Das Fort Boyard

Vue générale du fort (façade Est). Source : ©Fabien1309 - License Creative Commons - Libre de droit

Auf halbem Weg zwischen der Insel Oléron und der Insel Aix, mit der es verbunden ist, erhebt sich die imposante Silhouette des Fort Boyard wie ein "steinernes Schiff" über die befestigten Klippen.

Auf halbem Weg zwischen der Insel Oléron und der Insel Aix, mit der es verbunden ist, erhebt sich die imposante Silhouette des Fort Boyard wie ein "steinernes Schiff" über die befestigten Klippen. Kurz nach dem Bau des Arsenals von Rochefort wird die Lage des bestehenden Forts untersucht, und man kommt zu dem Schluss, dass es unmöglich ist, ein Verteidigungswerk auf der Sandbank von Boyard zu errichten.

Sébastien Le Prestre de Vauban, der spätere Generalkommissar für die Festungen des Königreiches, soll folgendermaßen an Ludwig XIV. geschrieben haben: " Majestät, es wäre leichter, den Mond mit den Zähnen zu fassen als zu versuchen, an dieser Stelle ein solches Unternehmen durchzuführen". Da sie auf Grund technischer Überlegungen als undurchführbar erscheint, wird die Idee, eine Befestigungsanlage zu bauen, fallen gelassen. Fouras, la Rochelle, die Inseln Aix und Oléron sind strategische Punkte, die die Zufahrt zur Charente bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts beherrschen. Aber der Schutz von Rochefort und der Passage erweist sich als unzureichend, weil alle diese Festungen zu weit von der Route der Schiffe entfernt liegen, die das Arsenal verlassen.
Da es keine strategische Funktion mehr hat, dienen die Mauern des Forts den deutschen Truppen während des Zweiten Weltkriegs als Ziel für Schießübungen. Das Jahr 1966 kann man als Beginn seiner Leinwandkarriere betrachten, als seine obere Etage als Hintergrund für die Schlussszene des Films von Robert Enrico "Die Abenteurer" dient, mit Lino Ventura und Alain Delon. 1980 wird das Fort von einer Produktionsfirma für Audiovision gekauft, später wird es dem Generalrat von Charente - Maritime überlassen, um dann schließlich der Nutzung zugeführt zu werden, die die ganze Welt kennt ... Es ist zwar wegen dieser neuen Fernsehrolle nicht mehr zu besichtigen, aber man kann seine Umgebung von Ausflugsschiffen aus bewundern, die es den Touristen vom Meer aus der Nähe vorführen.
Da seine Rolle als Verteidigungswerk durch die Fortschritte der Artillerie zunichte gemacht wurde, dient das Fort seit 1870 als Gefängnis: zunächst als Militärgefängnis für preußische und österreichische Soldaten, dann als Gefangenenlager für Hunderte von Kommunarden, bevor es nach 1913 aufgegeben wird.
 

 

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  • Foto der Anlage www.fortboyard.net

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