Festung von Port-Vendres

Vue panoramique du Port-Vendres. Source : http://nicolasgiraudphoto.eklablog.com/l

 

Wichtiger Hafen, aufgrund der Lage und der Wassertiefe der Reede

Die Gegend von Port-Vendres ist bereits seit dem 8. Jahrhundert vor Christus besiedelt. Der Name geht zurück auf den Portus Veneris, ein der Venus gewidmeter Tempel, der in früheren Zeiten die Bucht dominierte. Die ersten städtischen Siedlungen entstanden im 13. Jahrhundert unter dem ersten Herrscher von Mallorca, Jacques I. Während der Kämpfe gegen die Könige von Aragonien wurden viele Gebäude zerstört und erst als Roussillon im 15. Jahrhundert unter die spanische Herrschaft fiel, wurde die Stadt neu erbaut.

Nach Unterzeichnung des Pyrenäenvertrags wird die Provinz dem Königreich Frankreich zugeschlagen. Der nahe Spanien gelegene Tiefwasserhafen, einmalig in der Küstengegend von Roussillon, war sowohl für Ludwig XIV. als auch für Vauban von großem Interesse: Port-Vendres ist hervorragend als Militärhafen geeignet.

Mangels fehlender Geldmittel ist Louvois gezwungen, Vauban mit einem weniger großen Projekt zu beauftragen: Es folgen kleinere Anpassungen, um einen Teil der Flotte von Levant ohne größeres Risiko an den Küsten Katalaniens unterzubringen. Der Gouverneur der Provinz, Maréchal de Mailly, lässt das alte Hafenbecken ausheben und verlegt die Straße von Collioure. Marschall de Wailly, Architekt des Königs, entwirft die Pläne für diese Anpassungen. Die Kasematten von Mailly (oberhalb des Strands von Oasis; umgebaut nach dem Zweiten Weltkrieg zur Unterbringung der 9 mm Lahitolle 1888 Kanonen, beschädigt im Jahr 1944, aufgenommen in die Liste der unter Denkmalschutz stehenden Monumente im Jahr 1991), von Béar (beendet 1880) und von Fanal (ursprünglich erbaut von Vauban von 1673 – 1700) dienen der Verteidigung des neuen Zugangs zu Port-Vendres. Die durch Marschall de Mailly, Gouverneur der Provinz von Ludwig XIV., initiierten Arbeiten dauerten bis 1780 an. Im Jahre 1933 wurden sie unter Denkmalschutz gestellt.

Mit Beginn des Jahres 1838 stieg das Interesse Frankreichs an Nordafrika. Die Anlagen in Port-Vendres werden erweitert und verbessert, um den Hafen zu einem wichtigen Handelshafen des Mittelmeeres auszubauen: Bau der Hafenmole, des Place Castellane, der Festung Béar, einer Eisenbahnverbindung im Jahr 1867, Gründung einer Schifffahrtslinie für Passagierschiffe nach Afrika ab 1885.


Im November 1942 werden die französischen Anlagen von der deutschen Marine genutzt und dann ab Anfang 1943 weiter entwickelt. Die Besatzungsarmee baut ein befestigtes Lager, das sowohl einer Operation mit Amphibienfahrzeugen als auch Bodenangriffen aus dem Landesinneren standhalten sollte.

Die Stützpunktgruppe Port-Vendres ist somit das Herzstück der deutschen Küstenkontrolle auf Seite des Departements Pyrénées-Orientales und den Städten Sète und Agde. Die Stadt Port-Vendres wird von einem Hafenkommandanten verwaltet, der zunächst Korvettenkapitän Kurt Stratmann und später Fregattenkapitän Walter Denys unterstellt ist. Die Batterie von Ullastrel ist ein Überbleibsel dieser Zeitepoche. Am 19. August 1944 wird die deutsche Armee zum Rückzug gezwungen. Die Munitionslager und Waffen werden zerstört und die Kais gesprengt, um das Vorankommen der Alliierten zu behindern.


Die Festung Béar, militärischer Standort, befindet sich auf einem Hügel zwischen Collioure und Port-Vendres und überragt die Stadt. Das ursprünglich von Vauban entworfene Bauwerk wird im 19. Jahrhundert von Séré-de-Rivières umgestaltet. 1949 wird es in eine Funkpeilstation umfunktioniert, bevor es 1960 zum Radom wird.

 

Praktische Informationen:


Bürgermeisteramt 8 rue Jules Pams 66660 Port-Vendres

Tel: +33 04 68 82 01 03

Fax: +33 04 68 82 19 62

  • Eintreffen der ersten deutschen Truppen in Port-Vendres am 12. November 1942. Quelle: Bundesarchiv-Militärarchiv

  • Batterie von Ullastrel. Quelle: www.interfest.de

  • Port-Vendres im 18. Jahrhundert. Zeichnung von Margouët. Quelle: http://gallica.bnf.fr

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