zum Wohnsitz des Kriegsministers. In dieser Funktion war das Gebäude Zeuge von großen politischen Ereignissen. Hier organisierte Clémenceau den Sieg von 1917. Und es war auch hier, wo General de Gaulle, zunächst als Staatssekretär im Kriegsministerium im Juni 1940, dann als Chef der vorläufigen Regierung vom 25. August 1944 bis zum 26. Januar 1946 seinen Sitz hatte. Das Palais ist nur an den Tagen des Kulturerbes für das Publikum geöffnet.
Dieses historische Baudenkmal, das vom Verteidigungsministerium benutzt wird, ist Teil eines Protokolls Kultur Verteidigung, das am 17. September 2005 unterzeichnet wurde. Hier klicken für die Liste der anderen Gebäude ...
Ministère de la Défanse (Verteidigungsministerium) Secrétariat Général pour l'Administration (Generalsekretariat für die Verwaltung) Direction de la Mémoire, du Patrimoine et des Archives (Leitung Erinnerung, Kulturerbe und Archive) Bureau des actions culturelles et muséographiques (Büro für kulturelle und museographische Aktionen) 14 rue Saint-Dominique 00450 Armées E-Mail : dmpa-sdace-bacm@sga.defense.gouv.fr

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14 rue Saint-Dominique 75007
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